Und wieder ist nichts geschehen im Iran. Zehn- vielleicht sogar Hunderttausende haben demonstriert in Teheran und anderen großen Städten, mehrere tausend sind dabei offenbar ums Leben gekommen, viele andere gefoltert und eingekerkert worden. Die Regierung war zu keinem Zeitpunkt erschüttert, es gab keinen einzigen Fall, in dem ein Mitglied oder eine ganze Fraktion der Staatsführung desertiert wäre.
Wenn es Versuche gab, Verräter in den eigenen Reihen zu finden, wie in Venezuela nach der Entführung Maduros durch Truppen der USA, so sind sie bisher nicht bekannt geworden. Westliche Journalisten überbieten sich im Moment mit Analysen, denen zufolge Teheran „geschwächt ist wie nie zuvor“, aber das sind bisher rein theoretische Erwägungen.
Die Mullahs müssen keine Wahlen fürchten
Dahinter steckt die Überzeugung, dass so eine Regierung durch Massenproteste einfach geschwächt sein muss, weil unsere Regierung ja auch geschwächt wäre und vielleicht sogar zurücktreten würde, wenn überall im Land zwei Wochen lang die Leute auf die Straße gehen. Das stimmt: Eine demokratische Regierung würde das vielleicht tun, sie würde, wie Emmanuel Macron im Sommer 2024, vorgezogene Neuwahlen ausrufen oder, wie die Regierung Netanjahu nach dem 7. Oktober 2023, die Opposition in die Regierung holen und eine Nationale Einheitsregierung bilden. Nur: Die Mullahs und ihre Regierung in Teheran müssen Wahlen nicht fürchten, sie können ihren Ausgang fast beliebig manipulieren. Sie haben die Macht, unbequeme Meinungsumfragen zu verbieten, und können so tun, als würde das Volk sie lieben, während sie ihre Herrschaft auf jene Macht stützen, die laut Mao aus den Gewehrläufen kommt.
Die Vorstellung, ein solches Regime könnte nach Massenprotesten einfach zurücktreten, weil es das Vertrauen seiner Bürger verloren hat, ist ein romantisches Märchen, das aber trotzdem immer wieder durch unsere Medien geistert: wenn Venezolaner gegen Maduro protestieren, wenn die Opposition in Caracas oder Belarus gegen gefälschte Wahlen protestiert, wenn Frauen im Iran gegen das Kopftuch und für mehr Rechte protestieren. Seltsamerweise ist kein Kommentator auf die Idee gekommen, Donald Trump müsste nach der amerikaweiten Protestwelle unter dem Slogan „No Kings“ im Sommer 2025 zurücktreten, weil er das Vertrauen des Volkes verloren hätte. Warum also sollte eine Regierung, die ihre Legitimität ohnehin nicht auf Wahlen, sondern auf Gott stützt, einfach abtreten, nur weil im ganzen Land Menschen protestieren?
Wie man erfolgreich einen Aufstand entfesselt
Bei den jetzigen Protesten war die soziale Basis etwas breiter als bei den Hijab-Protesten 2022, aber davon abgesehen waren sie politisch genauso naiv. Und genauso naiv war ihre Unterstützung im Ausland.
Solche Proteste ebben immer irgendwann ab, weil sie so hoffnungslos asymmetrisch sind. Auf der einen Seite stehen einfache Bürger, die ihre Familien und ihren Job vernachlässigen und gleichzeitig ihr Leben, ihre Arbeit und die Existenz ihrer Verwandten riskieren, um auf die Straße zu gehen. Das können sie nur eine sehr begrenzte Zeit durchhalten, etwa so lange, wie die Vorräte und die Ersparnisse reichen. Also nicht sehr lange, nachdem die Inflation, deren Explosion die Proteste ja erst ausgelöst hat, einen großen Teil der Ersparnisse vernichtet hat.
