- Israel und die USA setzen ihre Angriffe auf den Iran am Montag fort.
- Teheran reagiert weiterhin mit Raketenbeschuss auf US-Militärbasen in weiteren Golfstaaten.
- Drohnen griffen einen Militärstützpunkt im EU-Staat Zypern an.
- US-Kampfjets wurden in Kuwait versehentlich abgeschossen.
- Die libanesische Hisbollah beschoss in der Nacht zum Montag Israel und griff damit an der Seite Teherans in den Krieg ein. Israel reagierte mit Vergeltungsangriffen auf den Libanon.
- Israel und die USA hatten am Samstagmorgen den Großangriff gestartet und Irans geistlichem Führer Ali Chamenei getötet. Hier ein Überblick über die Ereignisse am Wochenende.
- Die Militäraktion „Epische Wut“ könnte noch mehrere Wochen andauern. Laut Trump liegen die USA mit ihren Zielen vor dem Zeitplan.
21.38 Uhr: Straße von Hormus offenbar geschlossen
Ein Kommandeur der iranischen Revolutionsgarde hat erklärt, dass die Straße von Hormus geschlossen sei. Ebrahim Jabari, ein hochrangiger Berater des Oberbefehlshabers der Revolutionsgarden, sagte laut iranischen Medien, die Meerenge sei geschlossen, und der Iran werde jedes Schiff „in Brand setzen“, das versuche, sie zu passieren. Die Straße von Hormus verbindet den Golf von Oman mit dem Persischen Golf. Die Meerenge ist eine der wichtigsten Öl-Handelsrouten der Welt.

21.28 Uhr: Bericht: Nächtliche israelische Angriffe auf Raketenwerfer geplant
Israel erwartet nach Angaben zweier Regierungsvertreter, dass Irans Fähigkeit, ballistische Raketen abzufeuern, innerhalb der nächsten 24 Stunden deutlich geschwächt wird. Hintergrund ist nach Informationen von CNN eine Intensivierung der Angriffe durch die USA und Israel. Demnach soll die Zahl der auf Israel abgefeuerten Raketen bis Dienstagabend zurückgehen. In den ersten drei Kriegstagen wurden laut CNN bereits mehr als 1200 Ziele getroffen; bis Dienstag (US-Ortszeit) werde sich diese Zahl „verdoppeln“. Die nächtlichen Angriffe konzentrieren sollen sich vor allem auf Raketenwerfer, interne Sicherheitskräfte und Ziele der Revolutionsgarde konzentrieren.
20.22 Uhr: Trump schließt Bodentruppen im Iran nicht aus
Präsident Donald Trump hat die Entsendung von US-Bodentruppen in den Iran nicht ausgeschlossen. Das sagte er im Interview mit der New York Post am Montag. „Ich habe keine Hemmungen in Bezug auf Bodentruppen– wie jeder Präsident sagt: ‚Es wird keine Bodentruppen geben.‘ Ich sage das nicht“, erklärte Trump nach den am Samstag gestarteten Angriffen. „Ich sage: ‚Wahrscheinlich brauchen wir sie nicht‘ oder: ‚Falls sie notwendig wären.‘“
Verteidigungsminister hatte auf einer Pressekonferenz im Pentagon am Montagmorgen gesagt, dass sich derzeit keine amerikanischen Soldaten im Iran befänden, schloss diese Möglichkeit jedoch ebenfalls nicht aus.
19.43 Uhr: Quds-Brigade: USA werden „nirgendwo mehr sicher sein, nicht einmal zu Hause“
Die Eliteeinheit der Islamischen Revolutionsgarde (Quds-Brigade) hat eine Warnung in Richtung USA ausgesprochen. „Der Feind sollte wissen, dass seine glücklichen Tage vorbei sind und er nirgendwo auf der Welt mehr sicher sein wird, nicht einmal in den eigenen Häusern“, heißt es in einer Erklärung der Quds-Brigade, die nach übereinstimmenden Berichten vom staatlichen Fernsehen verbreitet wurde. Die Quds-Einheit für die Auslandsoperationen der Iranischen Revolutionsgarde zuständig.
