Mit Traumtoren kennt Marcel Hartel sich bestens aus. Vor sieben Jahren erzielte der Offensivspieler für den 1. FC Union Berlin per Fallrückzieher gegen den 1. FC Köln das später von der ARD ausgezeichnete „Tor des Jahres“. Vier Monate später stiegen die Köpenicker erstmals in ihrer Vereinsgeschichte in die Bundesliga auf.
Der heute 30-Jährige ging den Weg in der Hauptstadt nach dem Aufstieg nicht weiter, wechselte erst zu Arminia Bielefeld, später zum FC St. Pauli und hat aktuell sein Glück in den USA bei St. Louis gefunden. In der Nacht zu Sonntag (MEZ) hat der gebürtige Kölner für mächtig Aufsehen gesorgt, als er mit einem fabelhaften Tor aus großer Distanz den 3:1-Endstand im Spiel gegen New England herstellte.
OH MY MARCEL HARTEL 🤯
— Major League Soccer (@MLS) March 22, 2026
What a hit from the @stlCITYsc midfielder! pic.twitter.com/trMKSjoO4J
„What a hit from the St. Louis midfielder!“, schrieb der offizielle Account der Major League Soccer beim Kurznachrichtendienst X. Einen Fehlpass des Gegners in der Vorwärtsbewegung fing er mit dem linken Fuß ab, um danach gedankenschnell mit rechts per Bogenlampe den gegnerischen Keeper zu überlisten. US-Nationaltorhüter Matt Turner, der bei New England zwischen den Pfosten steht, konnte die damit verbundene Entscheidung zugunsten der Gastgeber nicht mehr verhindern.
Für Hartel und seine Mitspieler war der Sieg eine echte Erlösung. Lediglich einen Punkt hatte die Mannschaft an den ersten vier Spieltagen geholt. Ein Sieg war Pflicht, um nicht schon zu Saisonbeginn den Anschluss ans Tabellenmittelfeld zu verlieren. Neben Hartel spielt auch Timo Baumgartl, früher ebenfalls in Diensten von Union, für St. Louis. Eduard Löwen (Hertha BSC, 1. FC Nürnberg, FC Augsburg), Roman Bürki (SC Freiburg, Borussia Dortmund) und Sergio Córdova (Augsburg) haben ebenfalls eine sportliche Vergangenheit in Deutschland.


