Die Panzerbrigade 45 „Litauen“ der Bundeswehr hat in Kaunas das Kommando über die Multinational Battlegroup Lithuania übernommen. Der litauische Panzerverband war erst vor weniger Jahren ggründet worden und befindet sich noch im Aufbau. Mit der Unterstellung erhöht sich die Truppenstärke des deutschen Verbandes vor Ort auf rund 1.700 Soldaten.
Während der Übergabe bezeichnete Staatssekretär Sebastian Hartmann den Schritt als „Zeitenwende in Aktion". Der Inspekteur des Heeres, Christian Freuding, erklärte vor Journalisten, die Nato-Streitkräfte seien „ab heute Nacht bereit zum Kampf, was immer auch nötig sein mag".
Dauerhafte Stationierung deutscher Truppen im Ausland
Mit der Stationierung dieser Panzerbrigade betritt die Bundeswehr Neuland. Es handelt sich um die erste zeitlich unbefristete Stationierung eines Verbandes außerhalb Deutschlands seit dem Zweiten Weltkrieg. Bis 2027 sollen 4.800 Soldaten und 200 zivile Mitarbeiter vor Ort sein.
Offizielle Rechtfertigung der Stationierung ist eine mögliche Bedrohung durch einen russischen Angriff auf das Baltikum. Russland bestreitet solche Pläne.


