Über Jahre war die Ostsee-Pipeline-Anbindungsleitung (Opal) ein zentrales Nadelöhr der deutschen Gasversorgung. Sie leitete russisches Erdgas aus Nord Stream quer durch Ostdeutschland weiter nach Tschechien und in andere EU-Staaten. Für die Nutzung dieser Infrastruktur fielen für Gazprom Transitgebühren an, geregelt in langfristigen Verträgen aus einer Zeit, in der Nord Stream als stabile Säule der europäischen Energieversorgung galt.
Nun ist daraus ein handfester Rechtsstreit geworden. Eine Tochtergesellschaft des deutschen Energiekonzerns Uniper fordert von Gazprom 45 Millionen Euro an ausstehenden Transitgebühren für Gastransporte über die Opal. Das geht aus russischen Gerichtsunterlagen hervor, über die die private Nachrichtenagentur Interfax berichtet. Das Verfahren wurde beim Schiedsgericht der Internationalen Handelskammer (ICC) in Genf eingereicht.

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