Debatte um den neuen Wehrdienst

Oberstleutnant der Bundeswehr: „Aktive Kampfhandlungen in Deutschland halte ich für sehr unwahrscheinlich“

Während die Politik „Kriegstüchtigkeit“ einfordert, mahnt Oberstleutnant Tobias Brösdorf zur Nüchternheit. Ein Gespräch über Pazifismus, gesellschaftliche Resilienz und Loyalität.

Tobias Brösdorf, Oberstleutnant der Bundeswehr und Bundesvorsitzender des Verbands der Soldaten der Bundeswehr e.V.
Tobias Brösdorf, Oberstleutnant der Bundeswehr und Bundesvorsitzender des Verbands der Soldaten der Bundeswehr e.V.Thomas Meyer/OSTKREUZ

In Deutschland wird wieder über Krieg gesprochen. Laut, schrill, angsterfüllt. Begriffe wie „Kriegstüchtigkeit“ wandern aus politischen Reden in Wohnzimmer, Talkshows und Klassenzimmer. Die Präsenz des Themas erzielt die gewünschte Wirkung: Immer mehr Menschen fragen sich, ob ein Land, das jahrzehntelang in der Gewissheit des Friedens gelebt hat, plötzlich wieder lernen muss, sich zu verteidigen. Die zentrale Frage gerät dabei jedoch zunehmend aus dem Blick: Was bedeutet das überhaupt?

Berliner Zeitung

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