Ukraine

„Kotau“ vor Wagenknecht? Initiative für FAZ-Gastbeitrag kam wohl von Kretschmer

In einem Gastbeitrag fordern Michael Kretschmer, Mario Voigt und Dietmar Woidke mehr Diplomatie im Ukrainekrieg. Welche Rolle spielt Sahra Wagenknecht dabei?

Sahra Wagenknecht auf der Friedensdemo am Tag der Deutschen Einheit in Berlin
Sahra Wagenknecht auf der Friedensdemo am Tag der Deutschen Einheit in BerlinChristian Ender/imago

Normalerweise lösen Gastbeiträge von Landespolitikern keine bundesweiten Debatten aus, doch was ist schon normal dieser Tage? Und tatsächlich ist der Text von Michael Kretschmer, Mario Voigt und Dietmar Woidke, den die Frankfurter Allgemeine Zeitung am Donnerstag veröffentlichte, aus mehreren Gründen bemerkenswert. Das liegt auch am Inhalt, aber vor allem am Zeitpunkt und der – mutmaßlichen – Absicht dahinter.

Die Ministerpräsidenten von Sachsen und Brandenburg, also Kretschmer (CDU) und Woidke (SPD), sowie der Thüringer CDU-Chef Voigt fordern „eine aktivere diplomatische Rolle Deutschlands“ zur Beendigung des russischen Angriffskriegs. Sie sprechen sich für einen „Waffenstillstand und Verhandlungen“ aus, erwarten von der Bundesregierung „mehr erkennbare Diplomatie“. Es brauche eine „internationale Allianz“.

Berliner Zeitung

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