Vor dem Sitz der Organisation „Christen für Israel“ in der niederländischen Stadt Nijkerk ist am Freitagabend ein Sprengsatz detoniert. Wie die Polizei laut der Nachrichtenagentur AFP mitteilte, wurde niemand verletzt, da sich zum Zeitpunkt der Explosion gegen 23.30 Uhr niemand in dem Gebäude aufhielt. Es entstand lediglich leichter Sachschaden.
Polizeibeamte, die zufällig in der Nähe unterwegs waren, hörten laut RTL Nieuws einen Knall und sahen einen Lichtblitz. Die Ermittlungen ergaben, dass eine schwarz gekleidete Person den Sprengsatz am Zaun des Gebäudes platziert hatte, teilte die Polizei mit. Festnahmen gab es bislang nicht. Zu einem möglichen Motiv machten die Behörden keine Angaben und riefen Zeugen auf, sich zu melden.
Die Organisation „Christen für Israel" zeigte sich laut AFP „schockiert“ und sprach von einem „besorgniserregenden Muster“ von Angriffen auf jüdische und pro-israelische Einrichtungen in den Niederlanden und Belgien. Dass der Anschlag am Vorabend von Ostern stattfand, mache ihn „besonders erschütternd“, erklärte die Organisation laut RTL Nieuws. Man werde sich nicht einschüchtern lassen und die Arbeit fortsetzen.
Nijkerks Bürgermeisterin Tinet de Jonge-Ruitenbeek nannte die Tat laut RTL Nieuws „inakzeptabel“ und besuchte das Zentrum, um mit den Mitarbeitenden zu sprechen. „Jede Form von Aggression, Hass oder Gewalt lehnen wir ab“, erklärte sie.
Die 1979 gegründete Stiftung koordiniert laut eigenen Angaben von Nijkerk aus Aktivitäten in über 40 Ländern. Bereits im Frühjahr zuvor kam es bei pro-palästinensischen Protesten vor Veranstaltungen der Organisation zu Ausschreitungen, unter anderem in Barneveld und Katwijk, wie RTL Nieuws berichtete. Zudem gab es im März Explosionen an jüdischen Einrichtungen, darunter eine Schule in Amsterdam und eine Synagoge in Rotterdam.


