Der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag, Marcus Röwekamp (CDU), hat sich für eine mögliche Zwangsverpflichtung von Bundeswehr-Soldaten zum Dienst in Litauen ausgesprochen. Hintergrund ist ein Mangel an Freiwilligen für den Einsatz an der NATO-Ostflanke, wie der Deutschlandfunk berichtet.
Röwekamp erklärte, dass die Bundeswehr zwar grundsätzlich auf Freiwilligkeit setze. Sollte dieses Prinzip jedoch für einen „sicherheitspolitisch unverzichtbaren Auftrag“ nicht ausreichen, müsse der Dienst auch verbindlich angeordnet werden können.
Beitrag Deutschlands zur Verteidigung der NATO-Ostflanke
Zuvor hatte das Magazin Der Spiegel unter Berufung auf ein vertrauliches Papier aus dem Verteidigungsministerium berichtet, dass sich nicht genügend Freiwillige für den Einsatz in Litauen gemeldet hätten.
Derzeit sind knapp 1800 deutsche Soldaten in Litauen stationiert. Bis 2027 soll diese Zahl auf 4800 Soldaten anwachsen – eine Verdreifachung der gegenwärtigen Truppenstärke. Die Brigade gilt als wesentlicher Beitrag Deutschlands zur Verteidigung der östlichen NATO-Staaten.