18.30 Uhr: Trump nennt vier Ziele der US-Militärschläge gegen den Iran
US-Präsident Donald Trump hat die seit dem Wochenende laufenden Militärschläge gegen den Iran mit vier zentralen Zielen begründet. Bei einer Zeremonie zur Verleihung der Ehrenmedaille im Weißen Haus erklärte er, die USA wollten Irans Raketenfähigkeiten zerstören, dessen Marine vernichten, das Atomprogramm des Landes beenden und die Bewaffnung von Terrorgruppen durch Teheran unterbinden. Zehn iranische Schiffe seien bereits versenkt worden, so Trump. Verhandlungen über ein Abkommen seien zuvor wiederholt gescheitert, weil der Iran sich zurückgezogen habe.
Trump erklärte zudem, der Iran sei unter einem von Präsident Barack Obama unterzeichneten Abkommen „auf dem Weg“ zu einer Atomwaffe gewesen – obwohl das Abkommen Teheran ausdrücklich untersagte, Nuklearwaffen zu entwickeln oder zu erwerben. Trump hatte die USA in seiner ersten Amtszeit aus dem Abkommen zurückgezogen. Die laufende Militäroperation solle sicherstellen, dass der Iran „niemals eine Atomwaffe erhalten kann“, sagte der Präsident. „Man kann mit diesen Leuten nicht verhandeln – man muss es auf die richtige Art machen“, so Trump.

18.10 Uhr: US-Militärflugzeuge aus Spanien teilweise nach Deutschland verlegt
Fünfzehn US-Flugzeuge haben seit den am Wochenende von den USA und Israel gestarteten Angriffen auf den Iran die Militärbasen Rota und Morón im Süden Spanien verlassen. Das zeigen Karten der Flugverfolgungs-Website FlightRadar24 laut der Nachrichtenagentur Reuters. Spaniens Außenminister José Manuel Albares hatte zuvor erklärt, dass Madrid seine Militärbasen, die gemeinsam von den USA und Spanien betrieben werden, nicht für Angriffe auf Iran nutzen lassen werde.
Mindestens sieben der Flugzeuge landeten daraufhin auf der Ramstein Air Base in Deutschland. Ramstein steht ebenfalls unter deutscher Souveränität. Militärische Operationen, die von US-Kräften von deutschem Boden aus geführt werden, müssen somit laut Stationierungsvertrag grundsätzlich von Deutschland genehmigt werden. Deutschland könnte demnach theoretisch die Nutzung für Angriffe auf den Iran ebenfalls verbieten.
17.36 Uhr: Flugverkehr in Dubai wird wieder aufgenommen
Am Montagabend sollen vereinzelt wieder Flüge aus Dubai starten. Die Fluggesellschaft Emirates, deren Drehkreuz Dubai ist, teilte am Montagnachmittag auf ihrer Website mit, dass sie am Abend eine „begrenzte Anzahl von Flügen“ durchführen werde, wobei Reisende mit bestehenden Buchungen Priorität hätten. Passagiere sollten den Flughafen nicht aufsuchen, es sei denn, sie wurden benachrichtigt, hieß es von der Airline. Zehntausende Passagiere waren von der Einstellung des Flugbetriebs im Zuge der Angriffe in der Region betroffen.
17.19 Uhr: Katar meldet Abschuss von iranischen Kampfjets
Das katarische Verteidigungsministerium teilte am Montag mit, dass seine Streitkräfte „erfolgreich zwei von Iran kommende Kampfflugzeuge abgeschossen“ hätten. Zuvor hatten katarische Streitkräfte und Luftabwehrsysteme bereits laut Euronews iranische Raketen und Drohnen abgefangen und zerstört, die in Richtung des katarischen Territoriums gestartet worden sein sollen.

17 Uhr: Hegseth zieht Trumps Kriegsziel in Zweifel
Der US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat am Montagmorgen (Ortszeit) erklärt, dass die US-Angriffe auf Iran keinen Regimewechsel zum Ziel hätten. „Dies ist kein sogenannter Krieg zum Regimewechsel, aber das Regime hat sich definitiv geändert“, sagte Hegseth in einer Pressekonferenz des Pentagons. „Und die Welt ist dadurch besser dran.“
US-Präsident Donald Trump hatte in seinen Äußerungen nach den Angriffen indirekt einen Regimewechsel gefordert und das iranische Volk dazu ermutigt, „die Kontrolle über euer Schicksal zu übernehmen“. Es gehe um die Freiheit der Iranerinnen und Iraner sagte er später zudem.
