Nahost-Krieg

Black Hawk unter Beschuss, F-35 und A-10 getroffen, F-15 abgeschossen: USA verlieren die Lufthoheit über Iran

Billige Raketen treffen teure US-Jets über Iran. Amerikas Luftüberlegenheit bröckelt gegen Tunnel und tragbare Raketen. Doch was lernt China daraus?

Im Einsatz gegen Iran: F-35C landet auf USS Abraham Lincoln.
Im Einsatz gegen Iran: F-35C landet auf USS Abraham Lincoln.U.S. Navy

Irgendwo in den Bergen der südwestiranischen Provinz Kohgiluyeh und Boyer-Ahmad kauerte in den vergangenen Tagen ein US-amerikanischer Soldat zwischen Felsen. Vielleicht mit aktiviertem Notfallsender, das Visier hochgeklappt, lauschend auf das ferne Dröhnen von Rotorblättern. Vielleicht verletzt. Nur einer Sache konnte er sich sicher sein: Er war allein in feindlichem Gebiet – und beide Seiten suchten nach ihm.

US-Spezialkräfte drangen tief in iranisches Territorium vor, während Einheiten der Revolutionsgarden dieselbe Region durchkämmten. Ein lokaler Gouverneur setzte eine Belohnung auf seine Ergreifung aus. Die Rettungsmission wurde zum Wettlauf – und zum Risiko: Zwei US-amerikanische Black-Hawk-Hubschrauber gerieten unter Beschuss, können sich nur knapp aus dem iranischen Luftraum zurückziehen.

Bergung gelingt offenbar

Dann eskaliert die Situation. In dem Gebiet, in dem sich der Vermisste aufhalten soll, kommt es zu Luftangriffen und einem heftigen Feuergefecht. Schließlich gelingt US-Spezialkräften die Bergung – nach Angaben aus Washington eine der gewagtesten Such- und Rettungsaktionen seit Jahren. Der Soldat ist verletzt, aber in Sicherheit.

Es ist der 5. April 2026. Sechs Wochen nach Beginn der Operation „Epic Fury“ ist damit erstmals seit Jahren ein US-Kampfflugzeug durch feindliches Feuer verloren gegangen – eine F‑15E Strike Eagle – und hat eine Rettungsoperation ausgelöst, die selbst unter massivem Beschuss stand. Parallel wird eine zweite Maschine getroffen: eine A‑10 Thunderbolt, die die Rettungsmission unterstützt hatte. Ihr Pilot kann sich über Kuwait per Schleudersitz retten.

Und nur zwei Wochen zuvor war etwas passiert, das Analysten weltweit erstaunte: Eine F‑35 Lightning II, das teuerste und technologisch fortschrittlichste Kampfflugzeug der Geschichte, wurde über dem Zentrum Irans von Splittern einer iranischen Rakete getroffen und musste notlanden.

Die Lüge von der „unangefochtenen“ Luftherrschaft

Man muss sich die Worte von Verteidigungsminister Pete Hegseth vom 4. März in Erinnerung rufen, um das Ausmaß der Diskrepanz zu begreifen. „Die beiden mächtigsten Luftwaffen der Welt werden in wenigen Tagen die vollständige Kontrolle über den iranischen Luftraum haben“, verkündete er damals.

Donald Trump legte nach: „Wir haben buchstäblich Flugzeuge über Teheran fliegen; sie können nichts dagegen tun.“ Und am 2. April, zwei Tage vor dem Abschuss der F-15: „Sie haben keine Flugabwehrsysteme mehr. Ihr Radar ist zu hundert Prozent vernichtet. Wir sind als militärische Macht unaufhaltbar.“

48 Stunden später sucht das US-Militär einen vermissten Piloten in iranischen Bergen.

Die Rhetorik der Trump-Regierung folgt einem Muster, das Militärhistoriker als gefährlich kennen: die Verwechslung von Luftüberlegenheit mit Luftherrschaft. Der pensionierte Brigadegeneral Houston Cantwell, selbst ehemaliger F-16-Pilot, bringt es auf den Punkt: „Dass das nicht schon früher passiert ist, grenzt an ein Wunder. Wir fliegen Kampfeinsätze, und sie werden jeden Tag beschossen.“

Behnam Ben Taleblu von der Foundation for Defense of Democracies formuliert es noch schärfer: „Ein deaktiviertes Luftverteidigungssystem ist kein zerstörtes Luftverteidigungssystem.“

Das Drittel-Problem

Die militärischen Erfolgsmeldungen aus Washington und Jerusalem klingen beeindruckend: Über 12.300 Ziele getroffen, 92 Prozent der iranischen Großkampfschiffe versenkt, mehr als 13.000 Einsätze geflogen. Doch hinter den Zahlen verbirgt sich eine unbequeme Wahrheit, die Reuters Ende März auf Basis von fünf Quellen aus dem US-Geheimdienstapparat enthüllte.

