Befreiungsschlag

Die Stimmen zum Union-Sieg: „Vorne wird schon irgendwie einer reinfallen“

Der Negativlauf ist gestoppt, der 1. FC Union Berlin kann nach dem Sieg gegen Leverkusen kollektiv durchatmen. Die gesammelten Stimmen zum Spiel.

Rani Khedira (l.) hat gerade für den 1. FC Union Berlin getroffen. Seine Mitspieler jubeln mit ihm.
Rani Khedira (l.) hat gerade für den 1. FC Union Berlin getroffen. Seine Mitspieler jubeln mit ihm.IMAGO/nordphoto GmbH / Engler

Der 1:0 (1:0)-Sieg gegen Bayer Leverkusen beschert dem 1. FC Union Berlin wieder ein größeres Punktepolster auf die Abstiegszone. Beim ersten Sieg in diesem Jahr war vor allem das kompakte Auftreten der Köpenicker ein Schlüssel zum Erfolg. Trainer Steffen Baumgart war zudem glücklich, dass seine Mannschaft endlich einmal einen Fehler des Gegners eiskalt bestrafen konnte. Die gesammelten Stimmen zum Spiel.

András Schäfer: Ich denke, dass wir auch vergangene Woche in Hamburg kein schlechtes Spiel gemacht haben. Wir hatten in diesem Jahr zwar noch nicht gewonnen, aber unsere Leistung war schon da. Wenn die Ergebnisse aber nicht stimmen, ist die Situation einfach schwierig. Deshalb war das heute ein sehr wichtiger Sieg für uns. Wir haben unsere Energie auf den Platz bekommen und konnten unsere Stärken für uns nutzen: Zweikampfführung, Aggressivität und dann haben uns auch unsere überragenden Fans unterstützt.

Rani Khedira: Wir waren in der zurückliegenden Woche ein Stück weit fokussierter. Ich finde, dass wir am Sonntag nach dem Hamburg-Spiel eine sehr, sehr gute Analyse hatten, dass wir sachlich geblieben sind und den Fokus schnell nach vorne gerichtet haben. Vor dem Spiel haben wir uns gesagt, dass wir hinten einfach mal wieder die ‚Null‘ halten müssen, vorne wird schon irgendwie eine reinfallen. Bei meinem Tor habe ich darauf spekuliert, dass der Verteidiger und der Torhüter sich nicht ganz einig sind. Ich habe versucht, auf die Innenbahn zu kommen und dazwischen zu gehen. Dann konnte es nur ein Foul geben oder ich komme an den Ball. Insgesamt waren wir heute in beide Richtungen kompakter, haben das Spielfeld eng gehalten. Wir konnten Leverkusen in viele Zweikämpfe verstricken und da waren wir dann aggressiv genug.

Kasper Hjulmand (auf der Pressekonferenz): Uns war klar, dass uns hier ein schweres Spiel erwartet. Unser Auftritt war insgesamt okay, aber das Gegentor hat heute den großen Unterschied gemacht. Union konnte danach tief stehen und sehr gut verteidigen. Wir hatten insgesamt über 40 Flanken, haben alles versucht, mit zunehmender Spieldauer mehr Offensivspieler auf den Platz gebracht. Den letzten Punch haben wir aber nicht gefunden und deshalb sind wir enttäuscht.

Steffen Baumgart (auf der Pressekonferenz): Ich glaube, dass wir ein Spiel gesehen haben, in dem wir auch das nötige Quäntchen Glück hatten. Trotzdem haben wir sehr gut verteidigt, das Spiel angenommen und dem Gegner die Räume immer wieder sehr klein gemacht. Den einen kleinen Fehler, den uns der Gegner angeboten hat, haben wir diesmal ausgenutzt. Das ist uns in letzter Zeit nicht oft gelungen. Umso länger das Spiel ging, war es dann eine Abwehrschlacht.