Energie

Nach Nord Stream: Deutschland schützt Militär-Pipelines – Energieinfrastruktur nicht

Militärische Pipelines gehen an den Bund zurück, zivile Energieinfrastruktur bleibt im Markt. Der TanQuid-Deal zeigt, wie Deutschland nach Nord Stream handelt.

Ein Tank mit dem Firmenschild und eine Werbetafel der Firma TanQuid im Duisburger Hafen (Symbolbild)
Ein Tank mit dem Firmenschild und eine Werbetafel der Firma TanQuid im Duisburger Hafen (Symbolbild)Christoph Reichwein/dpa

Spätestens bei Nord Stream wurde deutlich, wie verwundbar Deutschland ist, wenn kritische Energieinfrastruktur nicht unter eigener Kontrolle steht. Die Lehre daraus blieb lange aus.

Mit dem Verkauf des Tanklager- und Pipelinebetreibers TanQuid an den US-Konzern Sunoco am 16. Januar schien sich dieses Muster fortzusetzen: Erneut gerieten zentrale Teile der deutschen Öl- und Treibstoffinfrastruktur mittelbar in ausländische Hand, denn TanQuid besitzt einen 49-Prozent-Anteil an einer Fernleitungsbetriebsgesellschaft (FBG) mit Sitz in Nordrhein-Westfalen. Hinter Sunoco steht zudem Kelcy Warren, ein enger Verbündeter und Großspender von US-Präsident Donald Trump.

Berliner Zeitung

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