Gastransporte durch Deutschland

Streit um Nord-Stream-Transit eskaliert: Uniper stellt Millionen-Forderung an Gazprom

Uniper fordert laut einem Bericht 45 Millionen Euro von Gazprom. Russland blockiert das Verfahren und droht mit Gegenklage. Der Nord-Stream-Streit geht in die nächste Runde.

In Lubmin befindet sich formal noch die Anlandestation der Nord-Stream-Pipelines – und von dort aus erfolgte auch die Anbindung an Opal.
In Lubmin befindet sich formal noch die Anlandestation der Nord-Stream-Pipelines – und von dort aus erfolgte auch die Anbindung an Opal.Gazprom

Über Jahre war die Ostsee-Pipeline-Anbindungsleitung (Opal) ein zentrales Nadelöhr der deutschen Gasversorgung. Sie leitete russisches Erdgas aus Nord Stream quer durch Ostdeutschland weiter nach Tschechien und in andere EU-Staaten. Für die Nutzung dieser Infrastruktur fielen für Gazprom Transitgebühren an, geregelt in langfristigen Verträgen aus einer Zeit, in der Nord Stream als stabile Säule der europäischen Energieversorgung galt.

Nun ist daraus ein handfester Rechtsstreit geworden. Eine Tochtergesellschaft des deutschen Energiekonzerns Uniper fordert von Gazprom 45 Millionen Euro an ausstehenden Transitgebühren für Gastransporte über die Opal. Das geht aus russischen Gerichtsunterlagen hervor, über die die private Nachrichtenagentur Interfax berichtet. Das Verfahren wurde beim Schiedsgericht der Internationalen Handelskammer (ICC) in Genf eingereicht.

Berliner Zeitung

Mit einem Abo weiterlesen

  • Zugriff auf alle B+ Inhalte
  • Statt 9,99 € für 2,00 € je Monat lesen
  • Jederzeit kündbar