Landtagswahl in Brandenburg

Brandenburger Grüne kämpfen um Existenz: „Wenn Blicke töten würden, würde man umfallen“

Für die Grünen in Brandenburg geht es um ihr politisches Überleben. Im Wahlkampf bekommt Spitzenkandidatin Antje Töpfer harten Gegenwind, aber auch Zuspruch. Ein Ortsbesuch.

„Wir kämpfen alle wahnsinnig“: Grünen-Spitzenkandidatin Antje Töpfer beim Wahlkampf in Brandenburg.
„Wir kämpfen alle wahnsinnig“: Grünen-Spitzenkandidatin Antje Töpfer beim Wahlkampf in Brandenburg.Christoph Soeder/dpa

„Wollen Sie einen Apfel?“, fragt eine der Grünen-Wahlkämpferinnen und winkt mit einem Apfel. „Nicht von den Grünen“, entgegnet ein älterer Herr lachend und geht weiter. „Schmeckt trotzdem!“, sagt die Grüne. Die Szene sorgt für Erheiterung. „Als ob der Apfel vergiftet wäre!“, sagen die anderen Wahlkämpfer – und witzeln darüber, dass man plötzlich anfangen würde zu gendern, nachdem man einen Grünen-Apfel gegessen habe.

Die Stimmung unter den fünf Grünen ist an diesem kühlen, aber sonnigen Donnerstagvormittag am Bernauer Wahlkampfstand gut, man gibt sich kämpferisch. Und das, obwohl die Partei nach einem Rekordwahlergebnis 2019 vor der anstehenden Landtagswahl am 22. September in Brandenburg um ihr politisches Überleben fürchten muss. Den Umfragen nach liegen die Grünen derzeit bei knapp 5 Prozent – die Hälfte des Ergebnisses von vor fünf Jahren. 

Berliner Zeitung

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