Um drei Uhr in der Nacht von Donnerstag auf Freitag endet in Brüssel ein Schauspiel, das europäische Einigkeit und Entschlossenheit demonstrieren sollte. Fünf Stunden ringen die EU-Staats- und Regierungschefs um 90 Milliarden Euro für die Ukraine. Das Geld kommt am Ende. Doch der Weg dorthin legt die Misere des Kontinents offen. Bundeskanzler Friedrich Merz will eingefrorenes russisches Zentralbankvermögen als Sicherheit nutzen. Emmanuel Macron lässt ihn im entscheidenden Moment fallen. Stattdessen beschließt die EU gemeinsame Schulden: Eurobonds – und übertritt ausgerechnet jene rote Linie, die Deutschland jahrelang gezogen hat.

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