16.50 Uhr: Trump: Große Angriffswelle kommt noch
Der Präsident Donald Trump hat im Interview mit CNN angekündigt, dass die „große Welle“ der Angriffe auf den Iran noch bevor stehe. „Wir bringen sie ordentlich in die Schranken“, sagte Trump. „Ich denke, es läuft sehr gut (...) Wir haben das größte Militär der Welt und setzen es ein.“ Zur Frage, wie lange der Krieg dauern könnte, sagte der Präsident: „Ich möchte nicht, dass er zu lange dauert. Ich dachte immer, es würden vier Wochen sein. Und wir liegen ein bisschen vor dem Zeitplan.“
16.16 Uhr: Weißes Haus kündigt Ansprache von Trump an
US-Präsident Donald Trump wird nach Angaben des Weißen Hauses am Montag um 17 Uhr (deutsche Zeit) vor die Presse treten, um sich zur Lage in Nahost zu äußern. Seine bisherigen Botschaften waren vorab aufgenommene Videos, die über Truth Social verbreitet wurden, oder Interviews mit einzelnen Medien.
15.58 Uhr: Iranische Medien: Ehefrau von Chamenei tot
Iranische Medien berichten, dass Mansoureh Khojasteh Bagherzadeh, die Ehefrau des obersten iranischen Führers Ali Chamenei, an den Verletzungen gestorben ist, die sie bei den Luftangriffen am Samstag erlitten hatte. Zuvor war berichtet worden, sie habe seit dem Angriff im Koma gelegen. Khojasteh war 78 Jahre alt und die einzige Ehefrau von Khamenei. Sie hatten im Jahr 1964 geheiratet.
Ayatollah Khamenei’s wife, Mansoureh Khojasteh Bagherzadeh, has died from her injuries
— NEXTA (@nexta_tv) March 2, 2026
She had previously fallen into a coma following Israeli and U.S. strikes. pic.twitter.com/E3mjKG7t9A
15.22 Uhr: Israel intensiviert Angriffe auf Libanon
Ein israelischer Angriff auf die südlichen Vororte von Beirut im Libanon, bekannt als Dahiya, war nach Informationen der New York Times in der ganzen Stadt zu spüren. Er ließ eine riesige graue Rauchwolke in den Himmel aufsteigen. Das dicht besiedelte Geschäfts- und Wohnviertel gilt als Hochburg der Hisbollah. Zuvor hatten die israelischen Streitkräfte angekündigt, die Angriffe auf die mit dem Iran verbündeten Hisbollah auszuweiten.
15.10 Uhr: China spricht Iran Unterstützung aus
Der chinesische Außenminister Wang Yi seinem iranischen Amtskollegen Abbas Araghchi zugesichert, dass Peking Teheran dabei unterstütze, sich gegen US-israelische Angriffe zu verteidigen. Wang erklärte laut dem staatlichen Sender China Central Television (CCTV), China „schätze die traditionelle Freundschaft zwischen China und Iran, unterstütze Iran bei der Verteidigung seiner Souveränität, Sicherheit, territorialen Integrität und nationalen Würde und unterstütze Iran beim Schutz seiner legitimen Rechte und Interessen“.
China habe „die USA und Israel aufgefordert, die militärischen Operationen unverzüglich einzustellen, eine weitere Eskalation der Spannungen zu vermeiden und eine Ausweitung des Konflikts auf die gesamte Region des Nahen Ostens zu verhindern“, zitierte CCTV Wang weiter.
14.25 Uhr: Bundesregierung will Flugzeuge zur Evakuierung von gestrandeten Deutschen schicken
Die Bundesregierung will Flugzeuge in den Nahen Osten schicken, um gestrandete deutsche Touristen zu evakuieren. Das teilte Bundesaußenminister Johann Wadephul am Nachmittag in Berlin mit. Zuerst sollen dabei „besonders vulnerable Gruppen“ evakuiert werden. Die Maschinen sollen demnach nach Maskat im Oman und in die saudische Hauptstadt Riad fliegen. Dort seien die Lufträume noch geöffnet.
Die Lufthansa habe noch Kapazitäten für die Rettungsaktion, so Wadephul. Die Flugzeuge sollen demnach auf Steuerzahlerkosten gechartert werden. „Die Bundeswehr ist wirklich das letzte Mittel der Wahl“, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in der Bundespressekonferenz in Berlin. Aufgrund des Krieges sind derzeit etwa 30.000 deutsche Touristen in der Region gestrandet.
