Nahost

Iran-Konflikt eskaliert: Drohne trifft Stützpunkt auf Zypern – Hisbollah greift Israel an

Das geistliche Oberhaupt des Iran, Ali Chamenei, ist tot. Die USA melden die ersten getöteten US-Streitkräfte. Der Konflikt im Nahen Osten weitet sich aus. Das geschah bis Montagmorgen.

Die USA setzten am Sonntag ihre Angriffe auf den Iran fort.
Die USA setzten am Sonntag ihre Angriffe auf den Iran fort.Atta Kenare/AFP
ESKALATION IN NAHOST - DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE
  • Irans geistlicher Führer, Ali Chamenei, ist tot. Das bestätigten am frühen Sonntagmorgen mehrere offizielle iranische Stellen.
  • Am Sonntag setzten Israel und die USA ihre Angriffe im Iran fort.
  • Auch der Iran flog am Sonntag erneut Vergeltungsangriffe auf US-Militärstützpunkte in der Golfregion.
  • Trump kündigte Gespräche mit der neuen iranischer Führung an.
  • Irans Sicherheitsratschef Laridschani lehnt Verhandlungen mit den USA ab.
  • Die libanesische Hisbollah beschoss in der Nacht zum Montag Israel und griff damit an der Seite Teherans in den Konflikt ein.
  • Israel hatte am Samstagmorgen mehrere Angriffe auf den Iran gestartetTrump teilte kurz darauf per Videobotschaft mit, auch die US-Armee habe „groß angelegte Kampfeinsätze im Iran“ begonnen.
  • Nach Einschätzung eines US-Beamten soll die Militäraktion „Epische Wut“ im Iran noch mehrere Tage andauern.

Montag, 2. März

Hier lesen Sie die aktuellen Entwicklungen im neuen Liveblog.

06.01 Uhr: Drohne trifft britischen Stützpunkt auf Zypern

Auf dem britischen Luftwaffenstützpunkt Akrotiri auf Zypern ist in der Nacht zum Montag mutmaßlich eine Drohne eingeschlagen. Das bestätigte das Verteidigungsministerium in London laut der Nachrichtenagentur PA. Verletzt wurde demnach niemand. Nach Angaben der zyprischen Regierung verursachte die „unbemannte Drohne“ nur geringen Schaden. Der Nationale Sicherheitsrat des Landes tagt weiter. Wer hinter dem Angriff steckt, ist unklar.

Das Portal Cyprus Mail berichtete von einem Einschlag auf dem Flugfeld. Es sei geringer Sachschaden entstanden. Politis veröffentlichte Videos, auf denen Alarmsirenen zu hören sind.

Großbritannien beteiligt sich nach eigenen Angaben im Nahen Osten an einem defensiven Militäreinsatz gegen den Iran. Verteidigungsminister John Healey sagte dem Sender Sky News, britische Flugzeuge schießen Drohnen und Raketen ab, wenn sie diese sehen. Zugleich warnte er vor „zunehmend wahllosen iranischen Vergeltungsangriffen“ und sprach von zwei iranischen Raketen in Richtung Zypern.

Zyperns Regierung hatte zuvor Berichte zurückgewiesen, wonach iranische Raketen in Richtung der Mittelmeerinsel abgefeuert worden seien. Regierungssprecher Konstantinos Letymbiotis schrieb am Sonntag auf der Plattform X, entsprechende Darstellungen träfen nicht zu.

5.58 Uhr: Israel tötet Hisbollah-Anführer

Der Vorsitzende der Hisbollah-Parlamentsfraktion, Mohammad Raad, wurde Berichten zufolge bei Angriffen der israelischen Armee auf Hisbollah-Stellungen im Libanon getötet, wie die saudische Nachrichtenagentur Al-Hadath am Montagmorgen berichtete. Die Präzisionsangriffe der israelischen Armee erfolgten als Vergeltung für mehrere Angriffe der Hisbollah auf Nordisrael in der Nacht. Dabei seien nach libanesischen Angaben mindestens 31 Menschen getötet worden. 149 weitere Bürger seien bei den „feindlichen israelischen Luftangriffen“ auf den Südlibanon und südliche Vororte der Hauptstadt Beirut verletzt worden, erklärte das Gesundheitsministerium am Montag.

Israel kündigte an, die Angriffe auf den Libanon noch verstärken zu wollen. „Die Angriffe gehen weiter, ihre Intensität wird zunehmen“, erklärte der Befehlshaber des nördlichen Kommandos der israelischen Armee, Rafi Milo, am Montag. Die pro-iranische Hisbollah-Miliz, die Israel zuvor mit Raketen und Drohnen aus dem Libanon angegriffen hatte, werde „einen hohen Preis zahlen“.

Beirut: Ein Mann begutachtet die Schäden in einem Wohnhaus nach einem israelischen Luftangriff in Dahieh, einem südlichen Vorort von Beirut.
Beirut: Ein Mann begutachtet die Schäden in einem Wohnhaus nach einem israelischen Luftangriff in Dahieh, einem südlichen Vorort von Beirut.Hussein Malla/dpa

5.55 Uhr: Hisbollah greift Israel an

Die libanesische Hisbollah feuerte in der Nacht mehrere Raketen auf Israel ab und griff damit an der Seite Teherans in den Konflikt ein. Israel reagierte mit Luftangriffen auf südliche Vororte Beiruts und weitere Ziele im Libanon.  Es ist der erste Raketenangriff der vom Iran unterstützten Schiiten-Miliz seit Beginn der Waffenruhe mit Israel im November 2024. Die Hisbollah begründete ihr Vorgehen mit der Tötung Chameneis bei einem israelischen Luftangriff am Samstag in Teheran. Israels Armee erklärte, ein Geschoss sei abgefangen worden, andere seien in offenem Gelände niedergegangen. Generalstabschef Ejal Zamir machte die Hisbollah für „jede Eskalation“ verantwortlich.

Die israelische Armee teilte mit, in Beirut ranghohe Hisbollah-Mitglieder angegriffen zu haben, ein weiteres Ziel sei im Süden des Libanons getroffen worden. Die Angriffe würden fortgesetzt und intensiviert, sagte der zuständige Kommandeur Rafi Milo. Zudem griff die proiranische Miliz Saraja Aulija al-Dam nach eigenen Angaben einen US-Stützpunkt nahe dem Flughafen von Bagdad mit einer Drohne an. Auch sie sprach von „Vergeltung“ für Chameneis Tod.

Zugleich startete die israelische Luftwaffe nach Armeeangaben eine neue Angriffswelle im Zentrum Teherans. Auch das US-Militär greift laut Präsident Donald Trump weiter im Iran an.

5.45 Uhr: Irans Sicherheitsratschef Laridschani lehnt Verhandlungen mit den USA ab

Irans einflussreicher Sicherheitsratschef Ali Laridschani hat jegliche Verhandlungen mit der US-Regierung abgelehnt. „Wir werden nicht mit den USA verhandeln“, erklärte Laridschani am Montag im Onlinedienst X. Er wies Medienberichte zurück, wonach iranische Vertreter versucht hätten, Gespräche mit Washington aufzunehmen. Laridschani warf US-Präsident Donald Trump außerdem vor, die Region „mit seinen ‚illusorischen Träumen‘ ins Chaos gestürzt“ zu haben. Nun sorge Trump sich um Verluste unter den US-Streitkräften.

Sonntag, 1. März

22 Uhr: Bundeswehr meldet iranische Angriffe auf Stützpunkte in Jordanien und Irak

Der Iran hat bei seinen Gegenangriffen auf Israel und US-Militäreinrichtungen nach Angaben der Bundeswehr auch Stützpunkte mit Bundeswehr-Soldaten im Irak und in Jordanien beschossen. Am Samstag und Sonntag habe es mehrere Angriffe auf eine multinationale Militärbasis in der Nähe von Erbil im Nordirak sowie auf ein Feldlager der Bundeswehr im Osten Jordaniens gegeben, bestätigte ein Sprecher des operativen Führungskommandos am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP. „An beiden Standorten wurden Luftverteidigungsmaßnahmen durchgeführt.“

„Die Soldaten vor Ort befinden sich in Schutzbauten in Sicherheit und sind wohlauf“, fügte der Sprecher hinzu. Für das deutsche Kontingent seien keine Schäden „am einsatzwichtigen Material“ zu verzeichnen. Die Soldaten der Bundeswehr seien „offensichtlich nicht unmittelbares Ziel“ der Angriffe gewesen.

21.27 Uhr: Deutschland droht Iran mit „militärischen Defensivmaßnahmen“

Die Staats- und Regierungschefs Frankreichs, Deutschlands und des Vereinigten Königreichs haben in einer gemeinsamen Erklärung die iranischen Raketenangriffe auf Länder in der Region scharf verurteilt und den Iran aufgefordert, seine Angriffe sofort einzustellen. 

Die Angriffe richteten sich auch gegen enge Verbündete und gefährdeten sowohl Militärpersonal als auch Zivilisten der drei europäischen Länder in der gesamten Region, hieß es weiter. Die drei Staaten kündigten an, alle notwendigen Maßnahmen zum Schutz ihrer Interessen und der ihrer Verbündeten zu ergreifen – dies könne auch „militärische Defensivmaßnahmen“ umfassen, um die iranische Fähigkeit zum Abschuss von Raketen und Drohnen „direkt an der Quelle“ zu zerstören.

21.15 Uhr: USA melden Zerstörung von Hauptquartier der iranischen Revolutionsgarden

Die US-Armee hat nach eigenen Angaben das Hauptquartier der mächtigen iranischen Revolutionsgarden bei einem Angriff getroffen. In den vergangenen 47 Jahren hätten die Revolutionsgarden mehr als 1000 US-Bürger getötet, erklärte das für die Region zuständige US-Militärkommando Centcom am Sonntag. „Amerika hat das mächtigste Militär der Welt, und die Iranischen Revolutionsgarden haben kein Hauptquartier mehr. Gestern hat ein US-Schlag den Kopf der Schlange abgeschlagen.“

21 Uhr: Kallas warnt vor Folgen für Europa bei Eskalation

Die Europäische Union hat dem Iran in einer Erklärung der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas eindringlich vor weiteren destabilisierenden Aktionen gewarnt und zusätzliche Sanktionen angekündigt. Teherans Angriffe und die Verletzung der Souveränität mehrerer Länder in der Region seien „unentschuldbar", heißt es in dem Statement. Die EU fordere maximale Zurückhaltung und warnt ausdrücklich, dass eine Eskalation nicht nur den Nahen Osten, sondern auch Europa mit unvorhersehbaren Folgen treffen könnte – auch wirtschaftlich, etwa durch eine mögliche Blockade der Straße von Hormus.

20.36 Uhr: Wieder Raketenalarm in Israel

Nach einem ruhigeren Nachmittag in Israel heulten in den vergangenen Minuten in weiten Teilen des Landes Luftschutzsirenen, darunter im Großraum Tel Aviv, im Raum Jerusalem, im Süden und Norden Israels sowie in Teilen des Westjordanland. Die Israelische Armee erklärte, man sie habe Raketenstarts aus dem Iran registriert.

20.30 Uhr: Schah-Sohn Pahlavi ruft Iraner zu nächtlichen Protesten auf

Der Sohn des letzten iranischen Schahs hat die Menschen im Iran zu nächtlichen Protesten für ein schnelles Ende der Islamischen Republik aufgerufen. Unter Wahrung ihrer Sicherheit sollten sie „durch nächtliche Sprechchöre ihre Unterstützung für die Zerschlagung der Islamischen Republik demonstrieren“, erklärte der 65-jährige Reza Pahlavi am Sonntag im Onlinedienst X. Der im US-Exil lebende Oppositionelle hält sich bereit, einen Übergang in seiner Heimat anzuführen.