Die USA können mit Sicherheit nur bestätigen, dass sie etwa ein Drittel des iranischen Raketenarsenals zerstört haben. Ein weiteres Drittel ist möglicherweise beschädigt, zerstört oder in unterirdischen Tunneln und Bunkern verschüttet – aber niemand weiß es genau. Und das letzte Drittel? Intakt und einsatzbereit.

Viele Waffen offenbar noch einsatzbereit

CNN berichtete Anfang April auf Basis eigener Geheimdienstquellen, dass etwa die Hälfte der iranischen Raketenwerfer und Einweg-Drohnen noch funktionsfähig sei. Ein großer Teil der Marschflugkörper, mit denen Iran den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus bedrohen kann, sei ebenfalls unversehrt.

Trump hatte am selben Tag behauptet, Iran habe „sehr wenige Raketen übrig“. Seine Prognose, den Krieg in zwei bis drei Wochen beenden zu können, wurde von den eigenen Geheimdienstleuten als „völlig unrealistisch“ eingestuft.

Rauch steigt nach mutmaßlichem iranischem Angriff auf Treibstofftanks in Muharraq, Bahrain, auf.
Rauch steigt nach mutmaßlichem iranischem Angriff auf Treibstofftanks in Muharraq, Bahrain, auf.FADHEL MADHAN

Ein hochrangiger US-Beamter sagte anonym, was eigentlich niemand hören will: „Ich weiß nicht, ob wir jemals eine genaue Zahl haben werden.“

Die Physik schlägt zurück: Warum Stealth nicht unsichtbar macht

Der vielleicht folgenreichste Moment dieses Krieges ereignete sich am 19. März. An diesem Tag wurde eine F-35A – Stückpreis über 100 Millionen US-Dollar, Kronjuwel der westlichen Luftkriegsführung – über dem Zentrum Irans getroffen. Centcom-Sprecher Tim Hawkins bestätigte, dass die Maschine nach einem „Kampfeinsatz über Iran“ notlanden musste. CNN identifizierte den Vorfall als ersten erfolgreichen kinetischen Treffer auf ein US-amerikanisches Kampfflugzeug der fünften Generation durch iranisches Feuer.

Wie war das möglich? Die Antwort liegt in einem physikalischen Grundprinzip, das kein noch so ausgeklügeltes Tarnkappenprogramm außer Kraft setzen kann: Wärme.

Massive Hitzeausstrahlung

Die F-35 ist darauf optimiert, für Radarstrahlen im X-Band nahezu unsichtbar zu sein – jene Frequenzen, die für die Feuerleitung moderner Flugabwehrsysteme entscheidend sind. Doch ihr Triebwerk, das Pratt & Whitney F135, erzeugt über 43.000 Pfund Schub und damit enorme Wärme. Passive Infrarot-Suchsysteme (IRST), die selbst keine Signale aussenden und daher vom Piloten nicht erkannt werden, können diese Hitze auf Entfernungen von über 50 Kilometern erfassen.

Analysten gehen davon aus, dass die F-35 von einer passiv infrarotgelenkten Rakete getroffen wurde – möglicherweise einer R-27T, einem sowjetischen Mittel-bis-Langstreckenflugkörper, der Mach 5 erreicht und über Infrarotsensoren statt Radarführung verfügt. Die Iraner hatten offenbar ein Netzwerk passiver Sensoren aufgebaut – eine Art „Stolperdraht“-System, das Stealth-Flugzeuge von der Seite oder von hinten erfasst, wo ihr Radarquerschnitt deutlich größer ist.

Chinesisches Tutorial mit persischem Untertitel

Besonders brisant: Kurz vor dem Vorfall war auf chinesischen Social-Media-Plattformen ein detailliertes Tutorial aufgetaucht – erstellt von einem zivilen Ingenieur –, das exakt diese Schwachstellen der F-35 analysierte und Gegenmaßnahmen vorschlug. Das Video wurde mit persischen Untertiteln versehen und ging in iranischen Telegram-Kanälen viral. Es nutzte keine geheimen Informationen, sondern ausschließlich öffentlich zugängliche technische Daten, akademische Arbeiten zur Stealth-Technologie und Flugperformance-Daten.

Die Demokratisierung des strategischen Wissens – ein ziviler Hobbyanalyst in Chengdu liefert einem Staat unter Sanktionen die intellektuelle Blaupause, um ein 100-Millionen-Dollar-Waffensystem zu neutralisieren. Das ist die eigentliche Revolution dieses Krieges.

Die iranische Verteidigung: billig, mobil, tödlich

Irans Luftverteidigung ist kein monolithisches System wie die russische S-400. Sie ist ein Flickenteppich – und genau das macht sie so schwer zu zerstören.