13.45 Uhr: Vierter US-Soldat tot
Nachdem das US-Militär am Sonntag die ersten drei Todesopfer auf amerikanischer Seite gemeldet hatte, ist am Montag ein vierter Armeeangehöriger im Zuge der Operation „Operation Epic Fury“ gestorben. Er war bei den anfänglichen Angriffen schwer verletzt worden, bei denen auch die anderen Soldaten ums Leben gekommen waren. Das teilte das Zentralkommando der US-Streitkräfte auf X mit.
CENTCOM Update
— U.S. Central Command (@CENTCOM) March 2, 2026
TAMPA, Fla. – As of 7:30 am ET, March 2, four U.S. service members have been killed in action. The fourth service member, who was seriously wounded during Iran’s initial attacks, eventually succumbed to their injuries.
Major combat operations continue and our…
13.21 Uhr: Irans Revolutionsgarden melden Angriff auf Netanjahus Amtssitz
Die iranischen Revolutionsgarden haben nach eigenen Angaben den Amtssitz des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und das Hauptquartier des israelischen Luftwaffenkommandanten mit Raketen angegriffen. Beide Gebäude seien ins Visier genommen worden, erklärten die Revolutionsgarden am Montag in einer von der iranischen Nachrichtenagentur Fars zitierten Mitteilung.
13.10 Uhr: Libanon verbietet Hisbollah militärische Aktivitäten
Die libanesische Regierung hat die militärischen Aktivitäten der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz für illegal erklärt. Das kündigte Ministerpräsident Nauaf Salam in einer Fernsehansprache an. Damit verändert sich der Status der Gruppe von einer teilweise geduldeten Widerstandsbewegung zu einer verbotenen Organisation.
12.22 Uhr: Israel meldet weiteren Großangriff auf Teheran
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben einen „zusätzlichen umfassenden Angriff“ im Zentrum Teherans begonnen. Ziel sei die Regierung, teilten die Streitkräfte mit. In mehreren Teilen der iranischen Hauptstadt wurden Explosionen gemeldet.
Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete, ein Luftangriff habe ein Gebiet nahe dem Revolutionsplatz getroffen, wo sich Demonstranten versammelt hätten. Die iranische Luftabwehr habe den Angriff über dem Zentrum Teherans abgefangen. Unabhängige Bestätigungen lagen zunächst nicht vor.
Intense Israeli strike now in Tehran pic.twitter.com/eUlNxvzvnp
— Amichai Stein (@AmichaiStein1) March 2, 2026
12.20 Uhr: Iran benennt kommissarischen Verteidigungsminister
Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim übernimmt General Seyyed Majid Ibn al-Reza kommissarisch die Aufgaben des Verteidigungsministers. Präsident Masoud Peseschkian habe die Entscheidung getroffen, berichtete Tasnim. Zuvor war Irans Verteidigungsminister Aziz Nasirzadeh nach iranischen Angaben bei israelisch-amerikanischen Luftangriffen getötet worden. Eine unabhängige Bestätigung lag zunächst nicht vor.
12.15 Uhr: Drei US-Kampfjets versehentlich von Kuwaits Luftabwehr abgeschossen
Drei US-Kampfjets sind nach Angaben des US-Zentralkommandos (CENTCOM) durch mutmaßlichen Eigenbeschuss über Kuwait abgestürzt. Kuwaits Luftabwehr habe die Maschinen vom Typ F-15E „Strike Eagle“ während laufender Gefechte versehentlich abgeschossen, teilte das US-Militär mit.
Demnach befanden sich die Jets im Einsatz gegen den Iran im Rahmen der Operation „Epic Fury“, als sie während Angriffe durch iranische Flugzeuge, Raketen und Drohnen irrtümlich getroffen wurden. Alle sechs Besatzungsmitglieder hätten sich mit dem Schleudersitz retten können, seien geborgen worden und in stabilem Zustand. Die Ursache des Vorfalls werde untersucht. Kuwaits Verteidigungsminister hatte zuvor von mehreren abgestürzten US-Kampfjets gesprochen.
