Eurasien

Wende nach Osten: Der neue Nordkorea-Hype in Russland

In Russland wächst das Interesse an der Demokratischen Volksrepublik. Medien und Politik in Moskau formen ein neues Bild des isolierten Staates. Auch Reisen nach Nordkorea nehmen deutlich zu.

Zu sehen ist das Dreiländereck zwischen Russland, China und Nordkorea, ein geopolitischer Schnittpunkt wachsender Kooperation im Osten Asiens.
Zu sehen ist das Dreiländereck zwischen Russland, China und Nordkorea, ein geopolitischer Schnittpunkt wachsender Kooperation im Osten Asiens.Yuri Smityuk/imago

Seit Beginn des Ukrainekrieges und der verschärften westlichen Sanktionspolitik verändert sich in Russland nicht nur die Außenpolitik grundlegend. Scrollt man durch russische soziale Medien, unterhält sich mit Bekannten aus Moskau oder Sankt Petersburg oder verfolgt schlicht die russischen Nachrichten wird allen voran das rege Interesse an Nordkorea deutlich.

Man könnte gar von einem „Nordkorea-Hype“ in Russland sprechen – politisch, wirtschaftlich und zunehmend auch touristisch. Was lange als hermetisches, isoliertes Regime galt, wird in Teilen der russischen Öffentlichkeit und Eliten zunehmend als „vertrauter Partner im Osten“ neu erzählt.

Berliner Zeitung

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