Islamismus

Menschenrechtssprecher der Grünen: „Die Anschlussfähigkeit der Linken für Islamismus macht mir Angst“

Der Bundestagsabgeordnete Max Lucks kritisiert zunehmende Allianzen von Progressiven mit Islamisten. Auch in der Linksfraktion gebe es problematische Akteure. Ein Gespräch.

„Die linke Bewegung hat ein Problem mit Islamismus“: Grünen-Abgeordneter Max Lucks.
„Die linke Bewegung hat ein Problem mit Islamismus“: Grünen-Abgeordneter Max Lucks.Markus Wächter/Berliner Zeitung

In Frankreich bildete sich schon in den frühen 2000ern der Begriff des „Islamogauchisme“ (also „Islam-Linke“) heraus. Er soll Bündnisse zwischen Islamisten und Linken benennen, die insbesondere in ihrem Antizionismus und Antikolonialismus Gemeinsamkeiten finden. Aber auch in Deutschland kommt es immer wieder zu solchen Allianzen. Im Zuge des Gazakrieges, der auf das Massaker der Hamas am 7. Oktober 2023 folgte, kam es immer wieder zu gemeinsamen Demonstrationen und Solidaritätsbekundungen von islamistischen und linken Akteuren. Offenbar schwinden die Berührungsängste.

Max Lucks, menschenrechtspolitischer Sprecher der Grünen im Bundestag, ist ein ausgewiesener Gegner des Islamismus. Als Vertreter des linken Flügels der Partei nimmt der 28-Jährige auch sein eigenes Lager in den Blick. Es lasse sich zu häufig von Islamisten instrumentalisieren, sagt er. Nicht zuletzt, da er selbst schon für seine Positionen angefeindet und bedroht wurde, spricht er im Interview mit der Berliner Zeitung über die gefährliche Verharmlosung des Islamismus.

Berliner Zeitung

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