Kuwait's defense ministry says "several" US military aircraft have crashed https://t.co/Tvaq4zFrEY pic.twitter.com/SLaSYWwZep
— CNN (@CNN) March 2, 2026
11.48 Uhr: IAEA sieht keine Schäden an iranischen Atomanlagen
Die Internationale Atomenergiebehörde hat nach eigenen Angaben bislang keine Hinweise auf Schäden an iranischen Atomanlagen. Behördenchef Rafael Mariano Grossi sagte vor einer Sondersitzung des IAEA-Gouverneursrats in Wien, es gebe „bis jetzt“ keine Anzeichen dafür, dass Anlagen wie das Kernkraftwerk Buschehr, der Forschungsreaktor in Teheran oder andere Einrichtungen des nuklearen Brennstoffkreislaufs getroffen worden seien.
Zugleich erklärte Grossi, die IAEA versuche weiterhin, über ihr Notfallzentrum Kontakt zu den iranischen Atomaufsichtsbehörden aufzunehmen. Wegen der eingeschränkten Kommunikation im Zuge des Konflikts habe es bislang jedoch keine Antwort gegeben.
11.41 Uhr: Israels Armee: Iran greift systematisch Wohnhäuser an
Israels Armee wirft dem Iran vor, bei seinen Angriffen in Israel gezielt zivile Ziele ins Visier zu nehmen. „Wir haben konkrete Informationen erhalten, die belegen, dass der Iran systematisch zivile Wohnhäuser in Israel angreift“, sagte Militärsprecher Nadav Schoschani. Irans Führung wolle auf diese Weise Panik in Israel auslösen und die öffentliche Meinung beeinflussen. Er sprach von „einer iranischen Strategie“.
Der Iran wiederum betont stets, Ziel seiner Angriffe seien etwa Einrichtungen des israelischen Militärs oder der israelischen Regierung. Die Angaben beider Seiten lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen. Laut Schoschani greifen derzeit noch immer Hunderte Kampfflugzeuge der israelischen Luftwaffe Ziele im Iran an, darunter seinen Angaben zufolge „Hochburgen des Regimes“.
11.31 Uhr: Israel meldet Tötung hochrangiger iranischer Geheimdienstvertreter
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben mehrere hochrangige Vertreter des iranischen Geheimdienstes getötet. Demnach seien der stellvertretende Geheimdienstminister für Israel-Angelegenheiten, Sayed Yahya Hamidi, sowie Jalal Pour Hossein, Leiter der Spionageabteilung, ums Leben gekommen. Weitere „Regimevertreter“ seien ebenfalls getötet worden.
Zudem erklärte die isaelische Armee, das Hauptquartier des iranischen Geheimdienstministeriums in Teheran sei „vor kurzer Zeit“ angegriffen worden.
11.20 Uhr: Israels Botschafter: Iran will Europa in den Krieg ziehen
Der israelische Botschafter in Deutschland, Ron Prosor, wirft dem Iran vor, Europa in den Krieg im Nahen Osten hineinziehen zu wollen. Der mutmaßliche Drohneneinschlag auf einem britischen Stützpunkt im EU-Staat Zypern sei ein Hinweis darauf, dass Teheran die Europäer in die Kampfhandlungen verwickeln wolle, sagte Prosor der Deutschen Presse-Agentur. Er verwies auf die Beistandsklausel in Artikel 42 des EU-Vertrags. Da Zypern Mitglied der EU sei, liege es in der Verantwortung Europas, das Land zu verteidigen.
Prosor hält zudem Racheakte der iranischen Führung auf deutschem Boden für möglich. „Ich halte bei diesen Terroristen alles für möglich. Das heißt, wir müssen uns darauf gut vorbereiten, immer mit einem offenen Auge schlafen.“ Man müsse „on high alert“ (in höchster Alarmbereitschaft) sein.
10.20 Uhr: Wadephul: Deutschland wird sich nicht am Iran-Krieg beteiligen
Deutschland wird sich nach Angaben von Außenminister Johann Wadephul (CDU) nicht an militärischen Aktionen gegen den Iran beteiligen. „Die Bundesregierung hat nicht die Absicht, sich zu beteiligen“, sagte Wadephul im Deutschlandfunk.
Rund 30.000 deutsche Touristen sitzen derzeit auf Kreuzfahrtschiffen, in Hotels oder an geschlossenen Flughäfen im Nahen Osten fest und können aufgrund des Konflikts nicht nach Hause zurückkehren. Wadephul erklärte, eine militärische Evakuierung sei aufgrund des gesperrten Luftraums derzeit nicht möglich.
