Der Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) hat am Montag die Details der neuen Elektroauto-Prämie vorgestellt. Mit der Förderung will die Regierung den Verkehr klimafreundlicher machen.
Eigentlich sollten die neuen Förderbedingungen schon am vergangenen Freitag vorgestellt werden. Das Ministerium hatte die Pressekonferenz aber in letzter Minute auf diesen Montag verschoben und das mit Abstimmungsbedarf innerhalb der Bundesregierung begründet.
Menschen mit geringem Einkommen sollen profitieren
Die Bundesregierung hatte sich bereits im vergangenen Jahr auf Eckpunkte für die neue Förderung geeinigt. Einen Zuschuss sollen demnach Privatpersonen mit einem zu versteuernden Haushaltsjahreseinkommen von bis zu 80.000 Euro erhalten können. Die Fördergrenze liegt bei einem Haushaltseinkommen von 80.000 Euro, bei zwei Kindern bei 90.000 Euro.
Wer weniger verdient oder Kinder hat, soll stärker von der neuen Förderung für Kauf oder Leasing eines Elektroautos profitieren. Je nach persönlichen Umständen sind zwischen 1500 und 6000 Euro staatliche Unterstützung drin.
Die Basisförderung liegt für reine Elektroautos bei 3000 Euro. Für Haushalte mit einem Einkommen von maximal 60.000 Euro gibt es 4000 Euro, für Haushalte mit einem Maximal-Einkommen von 45.000 Euro 5000 Euro. Pro Kind steigt die Förderung um 500 Euro, insgesamt um höchstens 1000 Euro. Weniger Geld gibt es für sogenannte Plug-in-Hybride, die sowohl mit Strom als auch mit Treibstoff fahren können. Für diese Autos und Fahrzeuge mit einem Range Extender liegt die Basisförderung bei 1500 Euro. Auch Leasing wird gefördert.
Prämie für E-Autos: So wird die Förderung beantragt
Wer sein Elektroauto oder bestimmte Plug-in-Hybride ab dem 1. Januar neu zugelassen hat, kann die Förderung beantragen. Das gilt sowohl für den Kauf als auch für das Leasing. Beantragen kann man die neue Förderung voraussichtlich aber erst ab Mai, wenn das entsprechende Internetportal an den Start gehen soll. Für die Antragstellung werden eine Kopie des Kauf- oder Leasingvertrags, der Fahrzeugschein, der Nachweis der erstmaligen Zulassung des Fahrzeugs auf den Antragsteller in Deutschland sowie die zwei letzten aktuellen Steuerbescheide (maximal drei Jahre alt) benötigt.
„Die Mittel reichen für geschätzt 800.000 Fahrzeuge in den nächsten drei bis vier Jahren“, sagte Schneider vergangene Woche der Bild-Zeitung. Für Familien mit Kindern soll es demnach mehr Geld geben. Anträge sollen aber wohl erst ab Mai gestellt werden können, wenn ein entsprechendes Portal freigeschaltet ist.


