Wintereinbruch in Norddeutschland

Schneechaos schlägt zu: Erstes Bundesligaspiel abgesagt – Union darf hoffen

Die Bundesliga muss dem Wintereinbruch Tribut zollen: Das erste Spiel wurde abgesagt. Weiterhin offen ist, ob in der Alten Försterei gespielt werden kann.

Am Hamburger Millerntor kann am Wochenende aufgrund des heftigen Schneefalls nicht Fußball gespielt werden.
Am Hamburger Millerntor kann am Wochenende aufgrund des heftigen Schneefalls nicht Fußball gespielt werden.Philipp Szyza/IMAGO

Schon am Donnerstag hatte man in den Reihen des FC St. Pauli befürchtet, dass das für Sonnabend (15.30 Uhr) geplante Heimspiel gegen RB Leipzig aufgrund des heftigen Wintereinbruchs in Norddeutschland nicht stattfinden würde. Am Freitag haben sich die Prognosen bestätigt: Die Partie des 16. Spieltags zwischen dem Tabellen-16. und dem Tabellenvierten fällt aus.

„Der Stadionbetreiber des Millerntor-Stadions hat die Spielstätte nach Rücksprache mit den lokalen Behörden gesperrt. Grund hierfür ist die große Menge von Schnee und Eis auf dem gesamten Stadiongelände und die damit verbundenen Sicherheitsrisiken für alle am Spieltag beteiligten Personen sowie die kritische Gesamtsituation in Hamburg“, hieß es am Nachmittag in einer offiziellen Erklärung der DFL.

Der 1. FC Union Berlin darf derweil weiter hoffen, dass die angesetzte Begegnung mit dem FSV Mainz 05 (Sonnabend, 15.30 Uhr) wie geplant stattfinden wird. Am Donnerstag hatten zahlreiche freiwillige Helfer selbst zu Schaufeln und Besen gegriffen, um das Stadion An der Alten Försterei vom bis dato gefallenen Schnee zu befreien. Am Freitag deutete noch nichts auf einen Ausfall der Partie in Köpenick hin.

Das Aufeinandertreffen mit dem Tabellenschlusslicht der Bundesliga ist für die Eisernen gleichzeitig das erste Wiedersehen mit Urs Fischer. Der Schweizer hatte Mainz zum Ende des vergangenen Jahres als Trainer übernommen, seine größten Erfolge zwischen 2018 und 2023 allerdings mit Union gefeiert. Die Berliner hatte er von der Zweiten Bundesliga in die Champions League geführt, ehe er nach einer Niederlagenserie vor etwas mehr als zwei Jahren seinen Hut nehmen musste. Eine offizielle Verabschiedung wird es nicht geben, weil Fischer mit Blick auf die angespannte sportliche Situation bei seinem neuen Arbeitgeber darum gebeten hatte, den Fokus auf das Fußballspiel zu richten.