20.18 Uhr: Drei Schiffe in Straße von Hormus offenbar von unbekannten Geschossen getroffen

In der Straße von Hormus sind offenbar drei Schiffe angegriffen worden. Eines der Schiffe sei vor der Küste des Oman „oberhalb der Wasserlinie von einem unbekannten Geschoss getroffen worden“, erklärte die britische Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO). Im Maschinenraum sei ein Feuer ausgebrochen, das aber unter Kontrolle gebracht worden sei.

Darüber hinaus sei ein weiteres Schiff von einem „unbekannten Geschoss“ getroffen worden, teilte die UKMTO mit. Auch hier sei ein Feuer ausgebrochen, das gelöscht werden konnte. Das Schiff beabsichtige, „seine Reise fortzusetzen“. Laut dem privaten Seesicherheitsunternehmen Vanguard Tech handelte es sich um einen Tanker etwa 17 Seemeilen nordwestlich von Mina Sakr in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Die UKMTO meldete später, dass ein weiteres Geschoss 35 Seemeilen westlich der emiratischen Stadt Scharjah „in unmittelbarer Nähe eines Schiffes explodiert“ sei. Alle Besatzungsmitglieder seien „unversehrt und wohlauf“.

19.53 Uhr: Erneut schwere Explosionen in Teheran

Die iranische Hauptstadt Teheran ist am Abend von schweren Explosionen erschüttert worden. Im Norden der Stadt zitterten die Wände, als kurz hintereinander zwei laute Detonationen zu hören waren, berichtete ein dpa-Reporter vor Ort. Auf Bildern waren unter anderem ein großer Feuerball und eine dunkle Rauchwolke über der Stadt zu sehen.

Die Nachrichtenagentur Isna meldete, Einrichtungen des staatlichen Rundfunks seien zum Ziel eines israelisch-amerikanischen Angriffs geworden. Weiteren Berichten zufolge wurde auch der Sitz der iranischen Atombehörde angegriffen. 

Derweil ertönten auch in Israel am Abend erneut die Sirenen, die vor einem bevorstehenden Angriff warnen.

Eine Explosion in Teheran ist zu sehen.
Eine Explosion in Teheran ist zu sehen.AP

19.50 Uhr: Weißes Haus bremst nach Trump-Aussage über Gespräche

Nach einer Aussage von US-Präsident Donald Trump gegenüber dem Magazin The Atlantic erklärt, er werde mit der iranischen Führung sprechen, rudert das Weiße Haus zurück. Ein hochrangiger Beamter des schränkte die Aussage laut der Times of Israel ein: Trump habe lediglich gesagt, dass eine mögliche neue iranische Führung Gesprächsbereitschaft signalisiert habe. „Vorerst läuft die Operation Epic Fury ungehindert weiter“, so der Beamte.

Trumps Äußerungen fielen einen Tag nach dem US-israelischen Angriff, bei dem Irans Oberster Führer Ali Khamenei getötet wurde. Ein Nachfolger wurde bislang nicht ernannt. Einen Zeitrahmen für mögliche Gespräche nannte Trump nicht.

18.52 Uhr: Reza Pahlavi hat „wasserdichten Plan für Iran“

Der im Exil lebende iranische Oppositionelle Reza Pahlavi, Sohn des letzten Schahs von Iran, der 1979 durch die Islamische Revolution gestürzt wurde, hat sich zuversichtlich gezeigt, einen Machtwechsel in dem Land anführen zu können. „Es ist jetzt an der Zeit für einen sehr starken, stabilen Übergang. Ich führe diesen Übergang an“, sagte Pahlavi am Sonntag im US-Sender Fox News.

Er verfüge über einen „absolut wasserdichten Plan" und habe bereits mit dem US-Senator Lindsey Graham gesprochen. Pahlavi verwies auf eine breit aufgestellte Koalition aus verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen, darunter religiöse Minderheiten und ethnische Gemeinschaften, die in dem „nationalen Projekt“ vereint seien. Der Übergang solle „höchstens ein paar Jahre" dauern, wobei die ersten 100 Tage entscheidend für die Stabilisierung des Iran seien.

Reza Pahlavi, Schah-Sohn, Mitte Februar
Reza Pahlavi, Schah-Sohn, Mitte FebruarWolfgang Maria Weber/imago

18.25 Uhr: Trump: Neun iranische Schiffe versenkt

US-Präsident Donald Trump hat auf der Plattform Truth Social mitgeteilt, die US-Streitkräfte hätten neun iranische Marineschiffe versenkt, darunter „einige relativ große und wichtige“. Man werde die übrigen ebenfalls angreifen. In einem weiteren Angriff sei zudem das iranische Marinehauptquartier weitgehend zerstört worden. Eine unabhängige Bestätigung der Angaben lag zunächst nicht vor.

Dieses Satellitenbild soll zerstörte und teilweise sinkende Schiffe sowie beschädigte Gebäude auf dem Marinestützpunkt in Konarak im Süden Irans nach Luftangriffen auf iranische Militäranlagen zeigen.
Dieses Satellitenbild soll zerstörte und teilweise sinkende Schiffe sowie beschädigte Gebäude auf dem Marinestützpunkt in Konarak im Süden Irans nach Luftangriffen auf iranische Militäranlagen zeigen.Vantor/AFP

18.20 Uhr: US-Streitkräfte bestätigen Einsatz von B2-Tarnkappenbombern

Das US-Zentralkommando (CENTCOM) teilte am Sonntag auf der Plattform X mit, dass die USA in der Nacht zum Sonntag B2-Tarnkappenbomber mit 2000-Pfund-Bomben gegen gehärtete iranische Raketenstellungen eingesetzt haben. „Keine Nation sollte jemals Amerikas Entschlossenheit anzweifeln", schrieben die Streitkräfte auf X. Bereits im vergangenen Jahr waren B2-Bomber bei dem Angriff im Juni gegen unterirdische iranische Atomanlagen eingesetzt worden.

18.12 Uhr: Ölpreis schießt in die Höhe

Der Ölpreis der Sorte Brent ist nach den US-israelischen Angriffen auf den Iran im außerbörslichen Handel am Sonntag um rund zehn Prozent auf etwa 80 Dollar pro Barrel gestiegen, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Analysten halten demnach einen Anstieg auf bis zu 100 Dollar für möglich, sollte die Sperrung der Straße von Hormus andauern, durch die über 20 Prozent des weltweiten Öls transportiert werden.

17.28 Uhr: Trump kündigt Gespräche mit neuer iranischer Führung an

Einen Tag nach US-Luftangriffen auf den Iran, bei denen Ayatollah Ali Khamenei getötet wurde, hat US-Präsident Donald Trump erklärt, dass die neue iranische Führung Gespräche mit ihm aufnehmen wolle. Das sagte Trump dem Magazin The Atlantic in einem Telefonat aus seinem Club Mar-a-Lago am Vormittag (Ortszeit).

„Sie wollen reden, und ich habe zugestimmt zu reden", so Trump. Auf die Frage nach dem genauen Zeitpunkt der Gespräche wollte er sich nicht festlegen. Einige der bisherigen iranischen Verhandlungspartner seien nicht mehr am Leben, sagte Trump. „Das war ein großer Schlag.“ Den Iranern warf er vor, zu lange gezögert zu haben: „Sie hätten es früher tun sollen. Sie haben zu lange gewartet.“

17 Uhr: Trump äußert sich zum Verlauf der Militäroperation

US-Präsident Donald Trump hat gegenüber dem US-Sender CNBC am Sonntagnachmittag (deutscher Zeit) erklärt, die US-Operation im Iran verlaufe „sehr gut“ und „schneller als geplant“. Weiter sagte er: „Wir tun unsere Pflicht nicht nur für uns, sondern für die Welt. Und alles liegt vor dem Zeitplan.“

Trump äußerte sich auch zu einer möglichen Ausstiegsoption zur Beendigung des Konflikts, die seiner Aussage nach von vielen Faktoren abhänge. Der Präsident betonte: „Die Dinge entwickeln sich im Moment sehr positiv“, sagte er.

16.35 Uhr: US-Militär weist iranischen Treffer auf Flugzeugträger zurück

Die US-Streitkräfte melden, dass der Flugzeugträger USS Abraham Lincoln nicht von Iran getroffen wurde. Zuvor hatten die Islamischen Revolutionsgarden Irans erklärt, vier ballistische Raketen auf den Flugzeugträger USS Abraham Lincoln abgefeuert zu haben, der sich relativ nahe an den iranischen Küsten befand. „Die abgefeuerten Raketen kamen nicht einmal in die Nähe.“, schrieb das US-Militär auf X. Die USS Abraham Lincoln setze weiterhin Flugzeuge ein.

16.30 Uhr: USA melden Versenkung von iranischem Kriegsschiff

Ein iranisches Kriegsschiff wurde nach Angaben des US Central Command von US-Streitkräften versenkt. In einem Beitrag auf X teilte Centcom mit, dass US-Kräfte am Samstag zu Beginn der Operation „Epic Fury“ eine Korvette der Jamaran-Klasse angegriffen hätten. „Das Schiff sinkt derzeit am Pier von Chah Bahar auf den Grund des Golfes von Oman“, fügten die Streitkräfte hinzu.

16.21 Uhr: Merz „erleichtert“ über absehbares Ende des Mullah-Regimes im Iran

Bundeskanzler Friedrich Merz hat sich am Sonntag zu der Lage im Nahen Osten geäußert. Die Bundesregierung unterstütze, dass das Mullah-Regime nun „an sein Ende komme“, sagte Merz in einer Pressekonferenz. Weiter sagte er: „Wir teilen die Erleichterung vieler Iraner, dass das Regime an sein Ende stößt“.

Merz räumte jedoch auch ein: „Wir wissen nicht, ob der Plan aufgeht, durch militärische Schläge von außen, Veränderung nach innen zu bewirken.“ Jetzt sei jedoch nicht der Moment, um Partner und Verbündete zu belehren. „Mit den Vereinigten Staaten und Israel teilen wir das Interesse daran, dass der Terror dieses Regimes aufhört.“ Zudem rief der Bundeskanzler Teheran auf, „die wahllosen Angriffe sofort zu beenden“.

Bundeskanzler Friedrich Merz äußerte sich am Sonntagnachmittag zur Lage in Nahost.
Bundeskanzler Friedrich Merz äußerte sich am Sonntagnachmittag zur Lage in Nahost.Tobias Schwarz/AFP

16.20 Uhr: Bislang tödlichster Gegenangriff in Israel verzeichnet

Ein Angriff auf Beit Shemesh in Israel gilt laut der Nachrichtenagentur Reuters als der bislang tödlichste iranische Schlag der Vergeltungsaktionen nach den Luftangriffen auf den Iran. Bei dem Raketenbeschuss traf eine iranische ballistische Rakete offenbar ein Wohngebiet und einen Luftschutzbunker, was nach Angaben der israelischen Rettungsdienste mindestens acht bis neun Menschen das Leben kostete und mehr als 20 weitere verletzte. Rettungskräfte sind weiter im Einsatz und suchen nach möglichen weiteren Opfern in den Trümmern.

15.55 Uhr: Drei US-Soldaten bei Operation „Epic Fury“ gestorben

Drei US-Soldaten sind bei dem Militäreinsatz gegen den Iran mit dem Namen „Epic Fury“ getötet worden. Das gab das Pentagon am Sonntagnachmittag bekannt. Fünf weitere seien schwer verletzt worden. „Mehrere andere erlitten leichte Splitterverletzungen und Gehirnerschütterungen und befinden sich derzeit auf dem Weg zurück in den Dienst. Größere Kampfhandlungen dauern an, und unsere Reaktionsmaßnahmen laufen weiter.“, schrieb das US Central Command auf X. Weitere Informationen würden aus Respekt vor den Angehörigen erst 24 Stunden später bekannt gegeben.

