Eine absolut widerrechtliche Bombardierung eines Staates und die Entführung seines Staatsoberhauptes als medial berauschender Thriller: Wer eine solche Darlegung der jüngsten Geschehnisse rund um Venezuela suchte, der fand im deutschen Spiegel die passende Geschichte. „Der Coup von Caracas“ titelten die Kollegen am Samstag in ihrer Online-Ausgabe. Ein fast schon literarischer Titel, sprachlich durch eine Alliteration aufgeputscht. Von einer Verdammung des Vorgehens der Amerikaner keine Spur, auch wenn „Donald Trump den US-Imperialismus mit Wucht nach Lateinamerika zurückgebracht“ habe, wie Autor Jens Glüsing schreibt.

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