Etwa zehn Minuten vor Spielbeginn betreten die ersten Belarussen ihren Block. Knapp Hundert schwarz gekleidete Männer und Frauen haben sich vermummt. Sie wollen im Stadion Wojska Polskiego, dem Stadion der Polnischen Armee und Heimatstätte von Hauptstadtklub Legia Warschau, nicht erkannt werden. „Der KGB wird hier genau hinschauen, wer sich heute zeigt“, sagt ein Belarusse – in russischer Sprache – ein paar Sitzreihen weiter oben.
Die angespannte Stimmung bei Temperaturen minimal über dem Gefrierpunkt verdeutlicht, dass es an diesem Novemberabend in der polnischen Hauptstadt viel mehr als nur um Fußball geht.

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