Auf der anderen Seite stehen die Soldaten, Polizisten, Spitzel und Beamten der Regierung, die unbegrenzte Mittel haben, um gegen die Protestierenden vorzugehen, und sich dabei auch nicht beeilen müssen. Sie werden nämlich von den Protestierenden finanziert, über die Steuern, die diese zahlen. Sie haben alle Ressourcen zur Verfügung, die sie brauchen: Geld, Waffen, Wagen, Macht, Informationen und eine Hierarchie, die sie daran hindert, zu den Protestierenden überzulaufen. Soziologen nennen das kollektive Handlungsfähigkeit.

Die einen zahlen über ihre Steuern für ihre eigene Unterdrückung, den anderen kommt jede innenpolitische Krise gerade recht, denn dann rekrutieren solche Regierungen gerne mehr Häscher und Spitzel und bezahlen sie besser, damit sie nicht überlaufen oder Zweifel bekommen. Die Polizei wird besser ausgerüstet und bekommt mehr Rechte. Diese Asymmetrie kann man verringern und sogar aufheben. Aber dazu muss eine Opposition ähnlich ausgerüstet sein. Sie muss ebenfalls kollektiv handlungsfähig sein, braucht also eine eigene Hierarchie, die Dissidenten und Verräter abschrecken kann, sowie die Mittel, um Familien von Verfolgten Unterhalt und Verletzten anonyme ärztliche Hilfe oder sogar eine Evakuierung ins Ausland bieten und Mitgliedern, die ihren Job verlieren, weiterhelfen zu können.
Und angesichts einer bis zu den Zähnen bewaffneten Regierung, die zu allem fähig ist, sollte eine solche Opposition auch gut bewaffnet sein. Was wiederum heißt: Sie muss ihren Kämpfern nicht nur Waffen, sondern auch Verpflegung und die Sicherheit geben, dass sie nicht im Stich gelassen werden, wenn sie verletzt werden. Das wiederum heißt: Sie braucht die Unterstützung eines ausländischen Staates, auf dessen Gebiet sie Verletzte und unmittelbar Bedrohte evakuieren kann, über den Waffen und Geld ins Land kommen können und der Kontakt zur Diaspora aufrechterhalten werden kann, wenn im Land der Ausnahmezustand verhängt wird. Eine einheitliche Ideologie ist ebenfalls hilfreich, denn sie erleichtert die Politisierung und Radikalisierung der einheimischen Bevölkerung, der Diaspora und der öffentlichen Meinung im Ausland.
Prowestliche Partisanen im deutsch, sowjetisch und italienisch besetzten Mittelost- und Südeuropa des Zweiten Weltkriegs hatten in der Regel solche Unterstützung von Großbritannien, den USA und Frankreich sowie aus den europäischen Kolonien, prosowjetische Partisanen bekamen sie aus der Sowjetunion. Die Gruppen, die sich nicht vom Ausland abhängig machen wollten und autark blieben, wurden zerrieben.
Bei erfolgreichen Rebellengruppen in Afrika im Kalten Krieg war es ähnlich: Mitglieder des African National Congress in Südafrika wurden zur Genesung und Schulung nach Moskau geflogen, in Angola und Tansania geschult und trainiert. Die Tutsi-Rebellen, die 1994 den Völkermord in Ruanda beendeten, waren meist Soldaten und Offiziere der ugandischen Armee. Die Rapid Support Forces, die zurzeit in Darfur und Kordofan Massaker verüben, werden von libyschen Warlords, den Vereinigten Arabischen Emiraten und indirekt von Russland unterstützt. Die Aufzählung könnte man beliebig weiterführen. Die protestierenden Iraner hatten hingegen keine eigene Hierarchie, keine Waffen, keine Rückzugsgebiete, keine Strukturen, kein Geld, um Verfolgte zu unterstützen, und nicht einmal eine einheitliche Ideologie, die es ihnen ermöglicht hätte, Unbeteiligte zu überzeugen und die Regierung zu spalten. Sie hatten – genau wie die venezolanische, belarussische und georgische Opposition – keinerlei Einfluss auf die Herrschenden, den sie hätten nutzen können, um mächtige Fraktionen auf ihre Seite zu ziehen. Dafür hatten sie Unterstützung aus dem Ausland. Aber in diesem speziellen Fall machte die alles nur noch schlimmer.