9.45 Uhr: Mehr als 550 Tote bei Angriffen im Iran
Bei den Angriffen Israels und der USA sind im Iran nach Angaben des Iranischen Roten Halbmonds mindestens 555 Menschen getötet worden. Die Hilfsorganisation erklärte, landesweit seien mehr als 100.000 Rettungskräfte im Einsatz, mehr als 130 Landkreise seien betroffen. Der Rote Halbmond ist das Pendant zum Roten Kreuz in islamisch geprägten Ländern und Teil der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung. Die Organisation ist im Iran für Katastrophenhilfe und medizinische Notversorgung zuständig.
Das in Washington ansässige Critical Threats Project erklärte in einer Analyse, es seien inzwischen mehr als 2000 Ziele im Iran attackiert worden.
9.20 Uhr: Drohne trifft Saudi-Aramco-Ölzentrum in Ras Tanura
In mehreren Golfstaaten gab es heftige Explosionen. Dabei wurde die riesige Ölraffinerie und Exportanlage Saudi Aramco‑Ras Tanura unter anderem bei einem Drohnenangriff beschädigt und vorübergehend stillgelegt. Die Anlage an der Ostküste Saudi-Arabiens gehört zu den größten Ölverarbeitungszentren der Region und kann rund 550000 Barrel Rohöl pro Tag verarbeiten. Sie spielt damit eine entscheidende Rolle für globale Energieflüsse .
Das Feuer konnte unter Kontrolle gebracht und gelöscht werden. Marktbeobachter warnen, dass Angriffe auf so zentrale Infrastruktur die Ölversorgung belasten und die Unsicherheit an den Energiemärkten weiter steigen lassen könnten.
Saudi Aramco has shut down operations at Ras Tanura refinery after the Iranian drone attack. pic.twitter.com/BW8rcBDcxz
— Daily Iran News (@DailyIranNews) March 2, 2026
8.56 Uhr: Mehrere US-Kampfjets in Kuwait abgestürzt
Im Golfstaat Kuwait sind laut offiziellen Angaben mehrere US-Kampflugzeuge abgestürzt. Die Besatzungen hätten überlebt, wie ein Sprecher des kuwaitischen Verteidigungsministeriums mitteilte. Berichten zufolge hätten sie sich mit Schleudersitzen retten können. Zu den Ursachen der Abstürze äußerte er sich nicht.
BREAKING:
— Visegrád 24 (@visegrad24) March 2, 2026
The U.S. F-15 fighter jet pilot who was down over Kuwait moments ago in a friendly fire incident is alive.
He ejected and is now being taken care of by a group of Kuwaitis pic.twitter.com/XhIZK5rUTW
7.42 Uhr: Explosionen in mehreren Golfstaaten
Der Iran-Konflikt greift auf weitere Staaten in der Golfregion über. In Katar, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Bahrain und Kuwait sowie in Jerusalem wurden Explosionen gemeldet. In Bahrain kam nach Angaben des Innenministeriums ein asiatischer Arbeiter ums Leben, nachdem Trümmer einer abgefangenen Rakete auf ein Schiff gefallen waren. Kuwait erklärte, mehrere „feindliche“ Drohnen abgefangen zu haben. Ein AFP-Korrespondent berichtete am Montag aus der Hauptstadt Kuwait-Stadt von einer Rauchsäule über dem Gebäudekomplex, die Botschaft selbst rief dazu auf, sie nicht aufzusuchen. Zuvor waren über Kuwait-Stadt Warnsirenen erklungen.

06.07 Uhr: Drohne trifft britischen Stützpunkt auf Zypern
Auf dem britischen Luftwaffenstützpunkt Akrotiri auf Zypern ist in der Nacht zum Montag mutmaßlich eine Drohne eingeschlagen. Das bestätigte das Verteidigungsministerium in London laut der Nachrichtenagentur PA. Verletzt wurde demnach niemand. Nach Angaben der zyprischen Regierung verursachte die „unbemannte Drohne“ nur geringen Schaden. Der Nationale Sicherheitsrat des Landes tagt weiter. Wer hinter dem Angriff steckt, ist unklar.
Das Portal Cyprus Mail berichtete von einem Einschlag auf dem Flugfeld. Es sei geringer Sachschaden entstanden. Politis veröffentlichte Videos, auf denen Alarmsirenen zu hören sind.
