Ukraine-Krieg

Ukrainische Gegenoffensive? „Erfolg und Sinnhaftigkeit sind sehr zu hinterfragen“

Oberst Markus Reisner zweifelt an der Nachhaltigkeit der ukrainischen Angriffe in Saporischschja. Medien würden Erfolge teils überzeichnen, während im Donbass Russland vorrückt.

Ukrainische Soldaten im Einsatz bei Saporischschja. Experten bezweifeln, dass die jüngsten Vorstöße bereits als nachhaltige Gegenoffensive gewertet werden können.
Ukrainische Soldaten im Einsatz bei Saporischschja. Experten bezweifeln, dass die jüngsten Vorstöße bereits als nachhaltige Gegenoffensive gewertet werden können.Iryna Rybakova/dpa

Russland zurückgedrängt, Ukraine auf dem Vormarsch, Zuversicht in Kiew, möglicher Wendepunkt im Krieg. So oder so ähnlich lauteten die Schlagworte zur ukrainischen Gegenoffensive in deutschsprachigen Medien der vergangenen Tage. Ob die Angriffe ukrainischer Truppen im Südabschnitt der Front in der Region Saporischschja jedoch überhaupt als Gegenoffensive bezeichnet werden können, ist in militäranalytischen Kreisen höchst umstritten. Meist ist eher von taktischen und lokalen Operationen die Rede.

Berliner Zeitung

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