Verkehrsunternehmen

Deutschlandticket: Trotz Preiserhöhung bisher keine Kündigungswelle

Das Deutschlandticket verteuert sich von 58 auf 63 Euro im Monat. Nach Angaben der Verkehrsunternehmen hat das nicht zu einem massenhaften Abwandern der Abonnenten geführt.

Trotz der Preiserhöhung halten die Kunden am Deutschlandticket fest.
Trotz der Preiserhöhung halten die Kunden am Deutschlandticket fest.Boris Roessler

Die stufenweise Erhöhung des Deutschlandticket-Preises von anfangs 49 auf inzwischen 63 Euro hat offenbar nicht zu einer Kündigungswelle der Kunden geführt, wie der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) mitteilt.

VDV-Präsident Wortmann erklärte, dass derzeit rund 15 Millionen Menschen das Deutschlandticket nutzen. Auch im laufenden Jahr sei kein verstärkter Rückgang der Abonnentenzahlen zu beobachten.

Der Branchenverband sieht darüber hinaus noch Wachstumspotenzial für das Angebot. Besonders bei den sogenannten Job-Tickets, bei denen Arbeitgeber das Abonnement für ihre Beschäftigten bezuschussen, gebe es noch Spielraum nach oben, so Wortmann.

Lange Finanzierungsdebatte zwischen Bund und Ländern

Das Deutschlandticket ermöglicht bundesweit Fahrten in Bussen und Bahnen des öffentlichen Regional- und Nahverkehrs. Es wurde im Mai 2023 mit einem Einführungspreis von 49 Euro pro Monat gestartet. Seit Januar dieses Jahres kostet das monatliche Abonnement 63 Euro – eine Steigerung von knapp 29 Prozent.

Der Preisanpassung waren langwierige Verhandlungen zwischen Bund und Ländern über die Finanzierung des Tickets vorausgegangen. Ab dem kommenden Jahr soll ein neues Verfahren greifen: Der Preis wird dann nach einem Index berechnet, was künftige Anpassungen transparenter gestalten soll.