Wie die protestierenden Iraner verheizt wurden
Im Iran gibt es keine freien Medien und keine Meinungsfreiheit. Das ist so bekannt wie banal. Aber 2017 schien sich daran etwas zu ändern. Da gründete eine Gruppe von britischen Geschäftsleuten mithilfe einer professionellen Agentur, die schon zuvor bei großen internationalen Medienprojekten Pate gestanden hatte, Iran International, eine Art kleinen Bruder von Al Jazeera. Bei Al Jazeera weiß inzwischen jeder, woran er ist, der Sender berichtet aus Gegenden, in die die Korrespondenten unserer Fernsehsender nur selten kommen, oft mithilfe von Einheimischen, basierend auf Werten wie Demokratie, Pluralismus, Meinungsfreiheit und sogar Diversität, aber ohne ein Fünkchen Kritik an der Regierung und den Verhältnissen in Katar oder der Außenpolitik des Scheichtums.
Bei Iran International wusste man von Anfang an nicht, woran man war. Das Portal, seine Satelliten- und Internetredaktionen präsentieren sich als iranischen Diaspora-Sender, extrem regimekritisch, aber unabhängig. Einem Guardian-Artikel zufolge, der auf anonymen Zeugenaussagen beruht und von den Betroffenen heftig dementiert wurde, kamen bei der Gründung 250 Millionen Dollar, verteilt über fünf Jahre, aus Saudi-Arabien, aus dem Umfeld des saudischen Kronprinzen und Premierministers Mohammed bin Salman. Ein Beweis dafür fehlt, ist aber auch schwer zu erbringen, denn damals war der Mehrheitseigner der britischen GmBH, die Iran International betrieb, eine Briefkastenfirma auf den Cayman Islands.
Inzwischen hält ein britischer Medienunternehmer mit saudischen Wurzeln alle Anteile an der Firma. Sie hat es geschafft, mit inzwischen 700 Angestellten und Korrespondenten in zwölf Ländern, zum dominanten regierungskritischen Medium im Iran zu werden. Auf 30 Millionen wird das Auditorium geschätzt, wobei Iran International auch im Iran über Satellit und Internet etwa ein Drittel der Bevölkerung erreicht. Der Erfolg hat einen hohen Preis: Im Iran gilt das Medium als Terrororganisation, gegen die die Mullahs Drohungen ausstoßen. Nach Geheimdiensterkenntnissen verdichtete sich die Bedrohungslage nach den Hijab-Protesten so sehr, dass die britische Polizei zwei Angestellte der Firma Hals über Kopf in Sicherheit bringen musste. Zeitweise waren vor ihren Firmengebäuden Panzerwagen stationiert. Schließlich zog der Sender sogar vorübergehend in die USA um. Dass seine Redaktion auch kein Kind von Traurigkeit war, sieht man daran, dass sie von der britischen Medienaufsichtsbehörde untersucht wurde, weil ihre Journalisten einen Anschlag im Iran gerechtfertigt hatten.
2022 war das ein großes Thema in Großbritannien, mit dem sich sogar Parlamentsausschüsse beschäftigten. Damals tauchten auch die ersten Anzeichen einer KI-unterstützten Internetkampagne auf, durch die zum ersten Mal seit vielen Jahren der Eindruck erweckt wurde, als habe die iranische Opposition eine einheitliche, handlungsfähige Führung mit einer klaren politischen Linie. Dieses Anzeichen war ein KI-kreiertes Video, in dem der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, seine Frau, Gila Gamliel, die damalige Geheimdienstministerin (und jetzige Wissenschaftsministerin) und ihr Partner sowie der Schah-Sohn Reza Pahlavi mit seiner Frau durch Teheran spazieren. Titel: „Nächstes Jahr in einem freien Teheran“.
