Das US-Militär hat nach Angaben von US-Präsident Donald Trump das zweite Crew-Mitglied eines abgeschossenen Militärjets gerettet. „Wir haben ihn“, erklärte Trump in einem Beitrag auf Truth Social. Der Mann habe sich „hinter den feindlichen Linien in den tückischen Bergen des Iran“ befunden und sei nun „in Sicherheit“, wenn auch verletzt.
Das US-Militär habe „Dutzende von Flugzeugen“ für die Rettungsmission eingesetzt, schrieb Trump weiter. Man habe die zuvor erfolgreich durchgeführte Rettung eines weiteren Piloten nicht bestätigt, um den Einsatz nicht zu gefährden, fügte er hinzu. Bei den Rettungsaktionen sei kein US-Soldat getötet oder verwundet worden.
Absturz von US-Flugzeug
Die Suchaktionen hatten laut AP nach dem Absturz eines F15-Kampfjets über dem Iran begonnen. Der Iran setzte eine Belohnung für jeden aus, der den „feindlichen Piloten“ ausliefern würde. Es war dem Bericht zufolge das erste US-Flugzeug, das seit Kriegsbeginn Ende Februar auf iranischem Territorium abgestürzt war.
Trump schrieb in seinem Truth Social-Beitrag, die erfolgreiche Rettungsmission sei ein Beweis für die „überwältigende Luftüberlegenheit und -dominanz“ der USA über den Iran.
In einem anderen Beitrag nannte der US-Präsident weitere Informationen. Das Crew-Mitglied des Kampfjets habe sich im „Inneren der iranischen Berge“ befunden. „Das iranische Militär suchte intensiv und mit großem Aufgebot und kam immer näher“, sagte er. Eine solche Rettungsaktion werde nur selten gewagt. Trump kündigte in diesem Zusammenhang eine Pressekonferenz für Montag, 13 Uhr (Ortszeit) an.
Der Kampfjet wurde durch den Iran abgeschossen, erklärten Beamte beider Länder laut Reuters. Zwei US-Beamte gaben zudem an, dass zwei Black Hawk-Hubschrauber, die bei der Suchaktion nach den vermissten Besatzungsmitgliedern eingesetzt wurden, von iranischem Feuer getroffen wurden, den Luftraum des Landes jedoch verlassen konnten.
Das oberste operative Hauptquartier der iranischen Streitkräfte Khatam al-Anbiya erklärte Reuters zufolge, dass am Freitag ein neues Luftverteidigungssystem eingesetzt worden sei, das einen US-Kampfjet, drei Drohnen und zwei Marschflugkörper ins Visier genommen habe.
Der Iran gab an, mehrere US-Flugzeuge zerstört zu haben. „Weitere Untersuchungen von Experten vor Ort ergaben, dass zwei C-130 Militärtransportflugzeuge und zwei Black Hawk Hubschrauber der US-Armee von unseren Streitkräften zerstört wurden“, sagte ein iranischer Militärsprecher laut Reuters. Die Angaben konnten zunächst nicht unabhängig verifiziert werden.
Trump bekräftigt Ultimatum
Am Samstag hatte Trump erneute Drohungen gegen den Iran geäußert, solle keine zeitnahe Einigung erreicht werden. In einem weiteren Beitrag auf Truth Social erklärte Trump, die Frist eines zuvor gestellten Ultimatums laufe ab. Dem Iran blieben demnach noch 48 Stunden, bevor „die Hölle über sie hereinbricht“, so Trump. Er bezog sich dabei auf eine bereits zuvor formulierte Forderung, in der er dem Iran zehn Tage Zeit gegeben hatte, entweder ein Abkommen mit den USA zu schließen oder die Straße von Hormus zu öffnen.
Irans Außenminister Abbas Araghtschi zeigte sich auf der Plattform X grundsätzlich offen für Friedensgespräche unter pakistanischer Vermittlung, machte aber keine Zugeständnisse an Trumps Forderungen. Man habe „nie abgelehnt, nach Islamabad zu gehen“, entscheidend seien die Bedingungen für ein „abschließendes und dauerhaftes Ende des illegalen Krieges“, so Araghtschi.