Großbritannien beteiligt sich nach eigenen Angaben im Nahen Osten an einem defensiven Militäreinsatz gegen den Iran. Verteidigungsminister John Healey sagte dem Sender Sky News, britische Flugzeuge schießen Drohnen und Raketen ab, wenn sie diese sehen. Zugleich warnte er vor „zunehmend wahllosen iranischen Vergeltungsangriffen“ und sprach von zwei iranischen Raketen in Richtung Zypern.
Zyperns Regierung hatte zuvor Berichte zurückgewiesen, wonach iranische Raketen in Richtung der Mittelmeerinsel abgefeuert worden seien. Regierungssprecher Konstantinos Letymbiotis schrieb am Sonntag auf der Plattform X, entsprechende Darstellungen träfen nicht zu.
6.01 Uhr: Irans Sicherheitsratschef Laridschani lehnt Verhandlungen mit den USA ab
Irans einflussreicher Sicherheitsratschef Ali Laridschani hat jegliche Verhandlungen mit der US-Regierung abgelehnt. „Wir werden nicht mit den USA verhandeln“, erklärte Laridschani am Montag im Onlinedienst X. Er wies Medienberichte zurück, wonach iranische Vertreter versucht hätten, Gespräche mit Washington aufzunehmen. Laridschani warf US-Präsident Donald Trump außerdem vor, die Region „mit seinen ‚illusorischen Träumen‘ ins Chaos gestürzt“ zu haben. Nun sorge Trump sich um Verluste unter den US-Streitkräften.
5.58 Uhr: Israel tötet Hisbollah-Anführer
Der Vorsitzende der Hisbollah-Parlamentsfraktion, Mohammad Raad, wurde Berichten zufolge bei Angriffen der israelischen Armee auf Hisbollah-Stellungen im Libanon getötet, wie die saudische Nachrichtenagentur Al-Hadath am Montagmorgen berichtete. Die Präzisionsangriffe der israelischen Armee erfolgten als Vergeltung für mehrere Angriffe der Hisbollah auf Nordisrael in der Nacht. Dabei seien nach libanesischen Angaben mindestens 31 Menschen getötet worden. 149 weitere Bürger seien bei den „feindlichen israelischen Luftangriffen“ auf den Südlibanon und südliche Vororte der Hauptstadt Beirut verletzt worden, erklärte das Gesundheitsministerium am Montag.
Israel kündigte an, die Angriffe auf den Libanon noch verstärken zu wollen. „Die Angriffe gehen weiter, ihre Intensität wird zunehmen“, erklärte der Befehlshaber des nördlichen Kommandos der israelischen Armee, Rafi Milo, am Montag. Die pro-iranische Hisbollah-Miliz, die Israel zuvor mit Raketen und Drohnen aus dem Libanon angegriffen hatte, werde „einen hohen Preis zahlen“.

5.55 Uhr: Hisbollah greift Israel an
Die libanesische Hisbollah feuerte in der Nacht mehrere Raketen auf Israel ab und griff damit an der Seite Teherans in den Konflikt ein. Israel reagierte mit Luftangriffen auf südliche Vororte Beiruts und weitere Ziele im Libanon. Es ist der erste Raketenangriff der vom Iran unterstützten Schiiten-Miliz seit Beginn der Waffenruhe mit Israel im November 2024. Die Hisbollah begründete ihr Vorgehen mit der Tötung Chameneis bei einem israelischen Luftangriff am Samstag in Teheran. Israels Armee erklärte, ein Geschoss sei abgefangen worden, andere seien in offenem Gelände niedergegangen. Generalstabschef Ejal Zamir machte die Hisbollah für „jede Eskalation“ verantwortlich.
Die israelische Armee teilte mit, in Beirut ranghohe Hisbollah-Mitglieder angegriffen zu haben, ein weiteres Ziel sei im Süden des Libanons getroffen worden. Die Angriffe würden fortgesetzt und intensiviert, sagte der zuständige Kommandeur Rafi Milo. Zudem griff die proiranische Miliz Saraja Aulija al-Dam nach eigenen Angaben einen US-Stützpunkt nahe dem Flughafen von Bagdad mit einer Drohne an. Auch sie sprach von „Vergeltung“ für Chameneis Tod.
Zugleich startete die israelische Luftwaffe nach Armeeangaben eine neue Angriffswelle im Zentrum Teherans. Auch das US-Militär greift laut Präsident Donald Trump weiter im Iran an.


