Europäische Union

Trump-Deal: Von der Leyen straft Kritikerin ab – neuer Streit um die EU-Handelspolitik

Streit um den Trump-Deal: Nach Personalwechseln in der EU-Kommission wächst die Kritik an der Handelspolitik und dem Druck zur schnellen Umsetzung.

Großbritannien, Turnberry: US-Präsident Donald Trump schüttelt der Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen die Hand.
Großbritannien, Turnberry: US-Präsident Donald Trump schüttelt der Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen die Hand.Jacquelyn Martin/AP/dpa

In der Europäischen Union (EU) ist erneut Streit über den ungleichen Handelsdeal entbrannt, den Kommissionschefin Ursula von der Leyen im Sommer 2025 mit US-Präsident Donald Trump abgeschlossen hat. Von der Leyen gab überraschend bekannt, dass sie sich von ihrer Generaldirektorin für den Handel, der Deutschen Sabine Weyand, trennen wird. Weyand hatte den sogenannten Turnberry-Deal mit ausgehandelt, anschließend aber öffentlich kritisiert.

Dem Abkommen, das die Streichung aller europäischen Zölle auf US-Waren vorsieht, seien keine echten Verhandlungen vorausgegangen, so Weyand. Die EU-Kommission habe unter massivem Druck gestanden, um Trump in der Sicherheitspolitik bei der Stange zu halten. Wichtige Prinzipien der Handelspolitik seien Trump und der Hilfe für die Ukraine geopfert worden, klagte Weyands nach dem umstrittenen Deal, den von der Leyen persönlich ausgehandelt hat.

Berliner Zeitung

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