Der Konflikt zwischen der Ukraine und Israel um mutmaßlich aus russisch besetzten Gebieten stammende Getreidelieferungen spitzt sich weiter zu und droht nun auch die Beziehungen zwischen der EU und Israel zusätzlich zu belasten. Denn Brüssel hat jetzt signalisiert, im Zweifel Sanktionen gegen Beteiligte – gegebenenfalls auch gegen den israelischen Staat – zu verhängen.
Auslöser ist die Ankunft eines unter panamaischer Flagge fahrenden Schiffes im Hafen von Haifa, das laut ukrainischen Angaben Getreide aus besetzten ukrainischen Regionen transportiert. Die EU-Kommission erklärte, man habe „Berichte zur Kenntnis genommen“, wonach ein Schiff der sogenannten russischen Schattenflotte entsprechende Ladung nach Israel gebracht habe. „Wir verurteilen alle Handlungen, die Russlands illegalen Krieg finanzieren oder EU-Sanktionen umgehen“, sagte ein Sprecher. Man sei bereit, „Einzelpersonen und Einrichtungen auch in Drittstaaten zu sanktionieren“, falls sich die Vorwürfe bestätigten.

Mit einem Abo weiterlesen
- Zugriff auf alle B+ Inhalte
- Statt 9,99 € für 2,00 € je Monat lesen
- Jederzeit kündbar
Sie haben bereits ein B-Plus? Melden Sie sich an
Doch lieber Print? Hier geht's zum Abo Shop
