Als Serge Gnabry am Sonnabend beim 4:0-Erfolg des FC Bayern gegen den 1. FC Union Berlin den Treffer zum Endstand erzielte, war noch nicht abzusehen, dass dieses Tor Bestandteil eines historischen Bundesliga-Spieltags werden würde. Der Nationalspieler, der unmittelbar vor dem Seitenwechsel schon das zwischenzeitliche 2:0 erzielt hatte, war einer von zehn (!) Spielern, die am Wochenende jeweils doppelt trafen.
Immer wieder von seinen Mitspielern glänzend in Szene gesetzt, schaffte es der 30-Jährige, seine Bundesliga-Tore 98 und 99 zu erzielen. Unions Kapitän Christopher Trimmel, der auf der rechten Schiene Gnabrys direkter Gegenspieler war, blieb dabei oft nur das Nachsehen.
Neben Gnabry trafen Brajan Gruda, Christoph Baumgartner (beide RB Leipzig), Patrick Schick (Bayer Leverkusen), Marvin Pieringer (1. FC Heidenheim), Jens Castrop (Borussia Mönchengladbach), Ramy Bensebaini (Borussia Dortmund), Paul Nebel (FSV Mainz 05), Igor Matanovic (SC Freiburg) und Deniz Undav (VfB Stuttgart) doppelt. Lediglich in der Partie zwischen dem VfL Wolfsburg und Werder Bremen (0:1) gab es keinen Spieler, der sich mehr als einmal in die Torschützenliste eintrug.
Danilho Doekhi traf in dieser Saison schon zweimal doppelt
Dass ein Doppelpack generell alles andere als alltäglich ist, zeigt ein detaillierterer Blick auf die Köpenicker Zwischenbilanz. In diesem Kalenderjahr hat noch kein Union-Profi doppelt getroffen, in der laufenden Saison waren es mit Ilyas Ansah (beim 2:1 gegen Stuttgart) und Danilho Doekhi (beim 3:1 gegen Gladbach und beim 2:2 in der Hinrunde gegen die Bayern) zwei Spieler, denen das gelang. Mit Oliver Burke haben die Berliner sogar einen Dreifach-Torschützen in ihren Reihen. Der Schotte erzielte beim 4:3-Auswärtssieg in Frankfurt drei seiner vier Saisontore in nur einem Spiel.


