Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) bringt eine Ausweitung der Mietpreisbremse ins Spiel. Bisher gilt diese Regelung nicht für Wohnungen, die nach 2014 gebaut wurden – das könnte sich künftig allerdings ändern, wie die Politikerin der Bild am Sonntag sagte.
Hubertz sagte, wenn die Mietpreisbremse verlängert werde, könne man auch diese Ausnahme überdenken. Eine mögliche Verlängerung steht erst 2029 an, dennoch ist es bereits jetzt ein Thema bei den Bundestagsparteien.
Die Mietpreisbremse soll eigentlich verhindern, dass Mieten zu stark steigen. Vermieter dürfen demnach höchstens zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete verlangen. Gleichzeitig kündigte Hubertz an, die Baukosten für neue Wohnungen drastisch senken zu wollen – idealerweise um die Hälfte.
Möglich werden soll das unter anderem durch industriell vorgefertigte Bauteile wie ganze Wände. Dadurch könnten bereits 30 bis 40 Prozent eingespart werden, wie Hubertz erklärte. Auch steigende Bodenpreise will sie bremsen, etwa mit mehr Erbpacht-Modellen.
Heizungsgesetz: Hubertz hält daran fest, fordert aber Unterstützung
Trotz Kritik aus der Koalition hält Hubertz zudem an der Vorgabe fest, dass neue Heizungen künftig zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden sollen. Eine komplette Rücknahme des Gebäudeenergiegesetzes lehnt sie derweil ab. Gleichzeitig betonte sie, dass es Unterstützung für die Bürger geben müsse. Man müsse Menschen ermöglichen, „dass sie jetzt nicht abgehängt werden, sondern dass sie auch mitmachen“, führte Hubertz aus.


