Militarisierung

Aufrüstung: Frankreich und Polen wollen kein schwaches Deutschland

Die deutsche Zeitenwende weckt in Polen und Frankreich Misstrauen. Die größte Gefahr ist nicht deutsche Stärke, sondern deutsche Zögerlichkeit.

Bundeskanzler Friedrich Merz treibt die Aufrüstung der Bundeswehr voran. Im Ausland wächst zugleich die Debatte über Deutschlands künftige Rolle als Militärmacht in Europa.
Bundeskanzler Friedrich Merz treibt die Aufrüstung der Bundeswehr voran. Im Ausland wächst zugleich die Debatte über Deutschlands künftige Rolle als Militärmacht in Europa.Florian Gaertner/imago

Manchmal kann es die Bundesregierung ausländischen Kommentatoren, Experten und Medien einfach nicht recht machen. Hält sie sich zurück, liefert bei Kriegsausbruch nur „passive Bewaffnung“ oder „Verteidigungswaffen“, Helme und Verbandsmaterial, erntet sie, wie die Regierung Scholz und ihre unglückselige Verteidigungsministerin Christine Lambrecht, nur Häme, Spott und Empörung. Verkündet sie dann eine Zeitenwende mit einem 100-Milliarden-Aufrüstungsprogramm und ändert drei Jahre später das Grundgesetz, um unbegrenzt weiter aufrüsten zu können, geht ein Seufzen der Erleichterung durch Europa. Allerdings nicht bei allen.

Berliner Zeitung

Mit einem Abo weiterlesen

  • Zugriff auf alle B+ Inhalte
  • Statt 9,99 € für 2,00 € je Monat lesen
  • Jederzeit kündbar