Russland

Mobilmachung durch die Hintertür: Putins Weg in den permanenten Ausnahmezustand

Neue Gesetze, digitale Kontrolle, ganzjährige Einberufungen. Der Kreml treibt eine stille Dauermobilisierung voran. Mit tiefen Folgen für Gesellschaft und Staat. Eine Analyse.

Kremlchef Putin neben russischen Soldaten: Während der Kreml eine neue Mobilisierungswelle vermeidet, verdichten sich die Hinweise auf eine schleichende Dauerrekrutierung im Hintergrund.
Kremlchef Putin neben russischen Soldaten: Während der Kreml eine neue Mobilisierungswelle vermeidet, verdichten sich die Hinweise auf eine schleichende Dauerrekrutierung im Hintergrund.Vyacheslav Prokofyev/imago

Die Debatte über eine mögliche neue Mobilisierungswelle in Russland erhält spätestens mit dem Bericht der renommierten amerikanischen Forschungseinrichtung Institute for the Study of War (ISW) neue Dynamik. Doch selbst angesichts sinkender Rekrutierungszahlen, steigender finanzieller Belastungen und eines anhaltend hohen Personalbedarfs an der Front bleibt die Mobilmachung, eine in der Bevölkerung äußerst unpopuläre Maßnahme, für den Kreml aufgrund der Gefahr sozialer Unruhen und einer erneuten Abwanderungswelle keine zwingend attraktive Option.

Berliner Zeitung

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