15.45 Uhr: Iranische Raketen in Richtung Zypern abgefangen

Bei den iranischen Gegenangriffen im Nahen Osten infolge des US-israelischen Militärschlags sind nach Angaben aus Großbritannien und Syrien ballistische Raketen in Richtung Zypern und Damaskus abgefeuert worden. Die Geschosse seien abgefangen worden, sagte der britische Verteidigungsminister John Healy am Sonntag im Sender BBC. Zudem sei nahe der syrischen Hauptstadt Damaskus eine iranische Rakete durch israelische Abwehrsysteme abgefangen worden, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Sonntag aus Kreisen des syrischen Innenministeriums.

15.17 Uhr: Iranische Revolutionsgarden: US-Flugzeugträger mit vier Raketen getroffen

Nach Angaben der Iranischen Revolutionsgarden ist am Sonntagnachmittag ein amerikanischer Flugzeugträger von Raketen getroffen worden. „Der US-Flugzeugträger Abraham Lincoln wurde von vier ballistischen Raketen getroffen“, heißt es in einer von lokalen Medien verbreiteten Erklärung der Revolutionsgarden. Darin warnen sie, dass „Land und Meer zunehmend zum Friedhof der terroristischen Aggressoren werden“. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Von den USA gibt es noch keine Stellungnahme.

Die USS Abraham Lincoln (CVN-72) ist ein nuklearbetriebener Flugzeugträger der Nimitz-Klasse der US Navy. Als schwimmende Militärbasis ermöglicht er den USA, weltweit Luftoperationen durchzuführen und militärische Präsenz auf See zu zeigen.

14.56 Uhr: Irans Ex-Präsident Ahmadinedschad getötet

Der ehemalige iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad ist offenbar bei einem Luftangriff in Teheran getötet worden. Das berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Ilna.

14.52 Uhr: Irans Präsident: Neuer Führungsrat nimmt Arbeit auf

Nach dem Tod Chameneis hat im Iran ein neuer Führungsrat seine Arbeit aufgenommen, erklärte der iranische Präsident Masoud Pezeshkian. Er ist einer von drei Mitgliedern in dem Gremium. Die anderen beiden sind der Oberste Richter Gholam Hossein Mohseni Ejehei und Ayatollah Ali Reza Arafi.

14.13 Uhr: Iran richtet Erklärung an Nachbarländer

Der Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrats des Iran, Ali Larijani, hat auf X erklärt, der Iran beabsichtige nicht, Länder in der Region anzugreifen. „Sollten jedoch die in Ihren Ländern befindlichen Stützpunkte gegen uns eingesetzt werden und die USA Operationen in der Region durchführen, die sich auf diese Streitkräfte stützen, werden wir diese Stützpunkte angreifen“, hieß es.

Unter anderem meldete Kuwait einen Toten und mindestens 32 Verletzte durch iranische Angriffe. Die Vereinigten Arabischen Emirate sprachen von drei Toten und 58 Verletzten.

13.48: Vier Tote in Israel nach iranischem Angriff

In der israelischen Stadt Beit Schemesch wurden vier Menschen durch eine iranische Rakete getötet, wie Rettungsdienste laut der Times of Israel mitteilten. Etwa 20 weitere Menschen wurden demnach verletzt. Das Militär kündigte an, dass es Such- und Rettungskräfte entsandt habe. Die iranischen Revolutionsgarden hatten dem Bericht zufolge zuvor angekündigt, eine neue Angriffswelle gestartet zu haben, ohne konkrete Ziele zu nennen.

12.32 Uhr: Chinas Außenminister warnt vor Rückkehr zu „Gesetz des Dschungels“

Chinas Außenminister Wang Yi hat die Tötung Chameneis scharf kritisiert. „Die eklatante Ermordung des Staatsoberhaupts eines souveränen Staates und die Anstiftung zu einem Regimewechsel sind inakzeptabel“, sagte er laut AP. Die internationale Gemeinschaft müsse sich gegen eine Rückkehr zum „Gesetz des Dschungels“, das Recht des Stärkeren, einsetzen.

Die Äußerungen erfolgten während eines Gesprächs mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow, wie die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua mitteilte.

12.06 Uhr: Nordkorea nennt Angriffe auf den Iran „illegale Aggression“

Die israelischen und US-amerikanischen Angriffe auf den Iran sind aus nordkoreanischer Sicht eine „illegale Aggression“, wie ein Sprecher des Außenministeriums laut der staatlichen nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA mitteilte. Im Rahmen der „hegemonialen und gangsterartigen“ Verhaltensweisen der USA sei der Angriff „im Rahmen der Erwartungen“ gewesen, hieß es weiter.

11.55 Uhr: Mitglieder für provisorischen Führungsrat im Iran stehen fest

Der iranische Geistliche Alireza Arafi wird Teil des iranischen Führungsrats, eines Gremiums, das nach dem Tod Chameneis vorübergehend die Aufgaben des Obersten Führers wahrnehmen soll. Arafi, Kleriker im einflussreichen Wächterrat, wird laut Reuters im vorübergehenden Führungsgremium gemeinsam mit Präsident Masoud Pezeshkian und dem Obersten Richter Gholamhossein Mohseni Ejei tätig sein.

11.37 Uhr: Putin äußert sich zu Tod von Chamenei

Nach dem Tod Chameneis hat der russische Präsident Wladimir Putin dem iranischen Präsidenten Masoud Pezeshkian eine Beileidserklärung übermittelt. „Bitte nehmen Sie mein tiefstes Beileid im Zusammenhang mit der Ermordung des Obersten Führers der Islamischen Republik Iran, Seyyed Ali Khamenei, und seiner Familie entgegen, die in zynischer Verletzung aller Normen der menschlichen Moral und des Völkerrechts begangen wurde“, heißt es darin, wie die russische Nachrichtenagentur Interfax berichtet.

Putin erklärte weiter, Chamenei werde in Russland als „herausragender Staatsmann“ in Erinnerung bleiben, der einen „enormen persönlichen Beitrag zur Entwicklung der freundschaftlichen russisch-iranischen Beziehungen geleistet“ habe.

11.19 Uhr: Israel will 40 iranische Kommandeure getötet haben

Bei den ursprünglichen Angriffen auf den Iran wurden nach israelischen Angaben 40 hochrangige iranische Militärangehörige getötet, wie das israelische Militär am Sonntag erklärte. Darunter sei auch der iranische Generalstabsschef Abdol Rahim Mussawi. Weder der Iran noch die USA äußerten sich umgehend zu den Angaben.

11.20 Uhr: Britischer Verteidigungsminister: Iran feuerte Raketen in Richtung Zypern ab

Der Iran hat nach Angaben des britischen Verteidugungsministers John Healey zwei Raketen in Richtung Zypern abgefeuert, wo sich britische Militärstützpunkte befinden. „Wir sind ziemlich sicher, dass sie nicht auf unsere Stützpunkte abzielten“, sagte er laut einem Bericht des Independent. Dies zeige jedoch die Wahllosigkeit iranischer Vergeltungsschläge, so Healey.

Er gab weiterhin an, dass sich britische Militärangehörige in der Nähe von Angriffszielen in Bahrain befinden. „Einige von ihnen befanden sich nur wenige hundert Meter von den Raketeneinschlägen entfernt“, sagte er demnach.

10.45 Uhr: Proteste nach Chameneis Tod: Mindestens 9 Tote in Pakistan

Mindestens neun Personen wurden getötet, als Demonstranten versuchten, das US-Konsulat in der pakistanischen Stadt Karatschi zu stürmen. Auslöser der Proteste war demnach die Nachricht über die Tötung Chameneis durch israelische und US-amerikanische Angriffe.

In der nördlichen Stadt Skardu in der Region Gilgit-Baltistan setzten Demonstranten ein Bürogebäude der Vereinten Nationen in Brand. „Eine große Anzahl von Demonstranten hat sich vor dem UN-Büro in GB versammelt und das Gebäude niedergebrannt“, sagte der Sprecher der lokalen Regierung, Shabbir Mir, gegenüber Reuters. Es seien keine Opfer gemeldet worden. Auch im Irak kam es zu Protesten.

10.35 Uhr: Netanjahu spricht von „Tausenden“ Angriffen in den nächsten Tagen

Das israelische Militär werde in den kommenden Tagen „Tausende von Zielen“ im Iran treffen, erklärte Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu auf X. Er rief die Bevölkerung des Iran auf, für einen Regimewechsel zu protestieren. „Bald wird euer Moment kommen.
Der Moment, in dem ihr auf die Straßen gehen müsst“, sagte er demnach.

10.19 Uhr: Irans Präsident: Tötung Chameneis ist „Kriegserklärung an Muslime“

Die Tötung Chameneis durch US-amerikanische und israelische Angriffe sei eine „Kriegserklärung an die Muslime“, erklärte der iranische Präsident Masoud Pezeshkian in einer Stellungnahme. Sein Land betrachte es als „legitime Pflicht“, Rache zu üben.

10.02 Uhr: Gewaltige Explosion erschüttert Teheran

Eine gewaltige Explosion erschütterte laut AP am Sonntag die iranische Hauptstadt. Eine riesige Rauchsäule stieg über Teheran auf. Das Ziel des Angriffs war nicht sofort ersichtlich, jedoch ereignete sich die Explosion offenbar in einer Gegend, in dem sich unter anderem der Sitz des iranischen Staatsfernsehens und das Polizeihauptquartier des Landes befinden.

Das israelische Militär hatte zuvor auf X erklärt, das „Herz“ Teherans angriffen zu haben.

9.56 Uhr: Oman meldet Angriff auf Öltanker in Straße von Hormus

Bei einem Angriff auf einen Öltanker in der Straße von Hormus, einer strategisch wichtigen Handelsroute, wurden nach Angaben aus dem Oman vier Seeleute verletzt. Das Schiff, deren Crew als indisch und iranisch beschrieben wurde, sei unter palauischer Flagge gefahren, hieß es. Es war zunächst unklar, wer das Schiff angegriffen hatte. Jedoch hat der Iran Berichten zufolge Schiffen, die die Straße von Hormus befahren, seit dem Angriff der USA und Israels per Funk gedroht.

Der Oman, der in den jüngsten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran als Vermittler fungierte, meldete laut AP zudem einen Drohnenangriff auf seinen Hafen in Duqm.

9.23 Uhr: Tausende Menschen in Kaschmir protestieren gegen die Tötung Khameneis

Zehntausende Menschen im indisch kontrollierten Teil Kaschmirs haben am Sonntag an Massendemonstrationen teilgenommen, um gegen die Tötung Chameneis zu protestieren. Dabei riefen sie laut AP „Tod Amerika“ und „Tod Israel“. Chamenei erfreute sich unter schiitischen Muslimen in Kaschmir großer Beliebtheit. Der prominente kaschmirische Religionsführer Mirwaiz Umar Farooq rief dem Bericht zufolge für Montag zu einem Proteststreik auf.

8.56 Uhr: Tod von Chamenei: Irak ruft dreitägige Staatstrauer aus

Nach dem Tod des geistlichen iranischen Oberhaupts Ali Chamenei hat der Irak eine dreitägige Staatstrauer ausgerufen. „Mit tiefem Bedauern sprechen wir dem edlen Volk des Iran und der gesamten muslimischen Welt unser Beileid aus“, nachdem Chamenei in einem „offensichtlichen Akt der Aggression“ getötet wurde, erklärte Regierungssprecher Bassem al-Awadi auf X.

8.44 Uhr: Explosionen in Dubai: Zwei Menschen durch Drohnentrümmer verletzt

Zwei Menschen in Dubai wurden durch Drohnentrümmer verletzt. Die Drohnen wurden von der Luftwaffe abgefangen und stürzten anschließend auf Wohnhäuser, wie der Regierungsaccount Dubai Media Office mitteilte. Die Verletzten wurden medizinisch versorgt. Die „im gesamten Emirat zu hörenden Geräusche“ seien auf erfolgreiche Abfangmanöver zurückzuführen, hieß es weiter.

