Es geht weiter im Prozess RBB versus Ex-Intendantin Patricia Schlesinger: Der RBB-Verwaltungsrat will im Verfahren gegen die 64-Jährige Berufung gegen Teile des Urteils des Berliner Landgerichts einlegen. Das wurde bereits am 5. August innerhalb des RBB-Gremiums beschlossen, wie der Sender jetzt mitteilt. Mit dieser Berufung wolle man erreichen, dass das Kammergericht als zuständige Berufungsinstanz feststellt, dass die ehemalige Intendantin Patricia Schlesinger „für ihre Entscheidungen in Sachen Bonuszahlungen und ARD-Zulage persönlich haftbar ist.“
Zudem will der Sender auch für das bereits 2022 eingestellte Projekt „Digitales Medienhaus“ (DMH) Schadenersatz. Krüger: „Darüber hinaus ist es unser Anliegen, die Kosten des Projekts Digitales Medienhaus von ihr zurückzuverlangen“. 12,9 Millionen Euro will der RBB von seiner früheren Chefin wiederhaben – plus Zinsen. Das Landgericht hatte diesen Komplex vom Verfahren abgetrennt.
Neuer Job: Schlesinger wird Führungskräfte im Umgang mit Krisen beraten
Nachdem Schlesinger jüngst vor Gericht einen Teilerfolg gegen ihren ehemaligen Arbeitgeber erzielt hatte, wurde bekannt, dass sie beruflich einen Neuanfang wagt. Sie wird künftig für eine Beratungsagentur für Führungskräfte im Bereich der Krisenbewältigung und öffentlichen Erwartungen tätig sein, wie die Berliner Agentur Stella Circle mitteilte. Soll heißen: Sie wird Spitzenkräfte zum Umgang mit Krisen beraten. Es soll sich um eine Tätigkeit auf Honorarbasis handeln.


