Politik

Ex-SPD-Politiker: Detlef Müller wird Manager bei der Deutschen Bahn

Müller war der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Sozialdemokraten. Nun bekommt der gelernte Lokführer einen neuen Posten.

Detlef Müller war der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD im Bundestag.
Detlef Müller war der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD im Bundestag.Jörg Carstensen/dpa

Der Verkehrspolitiker und frühere Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Detlef Müller soll zukünftig für die Deutsche Bahn arbeiten. Wie der Spiegel berichtete, wird Müller ab 1. Januar 2026 „Senior Spezialist für die Eisenbahn in der Fläche“. 

Müller ist gelernter Lokomotivführer. Von 2005 bis 2009 gehörte er erstmals dem Deutschen Bundestag an. Von 2014 bis 2025 war er erneut in der SPD-Bundestagsfraktion, von 2021 bis 2025 war ihr stellvertretender Vorsitzender. Bei der letzten Bundestagswahl verpasste Müller den Wiedereinzug ins Parlament.

Deutsche Bahn: Zahlreiche Veränderungen im Management ab 2026

Gegenüber dem Spiegel sagte Müller, er habe eine 15-monatige Schulung absolvieren müssen, um wieder als Lokführer tätig zu sein. Seitens der Bahn hieß es, er werde „in enger Zusammenarbeit mit den Eisenbahngeschäftsfeldern, den DB-Konzernbevollmächtigten vor Ort und den Partnern in Ländern und Kommunen ausgewählte regionale Projekte vorantreiben, die die Eisenbahn in der Fläche stärken“.

Die neue Bahnchefin Evelyn Palla kündigte zuletzt an, den Konzern deutlich verändern zu wollen. Sie wolle im Unternehmen wieder mehr Verantwortung in die einzelnen Regionen verlagern.

Zum neuen Jahr soll der Konzernvorstand der Deutschen Bahn verkleinert und das darunter liegende Top-Management nahezu halbiert werden. Der Konzernvorstand soll künftig nur noch sechs Vorstandsressorts haben. Dort fallen die Posten für Technik und Digitalisierung sowie Infrastruktur weg. Bei den Konzerntöchtern DB Regio und DB Fernverkehr wird jeweils der Posten des Marketing-Vorstands gestrichen, auch die Infrastrukturtochter InfraGO hat künftig zwei Vorstände weniger. In der Holding sollen laut Palla insgesamt rund 30 Prozent der Stellen wegfallen.

Auf den Ebenen unterhalb des Konzernvorstands streicht die Bahn nach eigenen Angaben „eine komplette Zwischenebene zwischen Vorstand und erster Führungsebene“