Mobilisierung

Ukraine: Deutsche mit doppelter Staatsbürgerschaft vom Ausreiseverbot betroffen

Während in der Ukraine weiterhin mobilisiert wird, versuchen Dutzende Deutsch-Ukrainer aus dem kriegsgebeutelten Land zu fliehen.

Der Bahnhof im westukrainischen Lwiw ist oftmals ein Zwischenziel für viele Ukrainer, die in die EU flüchten wollen.
Der Bahnhof im westukrainischen Lwiw ist oftmals ein Zwischenziel für viele Ukrainer, die in die EU flüchten wollen.Pond5 Images/imago

Seit Beginn der russischen Invasion haben Tausende ukrainische Männer ihr Land illegal verlassen. Sie wollen der Wehrpflicht in der Ukraine entgehen, wollen an der Donbassfront nicht im Bombenhagel sterben, wollen – zumeist in der EU – ein Leben in Frieden und Freiheit genießen. Doch das ist nach ukrainischem Gesetz seit über zwei Jahren verboten: Männern zwischen 18 und 60 Jahren ist es untersagt, ihre Heimat zu verlassen. Es herrscht ein landesweites Ausreise-Verbot.

Das gilt seit einigen Wochen auch für deutsch-ukrainische Doppelstaatler. Nach ukrainischem Recht werden Menschen mit doppelter Staatsbürgerschaft während ihres Aufenthalts in der Ukraine nämlich ausschließlich als ukrainische Bürger behandelt. Bedeutet: Sie unterliegen den Rechten und Pflichten ukrainischer Staatsbürger – der deutsche, amerikanische oder polnische Pass spielt hingegen keine Rolle.

Berliner Zeitung

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