Energie

Nach Nord Stream jetzt Opal: Ostdeutschlands Gas-Achse rutscht ins Abseits

Nach Nord-Stream-Aus: EU-Auflagen zwingen Uniper zum Verkauf des Opal-Anteils. Ostdeutschlands Gas-Achse verliert ihre Bedeutung – und Wasserstoff kommt spät.

Ein Gemisch aus Erdgas und Wasserstoff brennt beim Abschluss der Befüllung der ersten Wasserstoffpipeline in Lubmin am 11. Dezember 2025 ab. Der Leitungsbetreiber Gascade nutzt dafür einen Leitungsstrang der ehemaligen Opal-Leitung.
Ein Gemisch aus Erdgas und Wasserstoff brennt beim Abschluss der Befüllung der ersten Wasserstoffpipeline in Lubmin am 11. Dezember 2025 ab. Der Leitungsbetreiber Gascade nutzt dafür einen Leitungsstrang der ehemaligen Opal-Leitung.Stefan Sauer/dpa

Die Gaspipeline Opal war über Jahre eine der zentralen Energieachsen Ostdeutschlands. Sie verband den Anlandepunkt der Nord Stream in Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern mit dem Süden und transportierte russisches Pipeline-Gas weiter Richtung Tschechien.

Opal versorgte keine Städte direkt, stabilisierte aber die Gasflüsse im ostdeutschen Netz, auch für die Hauptstadtregion Berlin, und war besonders wichtig für die energieintensive Industrie in Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Sachsen. Als direkter Transitkorridor leitete Opal große Mengen russischen Pipeline-Gases weiter Richtung Süden.

Berliner Zeitung

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