Die EU steht mit dem Rücken zur Wand. Fünf Monate nach der Europawahl ist von Ursula von der Leyens Versprechen, den alten Kontinent „voranzubringen“, kaum etwas übrig geblieben. Das neue Team der Kommissionspräsidentin ist immer noch nicht im Amt und ihre Behörde damit nicht arbeitsfähig. Auch aus Paris und Berlin kommen kaum noch Impulse; der deutsch-französische „Motor“ steht wegen der Regierungskrisen in beiden Ländern still. Hinzu kommen eine stagnierende Wirtschaft, leere Kassen und ein eigens angezettelter Handelskrieg mit China.
Und als wäre das nicht schon schlimm genug, hat Brüssel bei den US-Wahlen auch noch aufs falsche Pferd gesetzt: Mit Kamala Harris im Weißen Haus wollte die EU-Führung die bisherige Ukraine-Politik einfach fortsetzen. Mit Donald Trump droht Europa nun bald die alleinige Kriegslast tragen zu müssen. Auch Befürchtungen über einen Zollstreit zwischen den USA und Europa sowie eine neue Nato-Krise werden derzeit in Brüssel laut. Trumps Wahlsieg könnte Europa und insbesondere Deutschland teuer zu stehen kommen.

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