Globale Ordnung unter Druck

Ökonom Kaczmarczyk: „Das Aufstiegsversprechen im Westen ist weitgehend erodiert“

Weltwirtschaftskrise, Globalisierung, Weltordnung: Warum ökonomische Fehlentscheidungen und der Bruch mit dem Völkerrecht den Westen schwächen. Ein Interview.

Der Reichstag in Berlin: Institutionen des Westens und wachsende soziale Spannungen im öffentlichen Raum
Der Reichstag in Berlin: Institutionen des Westens und wachsende soziale Spannungen im öffentlichen RaumOlaf Schuelke/imago

Die globale Ordnung gerät ins Wanken. Während westliche Staaten an marktliberalen Dogmen festhalten und ihre eigenen Regeln zunehmend selektiv auslegen, wächst im Globalen Süden der Unmut über ein System, das Wohlstand versprach, für viele Länder jedoch Entwicklung blockierte. In seinem neuen Buch „Zerfall der Weltordnung: Die Ignoranz des Westens und der Aufstand des Globalen Südens“ zeigt der Ökonom Patrick Kaczmarczyk, wie ökonomische Krisen, neokoloniale Strukturen und massive Ungleichgewichte politische Verwerfungen befeuern – und warum sich in diesen Dynamiken beunruhigende historische Muster wiederfinden. Im Interview erklärt er, warum ohne tiefgreifende Reformen internationaler Institutionen eine neue globale Katastrophe droht.

Berliner Zeitung

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