Erinnerungspolitik

Holocaust-Gedenken: Wie die Sowjetunion aus der Geschichte gestrichen wird

Im Bundestag wurde an die Opfer von Auschwitz erinnert. Doch die Rote Armee, die das Lager befreite, spielte kaum eine Rolle. Das ist ein Fehler. Ein Kommentar.

Überlebende von Auschwitz verlassen das Konzentrationslager im Februar 1945.
Überlebende von Auschwitz verlassen das Konzentrationslager im Februar 1945.Reinhard Schultz/imago

Vor 81 Jahren, am 27. Januar 1945, befreiten Truppen der Roten Armee das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz. Wie kaum ein anderer Ort steht Auschwitz für den Holocaust und die industrielle Mordmaschinerie des deutschen Faschismus.

Zwischen 1940 und 1945 wurden in Auschwitz nach aktuellen Schätzungen etwa 1,1 bis 1,5 Millionen Menschen ermordet, darunter mindestens 1,1 Millionen Juden. Zu den Opfern gehörten außerdem Sinti und Roma, sowjetische Kriegsgefangene, politische Gegner, als „asozial“ Diffamierte sowie Homosexuelle. Millionen weitere Menschen wurden in anderen Vernichtungslagern und Ghettos, durch Massenerschießungen, Aushungern und Todesmärsche getötet.

Berliner Zeitung

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