In Dubai und auch der katarischen Hauptstadt Doha waren laut Reuters den zweiten Tag in Folge Explosionen zu hören. Bisher wurden der internationale Flughafen von Dubai, das Burj Al Arab Hotel und die künstliche Insel Palm Jumeirah beschädigt. Am Sonntagvormittag gerieten im Hafengebiet Dschabal Ali zudem Liegeplätze in Brand, nachdem Trümmerteile einer abgefangenen Rakete abstürzten.

8.38 Uhr: Auf Bitte von Russland: Atomenergiebehörde ruft außerordentliche Sitzung zum Iran ein

Die UN-Atomenergiebehörde IAEA hat eine außerordentliche Sitzung zum Iran einberufen. Die Sitzung folgt auf einen Antrag Russlands, das eine „Sondersitzung des Gouverneursrats der IAEA zu Fragen im Zusammenhang mit den Militärschlägen der Vereinigten Staaten und Israels gegen das Territorium der Islamischen Republik Iran“ forderte, wie die IAEA am späten Samstagabend mitteilte. Die Sitzung soll am Montagmorgen in Wien stattfinden.

8.24 Uhr: Demonstranten stürmen US-Konsulat in Pakistan

Nach dem Tod des geistlichen iranischen Oberhaupts Ali Chamenei haben rund 500 schiitische Muslime das US-Konsulat in der pakistanischen Hafenstadt Karatschi gestürmt, wie AP unter Berufung auf Polizeiangaben berichtet. Dabei zerschlugen sie Fenster.

Ein Polizeibeamter erklärte, die Polizei und paramilitärische Kräfte hätten Tränengas und Schlagstöcke gegen die Demonstranten eingesetzt. Dabei wurde den Angaben zufolge mindestens ein Demonstrant getötet, weitere wurden verletzt.

8.16 Uhr: Flughäfen in Dubai und Katar bleiben geschlossen – Tausende Reisende gestrandet

Mehrere Flughäfen im Nahen Osten blieben auch am Sonntag geschlossen. Der Dubai International Airport (DXB) und Dubai World Central Al Maktoum International Airport (DWC) setzten jegliche Flüge bis auf Weiteres aus. „Passagiere sollten nicht zum Flughafen kommen und sich für aktuelle Fluginformationen direkt an ihre Fluggesellschaft wenden“, hieß es in einer Erklärung.

Der Flughafen von Katar bleibt laut Qatar Airways bis mindestens Montagmorgen geschlossen. Auch der israelische Luftraum bleibt geschlossen. Das israelische Militär erklärte am Sonntagmorgen, weitere Raketen identifiziert zu haben, die aus dem Iran auf Israel gerichtet seien.

8.02 Uhr: Iran bestätigt Tod von Verteidigungsminister und Generalstabschef

Der Iran hat den Tod des Generalstabschefs Abdol Rahim Mussawi und des Verteidigungsministers Aziz Nasirzadeh bestätigt. Sie wurden bei einem Luftangriff auf eine Sitzung des iranischen Verteidigungsrates getötet, berichtete das iranische Staatsfernsehen.

Bei dem Treffen starben laut AP auch der Anführer der iranischen Revolutionsgarden, Mohammed Pakpur, und der Vorsitzende des nationalen Verteidigungsrats, Ali Schamchani. Der Iran hatte ihre Tode bereits zuvor bestätigt.

7.55 Uhr: Neue Explosionen in Teheran

In der iranischen Hauptstadt Teheran waren am Sonntag mehrere laute Explosionen zu hören, berichteten iranische Staatsmedien. Augenzeugen berichteten AP zufolge von Explosionen im Westen der Stadt. Das israelische Militär hatte zuvor erklärt, am Sonntagmorgen iranische Raketen- und Luftverteidigungssysteme angegriffen zu haben.

7.45 Uhr: Videos zeigen mutmaßliche iranische Drohne in der Nähe des Burj Khalifa

In sozialen Medien verbreiteten sich Videos, die eine mutmaßlich iranische Drohne in der Nähe des höchsten Gebäudes der Welt, des Burj Khalifa in Dubai, zeigen sollen. Die Aufnahmen konnten zunächst nicht unabhängig bestätigt werden.

Parallel dazu verursachten Trümmer einer abgefangenen Drohne einen kleineren Brand an der Außenfassade des Luxushotels Burj Al Arab, wie der Account Dubai Media Office der Regierung auf X mitteilte. Verletzte wurden nicht gemeldet.

7.14 Uhr: Iran will noch am Sonntag provisorischen Führungsrat einsetzen

Der Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrates, Ali Larijani, hat laut dem iranischen Staatsfernsehen nach dem Tod des geistlichen Oberhaupts Ali Chamenei die Einsetzung eines vorübergehenden Führungsrates für Sonntag angekündigt.

Zugleich warnte er separatistische Gruppen vor einem harten Vorgehen, sollten sie aktiv werden. Den Vereinigten Staaten und Israel warf er vor, auf eine Ausplünderung und Zerschlagung des Iran hinzuarbeiten, berichtete das Staatsfernsehen weiter.

6.25 Uhr: Trump droht dem Iran erneut

US-Präsident Donald Trump hat dem Iran mit weiteren Angriffen gedroht. „Der Iran hat gerade erklärt, dass er heute sehr hart zuschlagen wird, härter als jemals zuvor“, erklärte Trump in einem Beitrag auf Truth Social. „Das sollten sie aber besser nicht tun, denn wenn sie es tun, werden wir sie mit einer Kraft schlagen, die noch nie gesehen wurde.“

Der iranische Parlamentspräsident Mohammad Baqer Qalibaf erklärte laut Reuters im iranischen Staatsfernsehen, Trump und Israel hätten eine rote Linie überschritten und „werden dafür bezahlen“. Der Iran werde Chameneis Weg fortsetzen, sagte er weiter.

Augenzeugen berichteten laut Reuters, dass den zweiten Tag in Folge mehrere laute Explosionen in der Region Dubai und über der katarischen Hauptstadt Doha zu hören waren. Der Iran hatte zuvor als Reaktion auf israelische und US-amerikanische Angriffe Vergeltungsschläge gegen die benachbarten Golfstaaten durchgeführt.

5.31 Uhr: Nach Chameneis Tod: Peseschkian und zwei ranghohe Beamte sollen Übergangsphase im Iran leiten

Ein Trio um den iranischen Präsidenten Massud Peseschkian soll in der Übergangsphase nach dem Tod des geistlichen Oberhaupts Ali Chamenei die Führung im Land übernehmen. Neben Peseschkian seien Justizchef Gholamhossein Mohseni Edschei und ein Jurist des Wächterrats mit der Aufgabe betraut worden, berichtete am Sonntag das Staatsfernsehen unter Berufung auf einen Berater Chameneis, Mohammad Mochber. Chamenei war am Samstag getötet worden.

4.45 Uhr: Iran bestätigt Tötung des Chefs der Revolutionsgarden

Der Iran hat den Tod des Anführers der iranischen Revolutionsgarden, Mohammed Pakpur, bestätigt. Er sei ebenso wie der Vorsitzende des nationalen Verteidigungsrats, Ali Schamchani, bei den US-israelischen Luftangriffen auf Teheran umgekommen, teilte die iranische Justiz am Sonntag auf ihrer Website „Misan Online“ mit. Bei den Angriffen auf Teheran war am Samstag auch das geistliche Oberhaupt des Iran, Ayatollah Ali Chamenei, getötet worden.

3.20 Uhr: Iran bestätigt Tod Chameneis

Das iranische Staatsfernsehen hat den Tod von Irans geistlichem Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei bestätigt. Ein Moderator verkündete die Nachricht am Sonntag um 05.00 Uhr Ortszeit (02.30 Uhr MEZ) mit brüchiger Stimme. Das Staatsfernsehen machte keine Angaben zu den Umständen von Chameneis Tod und erwähnte auch die Luftangriffe der USA und Israels auf dessen Residenz am Samstag in Teheran nicht.

Der Sender zeigte Archivaufnahmen Chameneis, die als Zeichen der Trauer mit einem schwarzen Band versehen waren. Nach Angaben des Moderators wurde eine 40-tägige Staatstrauer ausgerufen.

Als geistliches Oberhaupt des Iran lenkte Chamenei mehr als drei Jahrzehnte lang die Geschicke der Islamischen Republik. Den Posten hatte er 1989 nach dem Tod von Republikgründer Ayatollah Ruhollah Khomeini übernommen.

Samstag, 28. Februar

22.10 Uhr: Iran dementiert Tod Chameneis

Die USA und Israel gehen davon aus, dass der iranische Oberste Führer Ayatollah Ali Chamenei bei einem israelischen Luftangriff am Samstag getötet wurde. Das berichtet das US-Nachrichtenportal Axios unter Berufung auf israelische und US-amerikanische Regierungsquellen. Iran weist die Berichte zurück.

US-Präsident Donald Trump sagte dem Sender NBC News: „Wir sind uns sicher“, dass Chamenei tot sei – ebenso wie „die meisten“ der iranischen Führungsspitze. „Die Leute, die alle Entscheidungen treffen – die meisten von ihnen sind weg“, so Trump. Ein israelischer Offizieller bestätigte gegenüber Axios, dass Chameneis Leichnam aus seiner zerstörten Anlage geborgen worden sei.

Irans Außenminister Abbas Araghchi widersprach den Berichten in einem Interview mit NBC News deutlich. Die Lage sei unter Kontrolle, Israel und die USA hätten ihre Ziele verfehlt. „Fast alle Offiziellen sind sicher, wohlauf und am Leben“, sagte Araghchi. Auf die direkte Frage nach dem Schicksal von Präsident Massud Peseschkian und Oberster Führer Chamenei antwortete er: „Soweit ich weiß, ja, sie sind am Leben. Alle hochrangigen Offiziellen leben.“ Iran habe möglicherweise „ein oder zwei Kommandeure verloren, aber das ist kein großes Problem“.

20.55 Uhr: Israelische Medien melden Tod von Irans oberstem Führer Ayatollah Chamenei

Dem israelischen Premierminister Benjamin Netanyahu wurde laut einem Bericht der Times of Israel ein Foto des Leichnams des iranischen Obersten Führers Ali Khamenei vorgelegt. Das Bild soll zeigen, wie Khameneis Körper aus einer Anlage geborgen wurde. Weitere Details zu den Umständen des Todes oder zur Quelle des Fotos nannte der Bericht zunächst nicht. Eine offizielle Stellungnahme der israelischen Regierung lag zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht vor.

Ali Khamenei ist seit 1989 der Oberste Führer der Islamischen Republik Iran und damit die höchste politische und religiöse Autorität des Landes. Die iranische Regierung hatte seinen Tod dementiert. Der Politiker Ali Larijani, ein enger Vertrauter Khameneis, schrieb am  Samstagabend in einem Beitrag auf X: „Wir werden es die zionistischen Verbrecher und die niederträchtigen Amerikaner bereuen lassen.“ Larijani drohte, die „mutigen Soldaten und die große Nation Iran“ würden den „zum Untergang verdammten Unterdrückern der internationalen Ordnung eine unvergessliche Lektion erteilen“.

