Großbritannien will seine nukleare U-Boot-Flotte deutlich erweitern, um die Sicherheit des Landes sicherzustellen. Die Pläne seien eine Reaktion auf „rapide zunehmende Bedrohungen“, teilte die britische Regierung mit. Demnach betreibt das Vereinigte Königreich derzeit sieben Angriffs-U-Boote, die ab Ende der 2030er-Jahre durch eine größere Flotte von bis zu zwölf U-Booten ersetzt werden sollen.
Verteidigungsminister John Healey sagte dazu: „Mit neuen hochmodernen U-Booten, die internationale Gewässer patrouillieren, und unserem eigenen Programm für Atomsprengköpfe an der britischen Küste sorgen wir für die Sicherheit Großbritanniens im Inland und seine Stärke im Ausland.“ Angesichts wachsender Bedrohungen sei entschlossenes Handeln notwendig, „um der russischen Aggression entgegenzutreten“.
Britische Regierung: Grundlegender Wandel in Verteidigungspolitik erwartet
In diesem Zusammenhang will die Regierung von Premierminister Keir Starmer am Montag den von ihr in Auftrag gegebenen Bericht zur Überprüfung der Verteidigungspolitik des Landes vorstellen. Demnach enthält der Bericht 62 Empfehlungen, die die Regierung voraussichtlich vollständig annehmen wird.
Laut Regierungsmitteilung wird ein grundlegender Wandel in der britischen Abschreckungs- und Verteidigungspolitik erwartet. Dazu gehöre höchstwahrscheinlich auch eine Empfehlung, die britischen Streitkräfte in „Kriegsbereitschaft“ zu versetzen. Ziel der geplanten Maßnahmen sei demnach, Bedrohungen abzuschrecken und die Sicherheit im euro-atlantischen Raum zu stärken.
National security is central to our Plan for Change.
— Keir Starmer (@Keir_Starmer) June 1, 2025
We will:
• Deliver the largest sustained increase in defence spending since the Cold War.
• Invest in better housing for military families.
• Create more skilled jobs in new weapons factories.
This is just the start.
Zusätzlich wird Starmer wohl auch Pläne bestätigen, 15 Milliarden Pfund (rund 18 Milliarden Euro) in britische Programme zur Herstellung von Atomsprengköpfen zu investieren. Außerdem sollen bis zu 7000 in Großbritannien gebaute Langstreckenwaffen beschafft werden. Bereits am Sonntag hatte das britische Verteidigungsministerium angekündigt, 1,5 Milliarden Pfund (rund 1,8 Milliarden Euro) für den Bau von sechs Munitionsfabriken bereitzustellen.
Premierminister Starmer teilte am Sonntag auf der Plattform X mit, dass die nationale Sicherheit für seine Regierung von zentraler Bedeutung sei. So versprach er nicht nur die größte anhaltende Erhöhung der Verteidigungsausgaben seit dem Kalten Krieg, sondern kündigte auch Investitionen in bessere Unterkünfte für Militärfamilien und die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen in Waffenfabriken an. (mit dpa)

