Food

Vom Suppentopf ins Rampenlicht: Erstes Berliner Ramen-Restaurant im Michelin-Guide

Es ist der Ritterschlag für jeden Gastronomen: eine Empfehlung im renommierten Guide Michelin. Nun wurde erstmals ein Ramen-Restaurant in Berlin ausgezeichnet.

Ramen sind als japanische Cuisine bekannt, haben ihren Ursprung aber eigentlich in China.
Ramen sind als japanische Cuisine bekannt, haben ihren Ursprung aber eigentlich in China.Symbolbild: Imago

Für viele war es die Geheimwaffe, um gut durch die besonders kalten Wintermonate zu kommen: Ramen. Denn statt bloß zu Daunenjacke, Handschuhen und Wärmflasche zu greifen, heizt man sich bekanntlich am besten von innen auf.

Längst hat sich die Nudelsuppe – die ihren Ursprung übrigens in China und nicht in Japan hat – in die Herzen der Berlinerinnen und Berliner geschlichen. Umso überraschender ist es, dass der renommierte Guide Michelin in der Hauptstadt bislang noch keine Empfehlung für ein Ramen-Restaurant ausgesprochen hat. Doch damit ist nun Schluss.

Für die besten Ramen der Stadt? Auf nach Kreuzberg

Seit kurzem taucht das Kreuzberger Lokal Fukagawa Ramen in der Prinzessinnenstraße, nur wenige Meter vom Moritzplatz entfernt, mit einer Empfehlung im Michelin-Guide auf – eine besondere Anerkennung für erschwingliche oder interessante Restaurants ohne Michelin-Stern, bei denen entweder die Küche und die Qualität oder das Preis-Leistungs-Verhältnis heraussticht.

Wie der Hotel- und Reiseführer in seiner Begründung betont: „Es ist sehr empfehlenswert, für dieses Ramen-Restaurant in Kreuzberg zu reservieren, da es sowohl mittags als auch abends sehr gut besucht ist.“
Bevor es mit den Suppen überhaupt losgeht, seien die Gyoza als Einstieg besonders empfehlenswert. Danach liegt der Fokus auf den japanischen Ramen: etwa die Shoyu-Ramen mit gereifter Sojasoße, Chashu-Hähnchen, Dashi, handgemachten Nudeln, mariniertem Ei und Nori.

Neben der klassischen Nudelsuppe gebe es außerdem „eine interessante Auswahl an Getränken, darunter Sake, Weine und Cocktails“. Die Einrichtung ist „reduziert und im minimalistischen, urbanen Stil gehalten“, der Service „schnell und freundlich“.

In dem Restaurant, das noch einen weiteren Standort im Kollwitzkiez in Prenzlauer Berg hat, schien die Freude über die Auszeichnung keine Grenzen zu kennen. In einem Instagram-Post schreiben die Betreiber: „Wir hätten nicht erwartet, eine solche Bewertung zu erhalten, und sind zutiefst überrascht und von Herzen dankbar. Es ist für uns eine große Freude zu spüren, dass unsere Arbeit, unsere Gedanken und unser bisheriger Weg wahrgenommen und wertgeschätzt werden.“