Ayatollah Ali Khamenei prägte die iranische Politik über mehr als drei Jahrzehnte.
Ayatollah Ali Khamenei prägte die iranische Politik über mehr als drei Jahrzehnte.Vahid Salemi/AP

20.16 Uhr: Netanjahu sieht Anzeichen für den Tod des iranischen Religionsführers

Israels Premierminister Benjamin Netanjahu hat in einer Rede erklärt, dass der Komplex des iranischen Obersten Führers Ayatollah Ali Khamenei in Teheran zerstört worden sei. Alle Anzeichen deuteten darauf hin, dass „der Tyrann nicht mehr unter uns ist“, sagte Netanjahu laut AFP. Die Aussage des israelischen Regierungschefs steht in direktem Widerspruch zu Angaben des iranischen Außenministeriums, nach denen Irans Religionsführer „wohlauf“ sei. Zugleich kündigte Netanjahu an, dass Israel noch „Tausende Ziele des Terrorregimes” angreifen werde. Die Operation gegen den Iran werde „so lange wie nötig“ fortgesetzt. Netanjahu dankte dem US-Präsidenten Donald Trump für seine „historische Führungsrolle“.



20.02 Uhr: Iranischer Verteidigungsminister soll bei israelischen Angriffen getötet worden sein

Bei den israelischen Angriffen auf den Iran sind laut der Times of Israel zwei der ranghöchsten Militärvertreter des Landes ums Leben gekommen. Demnach wurden sowohl der Chef der Iranischen Revolutionsgarden (IRGC) Mohammad Pakpour als auch der iranische Verteidigungsminister Aziz Nasirzadeh bereits in der ersten Angriffswelle getötet. Die Informationen der Times of Israel stammen aus nicht namentlich genannten Quellen. Eine offizielle Bestätigung von iranischer oder israelischer Seite lag zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht vor.

Die IRGC, die Revolutionsgarden, gelten als mächtigste militärische Organisation des Iran und sind sowohl für die Landesverteidigung als auch für Auslandseinsätze zuständig. Der Verlust beider Führungspersönlichkeiten gleichzeitig würde die militärische Kommandostruktur des Iran massiv treffen. Weitere Details zu den Umständen der Angriffe oder möglichen zusätzlichen Opfern wurden zunächst nicht bekannt.

Die iranischen Revolutionsgarden bilden das militärische Rückgrat des Landes.
Die iranischen Revolutionsgarden bilden das militärische Rückgrat des Landes.dpa/Vahid Salemi

19.34 Uhr: Iranischer Roter Halbmond registriert mindestens 201 Tote bei US-israelischen Angriffen

Bei den Luftangriffen der USA und Israels auf den Iran sind nach Angaben des iranischen Roten Halbmonds (IRCS) mindestens 201 Menschen getötet und fast 750 weitere verletzt worden. Dies berichtete die iranische Nachrichtenagentur Isna am Samstagabend unter Berufung auf die nationale Hilfsorganisation. Von den 31 Provinzen des Landes waren demnach 24 von den Angriffen betroffen. Es handelt sich um die ersten offiziellen iranischen Opferzahlen zu den Angriffen. Laut AFP erklärte der Rote Halbmond, in allen betroffenen Gebieten im Einsatz zu sein.

Die israelischen Streitkräfte (IDF) teilten am Samstag in einer Erklärung mit, dass rund 200 Kampfflugzeuge den koordinierten Angriff durchgeführt hätten. Die israelische Armee sprach von der größten Operation in der Geschichte der israelischen Luftwaffe. Zu den Zielen gehörten nach Angaben der IDF Luftverteidigungssysteme und ballistische Raketenwerfer im zentralen und westlichen Iran. Die Zerstörung dieser Anlagen habe die Lufthoheit über den Iran ausgeweitet und Teherans Fähigkeit eingeschränkt, ballistische Raketen auf Israel abzufeuern, so die israelischen Streitkräfte.

Rettungskräfte arbeiten an einem Schauplatz nach einem Angriff auf Teheran.
Rettungskräfte arbeiten an einem Schauplatz nach einem Angriff auf Teheran.Amir Kholousi/AP

18.44 Uhr: Indien ruft zu Deeskalation und Diplomatie auf

Indien hat am Samstag mit großer Besorgnis auf die militärische Eskalation im Nahen Osten reagiert, wie die Times of India berichtet. Das indische Außenministerium erklärte in einer Stellungnahme: „Indien ist zutiefst besorgt über die jüngsten Entwicklungen im Iran und in der Golfregion.“ Man fordere alle Seiten auf, Zurückhaltung zu üben, eine weitere Eskalation zu vermeiden und die Sicherheit der Zivilbevölkerung in den Vordergrund zu stellen. Dialog und Diplomatie müssten verfolgt werden, um Spannungen abzubauen. Die Souveränität und territoriale Integrität aller Staaten sei zu respektieren, so das Ministerium weiter.

Die indischen Botschaften in Teheran und Tel Aviv forderten ihre Staatsbürger auf, äußerste Vorsicht walten zu lassen, Bewegungen einzuschränken und den Sicherheitsanweisungen der jeweiligen lokalen Behörden zu folgen.

18.08 Uhr: Bundeskanzler Merz fordert sofortiges Ende der iranischen Angriffe

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat den Iran am Samstagabend in scharfer Form zu einem sofortigen Stopp seiner militärischen Angriffe aufgefordert. In einer Erklärung, die über das Bundeskanzleramt verbreitet wurde, rief Merz den Iran „nachdrücklich dazu auf, die militärischen Schläge gegen Israel und unsere anderen Partner in der Region einzustellen“, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtete. Nach den am Samstagmorgen gestarteten US-israelischen Militärschlägen gegen den Iran hatte Teheran mit Raketenangriffen auf Israel und US-Militärbasen in der Region reagiert.

Merz beschränkte seine Forderungen dabei nicht auf die aktuellen Kampfhandlungen. Der Iran müsse darüber hinaus „auch andere destabilisierende Aktivitäten in der Region und darüber hinaus unterlassen“, erklärte der Kanzler. Damit bezog sich Merz auf die weitreichenden Einflussbemühungen Teherans im Nahen Osten, etwa über verbündete Milizen in mehreren Ländern. Zugleich forderte Merz die iranische Führung auf, „die Gewalt gegen die eigene Bevölkerung zu beenden“. Damit verwies der Bundeskanzler auf das Vorgehen der iranischen Sicherheitskräfte gegen Protestbewegungen im Land.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) macht den Iran für destabilisierende Aktivitäten im Nahen Osten verantwortlich.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) macht den Iran für destabilisierende Aktivitäten im Nahen Osten verantwortlich.Imago/photothek

17.45 Uhr: Iranische Behörden: 85 Tote nach israelischem Angriff auf Mädchenschule

Bei einem israelischen Luftangriff auf eine Grundschule für Mädchen in der südiranischen Stadt Minab sollen nach Angaben iranischer Stellen 85 Menschen ums Leben gekommen sein. Dutzende weitere seien verletzt worden, berichtete die iranische Justizplattform Misan Online am Samstag. Zunächst hatten lokale Behörden die Zahl der getöteten Schulkinder laut der Nachrichtenagentur AFP mit 24 angegeben. Eine unabhängige Bestätigung liegt nicht vor. Nach am Samstagmorgen begonnenen US-israelischen Angriffen auf den Iran hatte 

Der iranische Präsident Massud Peseschkian verurteilte den Angriff laut AFP scharf: „Dieser barbarische Akt stellt eine weitere dunkle Seite in der Bilanz der unzähligen, von den Angreifern begangenen Verbrechen dar.“ Israel und die USA haben am Samstagmorgen gemeinsame Luftangriffe gegen den Iran gestartet. Laut AFP erklärte die israelische Armee, zahlreiche militärische Ziele ins Visier genommen zu haben. Israel wirft dem Iran vor, bei seinen Gegenangriffen auf zivile Einrichtungen und Wohngebiete zu schießen.

Der iranische Präsident Massud Peseschkian wirft Israel und den USA Kriegsverbrechen vor.
Der iranische Präsident Massud Peseschkian wirft Israel und den USA Kriegsverbrechen vor.Vahid Salemi/AP

17.05 Uhr: Irans Revolutionsgarden erklären die Straße von Hormus für gesperrt

Schiffe in der Straße von Hormus empfangen nach Angaben eines Vertreters der EU-Marinemission Aspides Funksprüche der iranischen Revolutionsgarden, wonach kein Schiff die Meerenge passieren dürfe. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf den Beamten, der anonym bleiben wollte. Die Übertragungen erfolgen demnach über den UKW-Seefunk (VHF), den internationalen Standardkanal für die Kommunikation zwischen Schiffen und Küstenstationen. Der genaue Wortlaut lautet den Angaben zufolge: „No ship is allowed to pass the Strait of Hormuz“– kein Schiff dürfe die Straße von Hormus passieren.

Teheran hat eine solche Anordnung bislang nicht offiziell bestätigt, wie der Aspides-Vertreter gegenüber Reuters betonte. Die Straße von Hormus gilt als die weltweit wichtigste Exportroute für Erdöl. Zu den größten Ölproduzenten am Golf zählen Saudi-Arabien, der Irak, die Vereinigten Arabischen Emirate und der Iran selbst. Iran droht seit Jahren damit, die Meerenge als Vergeltungsmaßnahme für einen möglichen Angriff auf die Islamische Republik zu blockieren. Eine tatsächliche Sperrung hätte weitreichende Folgen für die weltweite Energieversorgung und die Ölpreise.

Die Straße von Hormus ist als Öl-Exportroute von strategischer Bedeutung
Die Straße von Hormus ist als Öl-Exportroute von strategischer Bedeutungdpa

16.50 Uhr: Schwere Explosion auf der künstlichen Insel Palm Jumeirah in Dubai

Nach den US-israelischen Angriffen auf den Iran hat es auf der bekannten künstlichen Insel „The Palm“ in Dubai eine Explosion gegeben. Mutmaßlich durch den Einschlag einer iranischen Rakete stehen demnach Teile des luxuriösen Fairmont The Palm Hotels in Flammen. Ein Augenzeuge sagte am Samstag, von einem Hotel auf der künstlichen Insel steige dichter schwarzer Rauch auf, außerdem habe er Krankenwagen gehört. Iran hat als Reaktion auf die US-israelischen Luftangriffe Ziele in Israel und anderen Staaten der Region angegriffen.

Wie die Times of Israel berichtet, wurden bei dem Angriff vier Menschen verletzt. Die Palmeninsel zählt zu den bekanntesten Bauwerken Dubais und ist ein Symbol für den wirtschaftlichen Aufstieg der Golfmetropole. Aus dem Bericht gehen die genauen Umstände des Angriffs, darunter der Zeitpunkt und die Art der eingesetzten Waffe, nicht hervor. Die Vereinigten Arabischen Emirate haben sich bislang nicht zu dem Vorfall geäußert. Auch von iranischer Seite liegt keine Stellungnahme vor. Auf Palm Jumeirah befinden sich zahlreiche Luxushotels, Wohnanlagen und touristische Einrichtungen. Ein Angriff auf dieses Wahrzeichen dürfte weitreichende Auswirkungen auf die Sicherheitswahrnehmung in der gesamten Golfregion haben.

Blick auf die künstliche Insel Palm Jumeirah am Persischen Golf
Blick auf die künstliche Insel Palm Jumeirah am Persischen GolfErich Meyer/Imago

16.35 Uhr: Auswärtiges Amt verschärft Reisehinweise, Deutsche sollen Libanon verlassen

Nach dem Angriff Israels und der USA auf den Iran hat die Bundesregierung die Reise- und Sicherheitshinweise für weite Teile des Nahen Ostens deutlich verschärft. Wie aus dem Auswärtigen Amt nach einer Sitzung des Krisenstabs am Samstag bekannt wurde, gelten nun für insgesamt zehn Länder der Region offizielle Reisewarnungen. Betroffen sind Bahrain, der Irak, Israel, Jordanien, Katar, Kuwait, der Libanon, Oman, Saudi-Arabien sowie die Vereinigten Arabischen Emirate.

