Energie

Rohstoffreiche Ukraine – der ewige „Ergänzungsraum Ost“

Als Kornkammer, Kohle- und Erzrevier zieht vor allem der Donbass Rohstoffgierige magisch an. Jetzt macht Friedensfürst Trump einen Rohstoffdeal zum Kernpunkt.

Auf diesem vom Pressedienst der 93. Mechanisierten Brigade der Ukraine zur Verfügung gestellten Foto sind beschädigte Kohlebergwerke in der teilweise besetzten Stadt Toretsk zu sehen, die Schauplatz schwerer Kämpfe mit den russischen Truppen in der Region Donezk, Ukraine, war.
Auf diesem vom Pressedienst der 93. Mechanisierten Brigade der Ukraine zur Verfügung gestellten Foto sind beschädigte Kohlebergwerke in der teilweise besetzten Stadt Toretsk zu sehen, die Schauplatz schwerer Kämpfe mit den russischen Truppen in der Region Donezk, Ukraine, war.Iryna Rybakova/Ukrainian 93rd Mechanized brigade/AP/dpa

Wer mit Reichtum geschlagen ist, den verfolgt die Gier. In diesem Sinne gehört die Ukraine zu den schicksalhaft Geschlagenen. Die Gierigen waren britische Kapitalismus-Pioniere, Stalin, Hitler, auch nach dem Krieg griffen Sowjetunion, ost- wie westeuropäische Staaten und Wirtschaftsverbände zu; gegenwärtig suchen Putins Russland, die EU und – in erpresserischer Manier – US-Präsident Donald Trump Zugriff: Alle brauchten und brauchen die ukrainischen Schätze. Von der Ukraine selbst und ihren Wünschen nach eigenständiger Entwicklung wird seit eh und je kaum gesprochen.

Mit der Kohle fing es vor 300 Jahren an, Eisenerz kam hinzu und heute wirken die (noch großenteils unerschlossenen) Lagerstätten unwiderstehlich: Mineralien aller Art, vor allem aber die Seltenen Erden – Bausteine der künftigen Weltwirtschaft. Nach Angaben des ukrainischen Ministeriums für Umweltschutz und natürliche Ressourcen verfügt die Ukraine über Vorkommen von 21 der 30 von der EU benötigten kritischen Rohstoffe, darunter Lithium, Kobalt, Scandium, Graphit, Tantal und Niob.

Berliner Zeitung

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