Die Zahl der Kriegsdienstverweigerer in Deutschland steigt weiter deutlich an. Im ersten Quartal 2026 haben bereits 2656 Menschen einen entsprechenden Antrag gestellt, wie das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben mitteilt. Damit wurde schon nach wenigen Monaten fast das Niveau des gesamten Jahres 2024 erreicht, in dem 2998 Anträge registriert wurden. 2025 lag die Zahl mit 3867 noch einmal deutlich höher. Setzt sich diese Entwicklung fort, könnte 2026 den höchsten Stand seit der Aussetzung der Wehrpflicht im Jahr 2011 markieren.
Der Trend fällt in eine Phase wachsender sicherheitspolitischer Unsicherheiten, insbesondere in Europa. Mehr als vier Jahre nach Beginn des Ukraine-Kriegs zeichnet sich immer noch kein Ende der Kämpfe ab und mit der konfrontativen Politik der USA gegenüber den eigenen Verbündeten ist auch die Zukunft der Nato ungewiss.

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