Darüber hinaus rief das Ministerium deutsche Staatsangehörige im Libanon dazu auf, das Land zu verlassen. Für den Iran bestand eine solche Ausreiseaufforderung nach Angaben des Auswärtigen Amts bereits zuvor. Reisewarnungen stellen die höchste Warnstufe des Auswärtigen Amts dar und gehen über bloße Sicherheitshinweise hinaus – sie enthalten die dringende Empfehlung, Reisen in die betroffenen Gebiete zu unterlassen oder diese zu verlassen.

15.40 Uhr: Irans Außenminister glaubt, Chamenei sei am Leben

Nach Angaben des iranischen Außenministers Abbas Araghtschi ist der Oberste Führer des Landes, Ali Khamenei, „nach seinem Kenntnisstand“ noch am Leben. Das sagte er in einem Interview mit NBC News, nachdem der israelische Sender Channel 12 in der letzten Stunde berichtet hatte, Israel gehe davon aus, dass Khamenei bei den heutigen Luftangriffen „wahrscheinlich getötet“ worden sei. In dem Live-Gespräch sagte Araghtschi außerdem, dass zwei Kommandeure bei den Angriffen gestorben seien, die ranghohen Regierungsvertreter des Regimes jedoch überlebt hätten. Ihm zufolge sei „alles unter Kontrolle“.

15.20 Uhr: Angriffe in Golfstaaten gehen weiter

Bewohner und AFP-Korrespondenten in den Hauptstädten der Vereinigten Arabischen Emirate, Katars und Bahrains berichten am Nachmittag von weiteren Explosionen, nachdem der Iran nach US- und israelischen Angriffen Wellen von Vergeltungsschlägen gestartet hatte.

Ein AFP-Korrespondent in Manama hörte mindestens zwei Explosionen, und Journalisten in Katar berichteten von einer neuen Welle von Detonationen. Auch Bewohner von Abu Dhabi hörten Explosionen. Zwei Zeugen teilten der AFP zudem mit, dass sie Rauch von der Basis Al Dhafra in Abu Dhabi aufsteigen sahen, auf der US-Truppen stationiert sind.

Rauch steigt nach einem mutmaßlich iranischen Raketenangriff über Abu Dhabi auf.
Rauch steigt nach einem mutmaßlich iranischen Raketenangriff über Abu Dhabi auf.AFP

15.12. Uhr: Katar, Saudi-Arabien und Oman fordern Ende der Kämpfe

Nach den US-israelischen Angriffen auf den Iran haben Katar, Saudi-Arabien und der Oman alle Parteien zur Beendigung der Kämpfe aufgefordert. Der Emir von Katar und Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman forderten in einem Telefonat „eine sofortige Beendigung jeglicher Eskalation“, wie das Büro des katarischen Herrschers Scheich Tamim bin Hamad al-Thani am Samstag mitteilte. Auch das Außenministerium des Oman rief dazu auf, „die Militäreinsätze unverzüglich einzustellen“.

15.10 Uhr: Israel: Hinweise auf Tötung von Ali Chamenei

Laut einem Bericht des israelischen Fernsehsenders Channel 12, der sich auf ungenannte israelische Quellen beruft, gibt es wachsende Hinweise darauf, dass Irans Oberster Führer Ayatollah Ali Chamenei bei einem israelischen Luftangriff getötet wurde. Eine offizielle Bestätigung liegt derzeit jedoch nicht vor. Chamenei gilt als mächtigster Mann des Iran und hat das letzte Wort in allen strategischen Entscheidungen des Landes.

Zuvor hatte der Sender berichtet, Chamenei sei „mindestens verletzt“ worden – eine Einschätzung, die nicht auf Satellitenbildern, sondern auf nachrichtendienstlichen Quellen beruhe. Der staatliche israelische Sender Kan bestätigte, dass kein Kontakt zu Khamenei bestehe und sein Zustand unbekannt sei. Eine angekündigte Ansprache Chameneis sei möglicherweise vorab aufgezeichnet worden.

Irans Oberster Führer Ali Khamenei am 17. Februar in Teheran
Irans Oberster Führer Ali Khamenei am 17. Februar in TeheranIranian President's Press Office/imago

15.02 Uhr: Iran dementiert Berichte über Tötung von Spitzenpersonal

Iranische Staatsmedien haben Berichte zurückgewiesen, wonach hochrangige politische Vertreter und der Chef der Armee des Landes bei einer Welle von US‑israelischen Angriffen heute getötet worden seien. Präsident Masoud Pezeshkian sei in Sicherheit, teilte sein Exekutivstellvertreter Mohammad Jafar Qaempanah in einem Beitrag auf X mit. Der Sohn des Präsidenten, Youssef Pezeshkian, schrieb zudem auf Telegram, dass „diesmal ihre Attentatsversuche nicht gelungen seien“.

Die Armee bestritt ebenfalls den Tod ihres Kommandeurs Generalmajor Amir Hatami. Die iranische Nachrichtenagentur Fars meldet, dass auch Parlamentspräsident Mohammad Baqer Qalibaf und der Leiter des Obersten Nationalen Sicherheitsrats (SNSC) Ali Larijani unverletzt geblieben seien. Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) hatten mitgeteilt, dass ihre Angriffe in Teheran Orte ins Visier genommen hätten, an denen sich hochrangige politische und Sicherheitsvertreter versammelt hatten.

14.44 Uhr: Merz, Macron und Starmer verurteilen iranische Angriffe auf Staaten der Region

Frankreich, Deutschland und das Vereinigte Königreich haben in einer gemeinsamen Stellungnahme die iranischen Angriffe in der Region scharf verurteilt und Teheran zur Rückkehr an den Verhandlungstisch sowie zur Achtung des Selbstbestimmungsrechts des iranischen Volkes aufgefordert.

Die drei Länder hätten den Iran wiederholt aufgefordert, „sein Nuklear- und Raketenprogramm einzustellen, destabilisierende Aktivitäten zu unterlassen und die Repression gegen die eigene Bevölkerung“ zu beenden. Die drei Staaten betonen weiter, nicht an den Militärschlägen beteiligt gewesen zu sein, stünden aber in engem Austausch mit den USA, Israel und regionalen Partnern.

14.37 Uhr: Flugverkehr im Nahen Osten lahmgelegt

Dieser Screenshot von flightradar24.com zeigt den Luftverkehr im Nahen Osten am 28. Februar 2026 um 14.37 Uhr deutscher Zeit. Flugzeuge meiden den Konfliktbereich zwischen Israel und Iran.

Flugzeuge meiden die Konfliktregion.
Flugzeuge meiden die Konfliktregion.Screenshot Flightradar

14.26 Uhr: Israelische Armee: Luftangriffe zielten auf Versammlungen hochrangiger Iraner

Die israelischen Streitkräfte haben bei ihren Luftangriffen auf den Iran eigenen Angaben zufolge auf Vertreter der iranischen Führungsriege gezielt. Die Armee habe am Samstagmorgen „gleichzeitig mehrere Orten in Teheran angegriffen, an denen sich hochrangige Vertreter der politischen und sicherheitspolitischen Führungsriege des Irans versammelt hatten“, erklärte die Armee im Onlinedienst X. Die Folgen der Angriffe würden derzeit ausgewertet.

14.17 Uhr: Offenbar vier Tote in Syrien

Nach Angaben der syrischen staatlichen Nachrichtenagentur Sana wurden in Syrien vier Menschen getötet, nachdem eine iranische Rakete ein Gebäude in der Industriezone der südlichen Stadt Sweida getroffen hatte. Die Rakete war vermutlich für Israel bestimmt, da Sweida nahe an von Israel kontrolliertem Gebiet liegt.

13.55 Uhr: Hamas reagiert auf Angriffe auf den Iran

Die Hamas hat die US-amerikanischen und israelischen Angriffe auf den Iran verurteilt. Die Gruppe rief weiterhin zur Einheit in der muslimischen Welt auf, nachdem der Iran arabische Verbündete der USA in der Region angegriffen hat, darunter auch Katar, das die Hamas unterstützt. Die Hamas wirft den USA und Israel vor, die Landkarte der Region neu zeichnen zu wollen, „um ein ‚Großisrael‘ auf Kosten arabischer und muslimischer Gebiete zu errichten.“

13.39 Uhr: US-Beamter kündigt mehrtägige Operation an

US-Präsident Trump sagte am Samstagmorgen gegenüber der Washington Post, das Hauptziel der „großen Militäroperation“ sei demnach „Freiheit“ für die iranische Bevölkerung. Ein US-Beamter sprach laut dem Blatt von einer geplanten „mehrtägigen Operation“. Die USA bezeichneten den laufenden Angriff als „Operation Epische Wut“.

13.30 Uhr: Israels Armee: Hunderte Militärziele im Iran angegriffen

Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge seit dem Morgen „Hunderte iranische Militärziele“ im Westen des Irans angegriffen. Ins Visier habe das Militär etwa Raketenwerfer genommen, hieß es in einer Mitteilung. Die Armee greife weiterhin Ziele im Westen des Irans an.

Israel und die USA hatten am Morgen mit Angriffen auf den Iran begonnen. Israels Ministerpräsident Netanjahu begründet die Angriffe auf Iran mit dem Schutz vor einer existenziellen Bedrohung durch Teheran. Laut einem israelischen Militärvertreter feuerte der Iran als Reaktion Dutzende Raketen Richtung Israel.

13 Uhr: Russland warnt vor „Ausbruch des Dritten Weltkriegs“

Russland hat ein sofortiges Ende der US-amerikanischen und israelischen Angriffe auf den Iran gefordert. In einer Stellungnahme erklärte das russische Außenministerium laut Al Jazeera, die internationale Gemeinschaft müsse rasch eine objektive Bewertung der aus seiner Sicht unverantwortlichen Aktionen abgeben, die die Region weiter destabilisieren könnten. Die Situation müsse „auf den Weg einer politischen und diplomatischen Lösung zurückgeführt werden“.

Leonid Slutsky, Vorsitzender des Internationalen Ausschusses der russischen Staatsduma, sagte laut der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass: „Zweifellos erfordert die Situation eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats. Die Weltgemeinschaft muss ein Szenario verhindern, das den Ausbruch eines dritten Weltkriegs riskieren könnte“.

12.46 Uhr: Erste Einschätzung israelischer Beamter: Welche iranischen Führungspersonen wurden getroffen?

Israelische Beamte vermuten laut Informationen der Times of Israel, dass der Kommandeur der iranischen Islamischen Revolutionsgarde, General Mohammad Pakpour, wahrscheinlich bei den heutigen Morgenangriffen im Iran getötet wurde. Zudem gehen die Beamten davon aus, dass auch der iranische Verteidigungsminister und der Geheimdienstchef vermutlich getötet wurden. Diese Einschätzungen wurden bislang weder vom Iran noch von den IDF bestätigt.

Mehrere hochrangige Vertreter des iranischen Regimes und Militärs waren Ziel der heutigen Angriffe, darunter der Oberste Führer Ali Khamenei und Präsident Masoud Pezeshkian. Die genauen Ergebnisse der Angriffe sind derzeit jedoch unklar.

12.22 Uhr: Israel meldet weitere Angriffswelle aus dem Iran

In Israel heulen nach israelischen Angaben erneut die Sirenen angesichts eines neuen ballistischen Raketenangriffs aus dem Iran. Die IDF teilt mit, dass die Luftabwehrsysteme aktuell versuchen, die Geschosse abzufangen. Menschen in Israel werden erneut aufgefordert, sich in Schutzräume zu begeben.

Israelische Luftabwehrsysteme haben mehrere Raketen über dem Himmel Jerusalems abgefangen.
Israelische Luftabwehrsysteme haben mehrere Raketen über dem Himmel Jerusalems abgefangen.Gazi Samad/imago

12.19 Uhr: Zahl der Toten nach Angriff auf Schule nach iranischen Angaben auf 24 gestiegen

Bei dem Raketenangriff im Süden Irans ist die Zahl der getöteten Schülerinnen in einer Grundschule nach iranischen Angaben auf mindestens 24 gestiegen. Der staatliche Rundfunk bezog sich bei seiner Meldung auf den Landrat in dem betroffenen Kreis Minab.