Gamliel und Pahlavi kennen sich gut. Sie empfing Pahlavi, als dieser 2023 in Israel war, wobei er auch Yad Vashem besuchte und betonte, jede Widerstandsbewegung brauche Unterstützung von außen, um Erfolg zu haben. Im gleichen Jahr entstand eine ganze Reihe neuer falscher X-Konten, die zunächst passiv blieben. Sie waren Teil einer umfangreichen Propagandakampagne, für die persische Muttersprachler und Übersetzer engagiert wurden.
„Befreit eure Familienmitglieder!“
Das änderte sich mit dem Ausbruch des israelisch-iranischen Krieges im Juni 2025. Ein kleines, aber für diese Geschichte wichtiges Detail ist dabei der israelische Luftangriff auf das Evin-Gefängnis in Teheran, in dem viele politische Gefangene einsaßen. Manche westliche Internetaktivisten (und israelische Zeitungen) feierten die Luftanschläge als israelischen Versuch, politische Gefangene zu befreien. Das war schon deshalb Unfug, weil diese darauf nicht vorbereitet waren und danach allenfalls orientierungslos herumirren oder bei Verwandten Unterschlupf suchen konnten, wo Polizei und Geheimdienst sie nur einsammeln mussten. In einem Land, in dem Kriegszustand herrscht, die Grenzen geschlossen und überall Straßensperren sind, macht ein in eine Gefängnismauer gesprengtes Loch keinen wirklichen Unterschied.

Die Evin-Bombardierung war aber noch aus einem anderen Grund sehr grober Unfug, das zeigen Recherchen von CitizenLab und der israelischen Tageszeitung Haaretz. CitizenLab wurde 2023 über die Grenzen Kanadas hinaus bekannt, weil das Forschungszentrum aus Toronto damals in Zusammenarbeit mit Amnesty International nachweisen konnte, dass eine israelische geheimdienstnahe Firma zahlreichen Regierungen (darunter auch diktatorischen) die Software Pegasus verkauft hatte, mit der sie praktisch die Kontrolle über fremde Smartphones übernehmen konnten, ohne dass ihre Besitzer dies bemerkten. Die Affäre beschäftigte damals Untersuchungsausschüsse in Polen und im EU-Parlament. Schließlich musste die Firma einigen Regierungen die Lizenzen entziehen. Danach ging sie Konkurs.
2025 bemerkte CitizenLab, wie anonyme Konten in sozialen Netzwerken, die Jahre vorher gegründet worden, aber passiv geblieben waren, KI-generierte Aufnahmen verbreiteten, die angeblich „Explosionen beim Evin-Gefängnis“ zeigten, wobei sie den Eindruck erweckten, von Anwohnern des Gefängnisses in Teheran zu stammen. Einige der Konten riefen auf: „Befreit eure Verwandten“, andere animierten dazu, dem obersten Führer des Iran öffentlich den Tod zu wünschen, und erweckten den Eindruck, die Regierung habe Teheran aufgegeben und kontrolliere die Stadt gar nicht mehr. Offenbar, so CitizenLab, sei diese Kampagne mit den Luftschlägen koordiniert worden, sie begann Minuten nach dem ersten Luftschlag. Die Operation schlug fehl, weil viele der Verwandten, die aufgefordert wurden, zum Gefängnis zu kommen, bereits drin und äußerst erbost waren, dass das Gefängnis ausgerechnet zur Besuchszeit bombardiert wurde. Was laut israelischer Propaganda ein „symbolischer Angriff auf das Foltersystem des Iran“ hätte sein sollen, endete als Kriegsverbrechen mit 71 Toten.
Wäre die „Operation Evin“ gelungen, hätte es einen Volksauflauf vor dem Gefängnis gegeben, gegen den die Sicherheitskräfte vorgegangen wären (sie hatten Teheran bekanntlich nicht aufgegeben) und bei dem dann israelische Luftschläge noch mehr Opfer gefordert hätten. Jemand war drauf und dran gewesen, eine Menge Öl ins Feuer zu gießen, obwohl nach den Hijab-Protesten von 2022 ja klar sein musste, dass solche Proteste selbst unter normalen Bedingungen aussichtslos waren. Unter Kriegsbedingungen, in einer Stadt voller Armee, Revolutionsgarden und Straßensperren würden sie die Protestierenden nur in die Arme ihrer Häscher treiben.
