Landtagswahl

Der unbekannte Ministerpräsident: Warum die CDU in Sachsen-Anhalt die Spitze austauscht

Mit dem Wechsel an der Spitze Sachsen-Anhalts reagiert die CDU auf schlechte Umfragewerte. Dieser Vorgang zeigt: Klassische Machtlogiken werden zunehmend brüchig.

Sven Schulze (l.) und Reiner Haselhoff (r.), Langzeit-Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt
Sven Schulze (l.) und Reiner Haselhoff (r.), Langzeit-Ministerpräsident von Sachsen-AnhaltKlaus-Dietmar Gabbert

Manchmal sagen politische Manöver mehr über den Zustand eines Systems aus als jede Wahl. Der überraschende Wechsel an der Spitze Sachsen-Anhalts gehört in diese Kategorie. Denn wenn mit Sven Schulze ein bundespolitisch bislang wenig bekannter CDU-Politiker in das Amt des Ministerpräsidenten wechselt, stehen die Zeichen nicht auf Neuanfang. Darum geht es gar nicht. Es geht um politische Handlungsspielräume und darum, Zeit zu gewinnen.

Berliner Zeitung

Mit einem Abo weiterlesen

  • Zugriff auf alle B+ Inhalte
  • Statt 9,99 € für 2,00 € je Monat lesen
  • Jederzeit kündbar