12.09 Uhr: Chameneis Anwesen offenbar zerstört

Satellitenbilder zeigen nach Angaben der New York Times eine schwarze Rauchwolke und umfangreiche Schäden auf dem Gelände von Ali Khamenei, dem Obersten Führer Irans, in Teheran. Sein Aufenthaltsort ist derzeit unklar. Das von Airbus am Samstagmorgen aufgenommene Bild zeigt demnach eingestürzte Gebäude auf dem Gelände, das üblicherweise als Chameneis Wohnsitz und als Hauptort für die Begegnung mit hochrangigen Beamten dient.

11.52 Uhr: Pentagon nennt Militäraktion gegen Iran „Operation Epische Wut“

Das US-Militär hat die Angriffe auf den Iran laut einem Beitrag des Verteidigungsministeriums auf X als „Operation Epic Fury“ („Operation Epische Wut“) bezeichnet. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu nannte die Operation seines Landes – die gemeinsam mit den US-Angriffen gestartet wurde – seinerseits als „The Roar of the Lion“ (Das Brüllen des Löwen“).

11.50 Uhr: Iran meldet fünf getötete Schülerinnen

Der Iran teilte am Samstag mit, dass bei den US‑israelischen Luftangriffen im Süden Irans fünf Schülerinnen einer Mädchenschule getötet worden seien. Die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtete demnach, dass der Angriff in Minab in der Provinz Hormozgan stattgefunden habe. Die Iranische Revolutionsgarde unterhält eine Basis in der Stadt.

11.46 Uhr: Israelische Armee mobilisiert Zehntausende Reservisten

Das israelische Militär teilte unterdessen mit, dass in den kommenden Stunden und Tagen etwa 70.000 Reservisten einberufen werden sollen, hauptsächlich zur Verstärkung der Luftverteidigung des Landes, des Heimatfrontkommandos und der Grenzsicherung.

11.44 Uhr: Mindestens ein Toter in Abu Dhabi

Das Verteidigungsministerium der Vereinigten Arabischen Emirate erklärte in einer Mitteilung, dass es eine Reihe iranischer ballistischer Raketen abgefangen habe und dass in der Hauptstadt Abu Dhabi ein mensch durch herabfallende Trümmer ums Leben gekommen sei. „Die VAE behalten sich das volle Recht vor, auf diese Eskalation zu reagieren und alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um ihr Territorium, ihre Bürger und Einwohner zu schützen“, hieß es in der Erklärung.

11.42 Uhr: Raketen in Jordanien abgefangen

Die staatliche Nachrichtenagentur Jordaniens berichtete außerdem, dass das Militär des Landes zwei ballistische Raketen abgefangen habe, die in seinen Luftraum gelangt seien, machte jedoch keine Angaben dazu, von wo die Raketen abgeschossen wurden.

11.40 Uhr: Großdemonstration in Berlin angekündigt

Berlin ist Schauplatz einer Großdemonstration zum Iran-Konflikt. Die Polizei bestätigte, dass eine Privatperson in den vergangenen Tagen einen Protestzug unter dem Motto „Für Frieden Freiheit Souveränität“ angemeldet hat. Er soll an diesem Sonnabend um 14 Uhr vom Potsdamer Platz zum Brandenburger Tor führen. „Angekündigt wurden zunächst rund 3000 Teilnehmer“, sagte eine Sprecherin. Doch die Polizei gehe davon aus, dass deutlich mehr Menschen demonstrieren werden. Bisherige Iran-Demonstrationen waren „weitgehend störungsfrei“, hieß es. Das erwarte man auch für diesen Aufzug.

11.38 Uhr: Mindestens zwei Tote bei Angriff auf Stützpunkt pro-iranischer Gruppen im Irak

Nach den Angriffen Israels und der USA auf den Iran ist auch im Irak ein Stützpunkt pro-iranischer Gruppen bombardiert worden. Dabei seien zwei Menschen getötet und drei weitere verletzt worden, verlautete aus Kreisen der pro-iranischen paramilitärischen Katajeb Hisbollah. Laut der Gruppe Hasched-al-Schaabi, die die Opferzahl bestätigte, war es unklar, ob es sich um einen Angriff der USA oder Israels handelte.

Hasched-al-Schaabi ist ein vom Iran unterstütztes Netzwerk ehemaliger Paramilitärs, die jetzt der regulären irakischen Armee angehören. Ihr gehören auch die Milizen Katajeb Hisbollah und Harakat al-Nudschaba an.

11.34 Uhr: Qatar Airways und Lufthansa setzen Flüge vorübergehend aus

Qatar Airways teilte mit, dass die Fluggesellschaft aufgrund der Schließung des Luftraums des Golfstaates vorübergehend alle Flüge von ihrem Drehkreuz in Doha ausgesetzt habe. Qatar Airways gehört zu den größten Fluggesellschaften des Nahen Ostens und befördert jährlich Millionen von meist Langstreckenpassagieren über Katar zu Zielen auf sechs Kontinenten. Ein genauer Zeitpunkt für die Wiederaufnahme wurde nicht genannt.

Auch die Lufthansa teilte mit sämtliche Flüge nach Israel bis zum 7. März zu streichen.

11.23 Uhr: Chamenei im Visier der Angriffe

Israelische Streitkräfte haben nach Angaben eines israelischen Regierungsvertreters gegenüber der israelischen Times of Israel am Morgen gezielte Angriffe auf den Obersten Führer des Iran, Ali Chamenei, und Präsident Masoud Pezeshkian durchgeführt. Neben den beiden höchsten Staatsmännern seien auch weitere ranghohe Vertreter des Regimes und militärische Kommandeure Ziele der Angriffe gewesen, so der Beamte weiter.

Es sei derzeit „nicht klar, dass Khamenei kein dramatisches Ereignis erlitten hat“, heißt es in dem Bericht von Channel 12 von israelischer Seite. Diese doppelte Verneinung lässt Raum für die Möglichkeit, dass der 85-jährige Oberste Führer – der als mächtigster Mann des Iran gilt und das letzte Wort in allen strategischen Entscheidungen des Landes hat – bei den Angriffen getroffen worden sein könnte. Eine offizielle Bestätigung von iranischer Seite über das Schicksal Chameneis liegt bislang nicht vor. Die Lage bleibt unübersichtlich, da sich die Angaben beider Seiten teilweise widersprechen.

11.13 Uhr: Krisenstab des Auswärtigen Amtes zusammengerufen

Wie das Auswärtige Amt mitteilte, soll der Krisenstab der Bundesregierung um 12 Uhr im Ministerium zusammenkommen. Das Auswärtige Amt stehe in engem und ständigem Kontakt mit den Botschaften im Iran und in Israel sowie weiteren Vertretungen in der Region, erklärte ein Sprecher.

Deutsche Staatsangehörige im Iran, in Israel und der weiteren Region seien aufgerufen, sich in der Krisenvorsorgeliste „Elefand“ zu registrieren. Dort kann man Kontaktdaten angeben, um Informationen und Unterstützung zu erhalten. Das Auswärtige Amt riet Deutschen außerdem, Anweisungen lokaler Behörden zu jeweils erforderlichen Maßnahmen zum Selbstschutz zu folgen.

11.07 Uhr: Merz wusste vorab von Angriff auf den Iran

Deutschland wurde nach Angaben eines Regierungssprechers am Samstag von Israel im Vorfeld der Angriffe informiert, und Bundeskanzler Friedrich Merz „verfolgt die Entwicklung genau und steht in enger Abstimmung mit europäischen Partnern.“ Merz habe sich mit den Fachministern aus den sicherheitsrelevanten Ressorts beraten und plane weitere Gespräche im Laufe des Tages, teilte Stefan Kornelius weiter mit.

In der Erklärung wurde weder Unterstützung noch Ablehnung der Angriffe zum Ausdruck gebracht. Merz soll nächste Woche in Washington Donald Trump treffen.

11.01 Uhr: Angriffe wohl auch in Saudi-Arabien

Zwei AFP-Korrespondenten in der saudi‑arabischen Hauptstadt Riad berichten am Vormittag von einem lauten Knall und mehreren Explosionen. Der Iran greift derzeit Golfstaaten an, in denen US-Militärstützpunkte in der Region stationiert sind. In der Vergangenheit hatte Teheran vor entsprechenden Gegenschlägen bei einem US-Angriff auf den Iran gewarnt.

10.48 Uhr: Iran bestätigt Angriffe auf vier US-Militärbasen

Die iranischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben als Reaktion auf die Angriffe Israels und der USA vier US-Militärstützpunkte in der Region attackiert. Unter den Zielen war der Militärstützpunkt Al-Udeid in Katar, der Stützpunkt Al-Salem in Kuwait, der Luftwaffenstützpunkt Al-Dhafra in den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie die US-Flotte in Bahrain, wie die Nachrichtenagentur Fars berichtete.

10.40 Uhr: Angriffe auf zahlreiche Nachbarländer gemeldet

Der Konflikt weitet sich auf weitere Länder in der Region aus. Explosionen wurden demnach in mehren Golfstaaten gemeldet. Es handelt sich offenbar um iranische Angriffe US‑Stützpunkte in den Ländern. Laut arabischen Medienberichten waren neben Bahrain auch in Kuwait, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten laute Explosionen zu hören, als Vergeltung für die US‑ und israelischen Angriffe auf den Iran.

10.36 Uhr: Stützpunkt pro-iranischer Gruppen im Irak „bombardiert“

Im Irak ist offenbar ein Stützpunkt pro-iranischer Gruppen „bombardiert“ worden. Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Sicherheitskreise.

10.34 Uhr: Angriffe weit umfangreicher als Militärschlag im Juni

Das Ausmaß der Angriffe der Vereinigten Staaten und Israels auf den Iran, die am frühen Samstagmorgen begannen, scheinen weit umfangreicher zu sein als die von Präsident Trump im vergangenen Juni gegen den Iran angeordnete Militäroperation. In der ersten Welle führten die USA nach Angaben der New York Times Dutzende von Angriffen mit Kampfjets durch, die von Stützpunkten im Nahen Osten sowie von einem oder mehreren Flugzeugträgern gestartet wurden, so ein US-Beamter gegenüber dem Blatt.

Die Kampfflugzeuge sind Teil der größten US-Militäraufstellung in der Region seit dem Irak-Krieg 2003. Die Truppenaufstellung umfasst zwei Flugzeugträger, mehrere Zerstörer der Marine und mehr als 50 Kampfjets. Trump hatte in seiner Videobotschaft erklärt, die neue Kampagne werde „massiv“ sein.

10.24 Uhr: Kampfflugzeuge im Luftraum des Irak gesichtet

Kampfflugzeuge und Raketen wurden offenbar im Luftraum des Irak gesichtet, berichteten Zeugen und eine militärische Quelle der AFP.„Unsere Streitkräfte haben Kampfflugzeuge aus Richtung Israel entdeckt, die den Luftraum über Bagdad und anderen Provinzen durchquerten“, sagte die Quelle demnach und fügte hinzu, dass auch Raketen über der nördlichen Provinz Kirkuk gesichtet wurden. Der Irak hatte zuvor angekündigt, seinen Luftraum zu schließen.

„Wir sahen mehrere Raketen in geringer Höhe“ nahe dem Bezirk Daquq in Kirkuk, berichteten auch zwei weitere Zeugen der Nachrichtenagentur.

