Ausfälle, Verspätungen, Umleitungen: Auf der Bahnstrecke zwischen Berlin und Halle (Saale)/ Leipzig ist der Zugverkehr unterbrochen. Zwischen Zahna und Lutherstadt Wittenberg in Sachsen-Anhalt riss am Sonnabendmittag die elektrische Oberleitung. Sie fiel auf einen Intercity Express (ICE), der mit rund 550 Reisenden von Berlin unterwegs nach Halle war. Der Zug kam außerhalb eines Bahnhofs zum Stehen.
Das „gefährliche Ereignis“ (so das interne Meldungssystem der Deutschen Bahn) wurde um 11.53 Uhr gemeldet. Der Notfallmanager und Einsatzkräfte machten sich auf zu dem liegen gebliebenen Zug. Berichten zufolge wurde der ICE bei dem Unglück beschädigt. Fensterglas zersplitterte, offenbar wurden mindestens zwei Reisende verletzt.
„Sehr unangenehme Reise für viele heute - auch für mich“
Die Fahrgäste saßen mehrere Stunden in dem Zug fest. Am Nachmittag hieß es bei der Bahn im Newsblog, dass die Weiterfahrt in Bussen erfolgt. „Ein Ersatzzug kann wegen des abgeschalteten Stroms nicht eingesetzt werden“, teilte das Unternehmen mit.
Zwischen Lutherstadt Wittenberg und Zahne sind keine Zugfahrten möglich. Fernverkehrszüge zwischen Berlin und Halle (Saale)/ Leipzig werden aktuell über Dessau umgeleitet. „Dadurch kommt es zu einer Fahrzeitverlängerung von etwa 40 Minuten. Der Halt Lutherstadt Wittenberg entfällt, Ersatzhalt ist Dessau“, so die Bahn. Im DB-Navigator ist sogar von Verspätungen von 50 Minuten die Rede.