Das Land verfügt über ein Schichtverteidigungssystem: Kurzstreckenraketen wie die schultergestützte Misagh-2 (Reichweite 6 Kilometer, infrarotgelenkt), mobile Plattformen wie das Majid-System (photoelektrische und Infrarot-Verfolgung), passive Sensoren wie Herz-9, die Flugzeuge überwachen, ohne selbst Radarsignale auszusenden, und Langstreckenraketen wie die Sayyad-1A mit Infrarot-Komponenten.

Hinzu kommen ältere chinesische Systeme – HQ-2, HQ-7, tragbare QW-1 und QW-11 –, die nach Sipri-Daten nachweislich im iranischen Bestand sind. Einzeln betrachtet sind viele dieser Systeme veraltet. Aber vernetzt und dezentral verteilt über ein Land, das flächenmäßig fünfmal so groß ist wie Deutschland, erzeugen sie etwas, das Militärstrategen als „Bedrohungsdichte“ bezeichnen.

Angriffe bleiben für USA gefählich

Cantwell bringt es auf den Punkt: „Iran ist ein riesiges Land. Die USA können nicht hoffen, jede Luftbedrohung allein aufgrund seiner Größe vollständig zu eliminieren. Solange Kampfeinsätze über Iran geflogen werden, wird es eine Bedrohung für die Flugzeuge geben.“

Frau blickt vom Dach auf zerstörtes Al-Araby-TV-Gebäude nach Raketenangriff, Teheran.
Frau blickt vom Dach auf zerstörtes Al-Araby-TV-Gebäude nach Raketenangriff, Teheran.ATTA KENARE

Die Experten sind sich einig: Gegen die F-15 wurde wahrscheinlich eine schultergestützte Rakete eingesetzt – Manpads, die tragbaren Albträume jeder Luftwaffe. Sie sind billig, mobil, praktisch nicht aufzuklären und tödlich auf kurze Distanz. Dass US-Flugzeuge offenbar in niedrigeren Höhen operieren – ein Zeichen dafür, dass sie Präzisionsangriffe auf mobile Ziele fliegen –, macht sie genau für diese Waffen verwundbar.

Hier offenbart sich die Asymmetrie in ihrer ganzen Schärfe: Eine Rakete, die wenige zehntausend US-Dollar kostet, zwingt ein Flugzeug zur Notlandung, das hundert Millionen US-Dollar wert ist. Das Kostenverhältnis beträgt ungefähr 1 zu 10.000.

Was man nicht sieht, kann man nicht treffen

Iran hat über Jahrzehnte ein gigantisches unterirdisches Tunnelnetzwerk aufgebaut – inspiriert von der Erfahrung des Iran-Irak-Krieges, als irakische Scud-Raketen iranische Städte trafen. In diesen Tunneln lagern Raketenwerfer, Flugkörper, Drohnen und Kommandozentralen.

Hegseth selbst räumte die Dimension des Problems ein: „Iran ist ein riesiges Land. Und genau wie Hamas mit ihren Tunneln in Gaza haben sie jede Hilfe, jede wirtschaftliche Entwicklung in Tunnel und Raketen gesteckt.“

Nicole Grajewski, Expertin für iranische Raketenkräfte an der Sciences Po in Paris, wies darauf hin, dass Iran weiterhin Angriffe von der Militäranlage Bid Kaneh aus durchführt – einer Einrichtung, die massiv bombardiert wurde. „Die Tatsache, dass sie das aufrechterhalten konnten, zeigt meiner Meinung nach, dass die USA den Erfolg ihrer Operation überbewertet haben.“

Tunnel für konventionelle Bomben zu tief

Die große Frage, so Grajewski, laute: „Sind diese unterirdischen Anlagen eingestürzt?“ Niemand weiß es. Die Tunnel sind so tief, dass konventionelle Bomben sie oft nicht erreichen. Und selbst wenn ein Eingang zerstört wird, können die Iraner möglicherweise alternative Zugänge nutzen.

Am 19. März – dem Tag, an dem die F-35 getroffen wurde – feuerte Iran erstmals Langstreckenraketen auf die US-britische Militärbasis Diego Garcia im Indischen Ozean. Eine Demonstration, dass das Arsenal weit davon entfernt ist, erschöpft zu sein.

Die strategische Fehlkalkulation

Was bedeutet das alles? Es bedeutet, dass sich die Verantwortlichen für diesen völkerrechtswidrigen und brutalen Angriffskrieg der USA und Israels gegen Iran – denn es ist, das sei hier klar gesagt, nach Einschätzung zahlreicher Völkerrechtler ein aggresiver Akt ohne UN-Mandat – möglicherweise fundamental verschätzt haben.

Die Annahme war: massive Luftschläge degradieren Irans Militär so schnell, dass Teheran innerhalb weniger Wochen verhandlungsbereit ist. Die Straße von Hormus wird schnell wieder geöffnet. Die Kosten bleiben überschaubar.

