Die Medienorganisation Correctiv hat am Montag bekannt gegeben, einen Eilantrag am Verwaltungsgericht Köln gegen das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) gestellt zu haben. Correctiv möchte die Herausgabe der aktuellen Einschätzung des BfV zur AfD erzwingen. Dieses weigerte sich bislang offenbar, um eine Beeinflussung des Bundestagswahlkampfs zu vermeiden, die für den 23. Februar 2025 erwartet wird.
Correctiv will AfD-Gutachten vor der Bundestagswahl
In einer Mitteilung schreibt Correctiv, dass der Verfassungsschutz in einem Gutachten „vermutlich all die ihr verfügbaren Informationen darüber zusammengetragen“ habe, „ob die AfD in ihrer Gesamtheit eine rechtsextremistische Partei ist“. Aber, so beklagt Correctiv, hielte das BfV die „Information zurück, ob das Gutachten überhaupt fertig ist und damit natürlich auch, was drin steht; mit der Begründung, damit den Wahlkampf womöglich zu beeinflussen“.

