Bericht aus Odessa

Schock über „Menschenjagd“ in der Ukraine: Gewalt, Fälschungen und Korruption bei der Mobilisierung

Ein 26-jähriger Ukrainer schildert erschütternde Zustände bei der Mobilisierung: Gewalt auf offener Straße, gefälschte Dokumente, korrupte Ärzte. Unser Sonderkorrespondent war vor Ort.

Zurzeit sind Männer zwischen 25 und 60 Jahren von der Mobilisierung in der Ukraine betroffen.
Zurzeit sind Männer zwischen 25 und 60 Jahren von der Mobilisierung in der Ukraine betroffen.Danylo Antoniuk/imago

„Ich wurde geschlagen, in einen Keller gesperrt und meine Dokumente wurden gefälscht.“ Es sind Worte, die unter die Haut gehen. Vasyl (Name von der Redaktion geändert) ist 26 Jahre alt und lebt in Odessa. Er ist angesehen und gebildet, spricht fließend Deutsch. Vor wenigen Wochen wurde er vom ukrainischen TCK, jener staatlichen Militärbehörde, die für die Mobilisierung zuständig ist, auf einer Straße in der Hafenstadt aufgegriffen. Was dann passierte, klingt wie Stoff für Hollywood. Es ist in Wahrheit aber ein Schrecken, den junge Ukrainer hier mittlerweile tagtäglich erleben.

Berliner Zeitung

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