Die Realität nach sechs Wochen: Die Straße von Hormus ist weiterhin effektiv geschlossen. Die Ölpreise sind explodiert. Iran feuert weiterhin Raketen auf Israel, die Vereinigten Arabischen Emirate und Kuwait – allein am 27. März 15 ballistische Raketen und elf Drohnen auf die VAE. Die Abfangraketen-Bestände der USA, Israels und der Golfstaaten sind dramatisch geschrumpft. Milliarden wurden für Interzeptoren ausgegeben, die eigentlich für andere Szenarien – etwa eine Konfrontation mit China – vorgesehen waren.

Trump selbst formulierte das Dilemma unfreiwillig präzise: „Das Problem mit der Meerenge ist Folgendes: Sagen wir, wir machen einen großartigen Job. Wir sagen, wir haben 99 Prozent erwischt. Ein Prozent ist inakzeptabel, weil ein Prozent eine Rakete ist, die in den Rumpf eines Schiffes einschlägt, das eine Milliarde Dollar gekostet hat.“

Ein Prozent. Das ist die mathematische Essenz des asymmetrischen Krieges.

Was Peking lernt

Und hier wird es für die Zukunft wirklich beunruhigend. Denn der aufmerksamste Beobachter dieses völkerrechtswidrigen Angriffskrieges sitzt nicht in Teheran, nicht in Jerusalem und nicht in Washington. Er sitzt in Peking.

Chinesische Satelliten fotografieren die kürzlich verlegten US-Luftverteidigungssysteme im Nahen Osten und machen die Bilder öffentlich – kostenlose Zieldaten für Iran. Chinesische Ingenieure produzieren virale Tutorials zur Neutralisierung westlicher Waffensysteme. Und Chinas Militärstrategen studieren, wie ein technologisch unterlegener Gegner mit Tunneln, mobilen Abschussrampen, passiven Sensoren und billigen Drohnen einer Supermacht zusetzen kann.

Nachteile werden ausgeglichen

Der pensionierte US-Oberstleutnant Amos Fox formuliert es nüchtern: „Unsere Gegner verstehen, wie die USA kämpfen wollen – Luftmacht und Langstreckenangriffe – und haben deshalb in Wege investiert, diesen Nachteil auszugleichen.“

Die Lehre dieses Krieges für künftige Konflikte ist brutal einfach: Die Ära der „exquisiten Plattform“ – des einzelnen, unglaublich teuren, angeblich unverwundbaren Waffensystems – geht zu Ende. Was kommt, ist die Ära des Schwarms: billiger, verteilter, entbehrlicher Systeme. Drohnen statt Düsenjäger. Passive Sensoren statt aktiver Radare. Crowdsourcing statt Geheimhaltung.

Ein einzelner motivierter Ingenieur mit einem Laptop kann heute Erkenntnisse produzieren, die mit staatlichen Geheimdienstbriefings konkurrieren. Das ist keine Dystopie. Das ist die Gegenwart.

Der Pilot in den Bergen

Während diese Analyse geschrieben wird, ist das Schicksal des vermissten Piloten unbekannt. Die Suche konzentriert sich auf ein bergiges, schwer zugängliches Gebiet. Rettungshubschrauber – die verwundbarsten aller Fluggeräte in diesem Krieg – müssen tief in iranisches Territorium eindringen, um ihn zu finden. Cantwell nennt das, was die Rettungsteams tun, „eine mutige und ehrenvolle Tat“.

Aber es ist auch eine Tat, die es nicht hätte geben müssen. Nicht in einem Krieg, der auf der Prämisse begonnen wurde, dass der Gegner „nichts dagegen tun kann“. Nicht in einem Krieg, dessen Ziele sich ständig verschieben. Nicht in einem Krieg, den die amerikanische Öffentlichkeit mehrheitlich ablehnt.

Die Suche nach dem Piloten in den iranischen Bergen ist mehr als eine Rettungsmission. Sie ist die Metapher für einen Krieg, der seine eigenen Versprechen nicht einlösen kann. Und für eine Weltordnung, in der technologische Überlegenheit allein keinen Sieg mehr garantiert.

Die Frage ist nicht mehr, ob die USA Luftüberlegenheit über dem Iran haben. Die Frage ist, was diese Überlegenheit noch wert ist, wenn ein Gegner mit Schulterraketen, Tunneln und viralen Videos die Regeln des Spiels verändert hat.

Die in diesem Text verwendeten Informationen basieren auf Berichten von Reuters, CNN, Associated Press, RFE/RL, The Guardian, The Cradle, Politico sowie Analysen des Mitchell Institute for Aerospace Studies, der Foundation for Defense of Democracies, des Center for Strategic and International Studies und der Sciences Po Paris.