Die neue Jugendorganisation der AfD, die Generation Deutschland (GD), treibt ihren bundesweiten Aufbau weiter voran. Mit der Gründung des hessischen Landesverbands in Fulda ist die Organisation inzwischen in sieben Bundesländern vertreten und das nur wenige Monate nach ihrer Gründung Ende November 2025.
Rund 50 Mitglieder verabschiedeten die Satzung des Landesverbands und wählten einen Vorstand. Zum Vorsitzenden wurde der 27-jährige Nafiur Rahman aus Bad Vilbel mit deutlicher Mehrheit gewählt. 47 der 50 anwesenden Stimmberechtigten votierten für ihn, Gegenkandidaten gab es nicht. Pascal Schleich wurde zum stellvertretenden Landesvorsitzenden gewählt.
Rahman, der bereits dem Bundesvorstand der GD angehört und für den AfD-Bundestagsabgeordneten Pierre Lamely arbeitet, kündigte an, die „Belebung des Patriotismus“ zu einem Schwerpunkt seiner Arbeit zu machen, wie die „Hessenschau“ berichtete. Der 27-Jährige ist Kind von Einwanderern aus der Region Bengalen und seit rund dreieinhalb Jahren Mitglied der AfD. Zuvor war er im hessischen Landesvorstand der Jungen Alternative aktiv.
Nachfolgeorganisation der aufgelösten JA
Die Generation Deutschland folgt auf die aufgelöste Junge Alternative (JA), die zuvor vom Verfassungsschutz als erwiesen rechtsextremistisch eingestuft worden war. Anders als ihre Vorgängerorganisation ist die GD kein eigenständiger Verein mehr, sondern organisatorisch direkt in die AfD eingebunden. Damit gewinnt die Partei mehr Einfluss auf ihre Jugendorganisation.
Der GD-Bundesvorsitzende Jean-Pascal Hohm bezeichnete die Jugendorganisation bei der Gründungsveranstaltung als „Innovationsmotor“ der Partei. Zugleich forderte er, die AfD müsse ihre Positionen als „patriotische Volkspartei“ klar vertreten und dürfe insbesondere bei Identitätsfragen keine Kompromisse eingehen.
Die Gründung der Jugendorganisation wurde zuvor aus der Politik deutlich kritisiert. Hessens Innenminister Roman Poseck warnte im Vorfeld, die Organisation bewege sich weiterhin „in eine rechtsextreme Richtung“. Die hessische AfD wird vom Verfassungsschutz als rechtsextremistischer Verdachtsfall geführt.


