Vier Tage vor Heiligabend

1. FC Union Berlin: Ex-Profi wird Cheftrainer in der Bundesliga

In der Fußball-Bundesliga gibt es kurz vor Weihnachten eine wichtige Trainer-Entscheidung. Mittendrin: Ein Ex-Profi des 1. FC Union Berlin.

Vor zwei Wochen traf Daniel Bauer (r.) noch als Interimstrainer mit dem VfL Wolfsburg auf den 1. FC Union Berlin und Steffen Baumgart.
Vor zwei Wochen traf Daniel Bauer (r.) noch als Interimstrainer mit dem VfL Wolfsburg auf den 1. FC Union Berlin und Steffen Baumgart.IMAGO/Christian Schroedter

Vier Tage vor Heiligabend hat der VfL Wolfsburg Nägel mit Köpfen gemacht und Daniel Bauer zum Cheftrainer seiner Bundesliga-Mannschaft ernannt. Bislang hatte der 43-Jährige, der 2007 zehn Spiele für den 1. FC Union Berlin absolvierte, den Posten nur interimsweise inne.

„Die Leistungen auf dem Platz – und auch die Ergebnisse – sprechen für sich. Wir sind überzeugt, dass Daniel der richtige Mann ist, um den bestmöglichen sportlichen Erfolg in dieser Saison und auch darüber hinaus zu erreichen. Wir freuen uns auf den weiteren gemeinsamen Weg“, wird der neue Wolfsburger Sportdirektor Pirmin Schwegler in einer Pressemitteilung zitiert. Die Nachricht verbreitete der Klub unmittelbar vor der Partie gegen den SC Freiburg (Sonnabend, 15.30 Uhr), dem letzten Pflichtspiel des Kalenderjahres.

Die passenden Ergebnisse, die Schwegler anspricht, betrafen vor zwei Wochen auch die Köpenicker. Beim Gastspiel in der VW-Stadt unterlag die Mannschaft von Trainer Steffen Baumgart, der Bauer einst beim 1. FC Magdeburg trainiert hatte, verdient mit 1:3. Für die Wolfsburger war es der erste Heimsieg nach elf Monaten. Der ursprünglich als U19-Trainer in die Saison gestartete Bauer gewann mit dem DFB-Pokalsieger von 2015 daraufhin auch das Auswärtsspiel bei Borussia Mönchengladbach (3:1).

Daniel Bauer: „Bin sehr dankbar für das Vertrauen“

„Ich bin sehr dankbar für das Vertrauen des Vereins. Die Mannschaft hat in den vergangenen Wochen enorm gut gearbeitet und gezeigt, welches Potenzial in ihr steckt. Für uns geht es jetzt darum, diesen Weg mit Klarheit, Leidenschaft und Zusammenhalt konsequent weiterzugehen. Ich freue mich darauf, gemeinsam mit meinem Trainerteam und den Spielern weiter an unserer Entwicklung zu arbeiten und alles für den VfL herauszuholen“, sagte Bauer.

In die Saison war der VfL mit großen Ambitionen und Paul Simonis als Trainer gestartet. Den Coach hatten die Wolfsburger vom niederländischen Pokalsieger Go Ahead Eagles Deventer losgeeist. Simonis hatte an der Seitenlinie allerdings keinen Erfolg. Statt Träumen vom Europapokal steckt der Verein im Abstiegskampf – als direkter Konkurrent von Union.