Gleichzeitig sorgten die Onlinekampagne und Iran International dafür, dass Reza Pahlavi zum Gesicht der Opposition wurde. Google Trends zeigt für den Juni 2025 einen rasanten Anstieg der Suchanfragen nach dem Schah-Sohn. Auch Pahlavi goss Öl ins Feuer, rief die Protestierenden zum Durchhalten und Donald Trump zum Eingreifen auf, obwohl klar war, dass die Proteste spontan ausgebrochen und nicht mit den USA koordiniert waren. Trump verkündete, „Hilfe sei unterwegs“. Aber sie kam nie, die Protestierenden hielten genauso wenig durch wie sie das 2022 gekonnt hatten.
Ob die israelisch-amerikanischen Luftschläge vom vergangenen Jahr das iranische Atomprogramm tatsächlich beendet haben, ist weiter fraglich. Aber immerhin: Installationen kann man aus der Luft zerstören, einen Regimewechsel dagegen bekommt man nur hin, wenn man die Luftschläge eng mit einem Aufstand am Boden koordiniert, so wie die Nato das beim Sturz Muhammar al Gadafis 2011 durchexerziert hat, unterstützt von Spezialkommandos aus Katar, die vor Ort auf dem Boden waren. Damals waren die Aufständischen auch bewaffnet, trainiert, und hatten, was sie brauchten. Nichts davon war im Iran der Fall. Überrascht von einem spontanen Ausbruch der Volkswut versuchten erst Pahlavi und dann Trump auf einen Zug aufzuspringen, der dabei war, gegen einen Prellbock zu fahren. Das ist nicht das einzige Absurde an dieser Geschichte.
Es ist, als hätten alle beschlossen, Öl in ein Feuer zu gießen
Ein Faktor, der verhindert, dass Geld an die Opposition im Iran fließt, mit dem man Verfolgte unterstützen, ihre Familien über Wasser halten und Protestbewegungen resilient machen kann, sind die westlichen Sanktionen gegen das iranische Bankensystem. Von den Sanktionen ausgenommen sind allerdings seit Jahren Starlink-Terminals, mit denen die Internetzensur umgangen werden kann. Angeblich wurden bereits 50.000 davon ins Land geschmuggelt.
Elon Musk wird sich darüber freuen. Im Iran sorgen sie dafür, dass manche Iraner Informationen austauschen und ins Ausland schicken können. Damit werden die Proteste weiter angefacht, ohne dass sie dadurch aber mehr Aussicht auf Erfolg hätten. Es ist, als hätten alle beschlossen, möglichst viel Öl in ein Feuer zu gießen, das den Mullahs nicht gefährlich werden, aber dafür umso mehr ihrer Untertanen verschlingen kann.
Wenn westliche Medien Bilder des staatlichen Fernsehens im Iran weiterverbreiten, Leichenberge von angeblich ermordeten Demonstranten zeigen und diese dann über Satelliten den Iran erreichen, erzeugen sie die gleiche Reaktion wie die horrenden Opferzahlen von 12.000, die Iran International nach der Niederschlagung des Aufstandes plötzlich und ohne jede seriöse Grundlage verbreitete. Beides kann Empörung auslösen und Proteste neu anfachen, solange sie dauern. Sind sie erst einmal niedergeschlagen (und das sind sie), verbreitet es nur noch Angst und Resignation.
Illusion im Westen
Das Einzige, was die USA, Saudi-Arabien und Israel erreicht haben, ist, die Bevölkerung im Iran zu einem aussichtslosen Kampf aufzustacheln, ohne ihr das zu geben, was sie gebraucht hätte: eine einheitliche Kommandostruktur, Waffen, Rückzugsgebiete und eine klare politische Linie. Dank ihnen hat die Regierung in Teheran nun mehr Informationen über kritische Bürger und potenzielle Gegner und mehr Gefangene als ohne die groß angelegte Einflusskampagne.