10.17 Uhr: Iran nimmt offenbar US-Basen in Bahrain ins Visier

Das Innenministerium von Bahrain hat mitgeteilt, dass Luftschutzsirenen ausgelöst wurden, um vor einem iranischen Angriff auf US-Militärbasen in dem Golfstaat zu warnen. Der Angriff geschehe als Vergeltung für die US- und israelischen Militärschläge auf den Iran am Morgen. Arabische Medien berichteten, dass der iranische Angriff begonnen habe und dass in der Hauptstadt Manama Explosionen zu hören und Rauch zu sehen gewesen sei.

10.07 Uhr: Houthi-Rebellen kündigen Wiederaufnahme von Angriffen auf Israel an

Die vom Iran unterstützten Houthi-Rebellen im Jemen haben offenbar beschlossen, Raketen- und Drohnenangriffe auf Schifffahrtsrouten und auf Israel im Rahmen ihrer Unterstützung für den Iran wieder aufzunehmen. Dies erklärten zwei hochrangige Houthi-Beamte unter der Bedingung gegenüber der Nachrichtenagentur AP. Einer der Beamten sagte dem Bericht zufolge, der erste Angriff der Rebellen könnte bereits „heute Nacht“ erfolgen. Bislang gibt es noch keine offizielle Mitteilung der Houthi-Führung.

Die Rebellen hatten ihre Angriffe auf die Schifffahrtsroute am Roten Meer im Rahmen eines Abkommens mit der Trump-Regierung eingestellt, das auch US-Angriffe gegen die Houthis stoppte. Ihre Angriffe auf Israel hatten die Kämpfer nach einem Waffenstillstand im Oktober eingestellt, der die Kämpfe im Gazastreifen beendete.

10.03 Uhr: Explosionen in Bahrains Hauptstadt Manama

Nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP hat es am Vormittag ebenfalls Explosionen in der Hauptstadt des Bahrain gegeben. Inwiefern diese mit der Eskalation im Iran zusammenhängen war zunächst nicht bekannt.

9.50 Uhr: „Raketenwelle“: Iran bestätigt Gegenangriff

Die iranischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben eine Raketen- und Drohnenwelle auf Israel abgefeuert. Die Revolutionsgarden sprachen von einer „Antwort auf die Aggression des feindlichen und verbrecherischen Gegners“, wie aus einer Mitteilung der staatlichen Nachrichtenagentur Irna hervorging. Demnach seien auch Wohngebäude in Teheran getroffen worden.

9.28 Uhr: US-Angriff könnte mehrere Tage dauern

Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf einen US-Beamten berichtet, plane Washington, dass die Angriffe auf den Iran mehrere Tagen andauern sollen.

Rauchsäulen über Teheran
Rauchsäulen über TeheranTasnim News Agency/imago

9.26 Uhr: Netanjahu spricht von „gemeinsamer Operation“ mit USA

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu verkündet in einer Videobotschaft an, dass Israel und die Vereinigten Staaten eine „gemeinsame Operation“ gegen die seiner Ansicht nach von Iran ausgehende „existenzielle Bedrohung“ gestartet hätten. Er erklärte, der amerikanisch-israelische Angriff auf die iranische Regierung könne „die Voraussetzungen dafür schaffen, dass das mutige iranische Volk sein Schicksal selbst in die Hand nimmt.“

9.23 Uhr: Iranische Staatsmedien melden Explosionen nahe von Nuklearzentrum

Iranische Staatsmedien haben Explosionen am Rande der Stadt Isfahan gemeldet. Das berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Südöstlich von Isfahan liegt ein wichtiges Nuklearzentrum, das bereits im vergangenen Jahr bombardiert wurde.

9.15 Uhr: IDF: Iran startet Gegenangriff

Die israelische Armee (IDF) hat die Bevölkerung vor einem bevorstehenden Gegenschlag des Iran gewarnt: „Vor Kurzem wurden in mehreren Regionen des Landes Warnungen ausgelöst, nachdem Raketen aus dem Iran in Richtung des Staatsgebiets von Israel abgefeuert worden waren.“, schreiben die IDF in einer Mitteilung auf X.

„Zurzeit operiert die Luftwaffe, um an allen Orten, an denen es erforderlich ist, die Bedrohung abzufangen und zu bekämpfen.
Die Verteidigung ist nicht vollkommen dicht, daher ist es weiterhin unerlässlich, den Anweisungen des Heimatfrontkommandos Folge zu leisten“, heißt es weiter. Israelis werden aufgefordert Luftschutzräume aufzusuchen.

Menschen laufen in Tel Aviv zu Schutzräumen, nachdem die Sirenen ausgelöst wurden.
Menschen laufen in Tel Aviv zu Schutzräumen, nachdem die Sirenen ausgelöst wurden.Jack Guez/AFP

9.07 Uhr: Israelische Medien: Israel greift Einrichtungen von „Regime und Militär“ an

Israel nimmt bei seinem Angriff auf den Iran nach Angaben des öffentlich-rechtlichen Rundfunks Einrichtungen der islamischen Führung und der Armee ins Visier. Die israelische Armee greife Ziele von „Regime und Militär“ an, berichtete am Samstagmorgen der israelische Sender Kan 11 unter Berufung auf einen israelischen Regierungsvertreter in seinem Laufband. Die Angriffe richteten sich demnach auch gegen Einrichtungen für „ballistische Raketen“.

Die iranische Nachrichtenagentur Fars meldete „sieben Raketeneinschläge“ in den Teheraner Vierteln Keschwardust und Pasteur, wo sich auch die Residenz des obersten geistlichen Führers des Iran, Ali Chamenei, befindet.

8.50 Uhr: Trump fordert Iraner auf, die Regierung zu übernehmen

Trump deutete in seiner Videobotschaft zudem an, dass das Ziel der andauernden Angriffe im Iran der Sturz des Regimes sein könnte. Er rief das iranische Volk dazu auf, die Gelegenheit zu ergreifen und die Regierung zu übernehmen. „An die Mitglieder der Islamischen Revolutionsgarde, der Streitkräfte und der gesamten Polizei: Ich sage heute Abend, dass Sie Ihre Waffen niederlegen müssen“. Sie würden dann „absolute Immunität“ erhalten, andernfalls drohe ihnen der „sichere Tod“, sagte Trump in der achtminütigen Videobotschaft.

Trump kündigte auch an, das iranische Raketenprogramm zerstören zu wollen. „Wir werden ihre Raketen zerstören und ihre Raketenindustrie dem Erdboden gleichmachen“, sagte der US-Präsident. „Wir werden ihre Marine vernichten.“

Das iranische Volk forderte er auf, Schutz zu suchen. „Bomben werden überall hinfallen“, so Trump.

8.42 Uhr: Trump bestätigt Angriff

In einer Videobotschaft in seinem Onlinedienst Truth Social hat US-Präsident Donald Trump einen US-Angriff auf den Iran bestätigt. Die USA hätten vor Kurzem einen „groß angelegte Kampfeinsätze im Iran“ begonnen „Unser Ziel ist es, das amerikanische Volk zu verteidigen, indem wir unmittelbar bevorstehende Bedrohungen durch das iranische Regime – eine brutale Gruppe sehr harter, schrecklicher Menschen – beseitigen“, sagt Trump. Er macht keine Angaben dazu, dass die Angriffe im Iran gemeinsam mit Israel durchgeführt werden.

Trump verkündet Angriffe auf den Iran.
Trump verkündet Angriffe auf den Iran.Realdonaldtrump via CNPl/imago

8.40 Uhr: Israel nennt Militäraktion „Brüllen des Löwen“

Israel hat seine Operation gegen den Iran „Lion’s Roar“ („Brüllen des Löwen“) genannt. Der Name wurde demnach von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu festgelegt, nachdem die IDF zuvor einen internen Namen für die Angriffe verwendet hatte. Der Name der letzten IDF-Operation, die sich gegen den Iran richtete, im Juni 2025, lautete „Rising Lion“.

8.35 Uhr: Israel und Iran sperren Luftraum

„Aufgrund der Sicherheitslage“ habe sie angeordnet, „den Luftraum des Staates Israel für zivile Flüge zu sperren“, erklärte Verkehrsministerin Miri Regev am Samstagmorgen. Auch die Luftfahrtbehörde des Iran teilte mit, dass der Luftraum des Landes „bis auf Weiteres“ gesperrt sei. Der Irak schloss seinen Luftraum ebenfalls, wie die irakische Nachrichtenagentur INA berichtete.

8 Uhr: Angriffe in weiteren Städten im Iran

Auch in Isfahan und weiteren iranischen Städten hätten Angriffe stattgefunden, berichtet die Nachrichtenagentur AFP.

7.45 Uhr: Israelis sollen zuhause bleiben

In einer auf der Plattform X veröffentlichten Mitteilung gab die israelische Armee bekannt, dass ab dem heutigen Morgen um 8 Uhr eine Änderung der Verteidigungsrichtlinien des Heimatfrontkommandos in Kraft tritt. Demnach wird das gesamte Land von der Stufe „voller Aktivität“ auf die Stufe „essenzielle Aktivität“ herabgesetzt.

Bildungseinrichtungen bleiben demnach in Israel geschlossen, Versammlungen sind untersagt, und die Bevölkerung soll nur dann zur Arbeit erscheinen, wenn sie in einem als essenziell eingestuften Wirtschaftssektor tätig ist. Die Armee rief die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, die Anweisungen des Heimatfrontkommandos über offizielle Kanäle zu verfolgen.

7.40 Uhr: Rauchsäulen über Teheran

Über der iranischen Hauptstadt Teheran waren nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP am Samstagmorgen mehrere dicke Rauchsäulen zu sehen gewesen. AFP-Journalisten berichteten zudem über ein Dröhnen über der Stadt, dessen Ursache zunächst nicht klar war. In den sozialen Medien kursierten die ersten Videos, die Explosionen in Teheran zeigen sollen.

7.30 Uhr: Israels Verteidigungsminister verkündet „Präventivschlag“

Israel hat einen Angriff auf den Iran gestartet. Das teilte Verteidigungsminister Israel Katz laut israelischen Medien mit. „Der Staat Israel hat einen Präventivschlag gegen den Iran durchgeführt, um Bedrohungen für den Staat Israel zu beseitigen“, sagt er.

Katz erklärte zudem, er habe einen „sofortigen Ausnahmezustand im gesamten Land“ ausgerufen. Das israelische Heimatfrontkommando der Armee forderte die Zivilbevölkerung auf, sich in der Nähe von Schutzräumen aufzuhalten und nicht zwingend notwendige Reisen zu unterlassen. Die Warnung sei ein „proaktiver Alarm“, um die Bevölkerung auf möglichen Raketenbeschuss vorzubereiten, erklärte die Armee.

Freitag, 27. Februar

Trump unzufrieden mit Verhandlungen mit dem Iran

Am Vortag der Angriffe hatte sich US-Präsident Donald Trump unzufrieden über die aktuellen Verhandlungen mit dem Iran geäußert. Er sei „nicht begeistert“ über den Verlauf der Gespräche über ein neues Atomabkommen, sagte Trump am Freitag in Washington. „Ich bin nicht glücklich darüber, dass sie nicht bereit sind, uns zu geben, was wir haben müssen“, sagte Trump zu Journalisten über die letzte Gesprächsrunde mit Teheran. „Wir wollen keine Atomwaffen für den Iran, und sie sagen diese goldenen Worte nicht.“

Teheran beharrt darauf, dass sein Atomprogramm ausschließlich zivilen Zwecken diene. Im vergangenen Juni hatten Israel und der Iran einen zwölftägigen Krieg gegeneinander geführt. Dabei hatten die USA an der Seite Israels eingriffen und iranische Atomanlagen bombardiert.

In den vergangenen Wochen bauten die USA ihre Militärpräsenz in der Region deutlich aus. Trump drohte dem Iran mehrfach mit einem Angriff und setzte Teheran eine Frist bis Anfang März, um sich mit Washington auf ein neues Abkommen zum iranischen Atom- und Raketenprogramm zu einigen. (mit AFP, dpa)