Krieg in der Ukraine

Flucht aus dem Donbass: Russland erweitert Schritt für Schritt die Todeszone

Netze über Straßen, Drohnen am Himmel: In der Ostukraine wird jede Evakuierung zum tödlichen Risiko. Unser Sonderkorrespondent begleitet eine Flucht aus der Todeszone.

Warum Menschen noch immer mitten in der Todeszone im Donbass leben, mag für manche ein Rätsel sein. Was alle verbindet, die dortgeblieben sind: Sie warten auf ein Ende des Krieges.
Warum Menschen noch immer mitten in der Todeszone im Donbass leben, mag für manche ein Rätsel sein. Was alle verbindet, die dortgeblieben sind: Sie warten auf ein Ende des Krieges.Jack Hill/imago

Es sieht irgendwie idyllisch, ja fast schon romantisch aus: Über vielen wichtigen Straßen im Donbass hängen Netze, der pulverartige Neuschnee verfängt sich in ihnen. „Wir fahren in einem Käfig“, sagt Igor. „Das erhöht unsere Überlebenschancen.“ Er ist einer jener Helden, die Tag für Tag Zivilisten aus den Frontgebieten der Ukraine evakuieren. Sein Job ist hochgefährlich. Denn besonders FPV-Drohnen sorgen dafür, dass die sogenannte Todeszone immer größer wird. Russland gewinnt immer mehr Gelände. Für Ukrainer, zumindest für Zivilisten, sind dadurch immer mehr Gebiete faktisch unzugänglich.

Berliner Zeitung

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