Bahnverkehr

Verspätungen im Regionalverkehr: Berlin besonders betroffen

Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg verzeichnet für 2025 einen Rückgang der Pünktlichkeit im Regionalverkehr. Vor allem lange  Linien mit Halt in Berlin schneiden schlecht ab.

Bei den Verbindungen des VBB nehmen die Verspätungen zu.
Bei den Verbindungen des VBB nehmen die Verspätungen zu.I
IMAGO / Sabine Gudath

Die Qualität im öffentlichen Nahverkehr in Berlin und Brandenburg hat sich weiter verschlechtert. Nach Angaben des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg (VBB) erreichten im vergangenen Jahr nur noch 84,4 Prozent der Züge ihre Halte pünktlich. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 85,0 Prozent. Die Daten sind auf der Homepage des VBB abrufbar.

Besonders betroffen von Verspätungen waren Verbindungen, die über Berlin führen. So lagen insbesondere die Linien RE4 von Stendal nach Falkenberg mit 73,0 Prozent, die Linie RE7 zwischen Dessau und Senftenberg mit 73,3 Prozent sowie die Linie RE5 von Rostock beziehungsweise Stralsund nach Berlin mit 73,8 Prozent auf den letzten Rängen. Es sind allesamt auch recht lange Linien mit vielen Zwischenhalten.

Es gibt aber eine Ausnahme von der Regel: Strecke über Berlin und viele Haltestellen gleich hohe Unpünktlichkeit. Die Linie RB54 zwischen Rheinsberg und Löwenberg bedient nur vier Haltestellen. Trotzdem schnitt sie mit einer Pünktlichkeitsquote von lediglich 64,2 Prozent am schlechtesten ab.

Kurze Strecken außerhalb Berlins schneiden am besten ab

Deutlich zuverlässiger verkehrten hingegen Züge auf kürzeren Strecken weit weg von Berlin. Die RB35 zwischen Fürstenwalde und Bad Saarow erreichte eine Quote von 98,1 Prozent. Ähnlich gut schnitten die RB73 von Pritzwalk nach Neustadt an der Dosse mit 96,9 Prozent sowie die RB74 zwischen Meyenburg und Pritzwalk mit 96,5 Prozent ab.

Der VBB erfasst nur Verspätungen ab fünf Minuten im Liniennetz. Ausgefallene Züge werden in dieser Statistik nicht berücksichtigt, weshalb etwa bei der RB54 ganze Monate nicht in die Auswertung einflossen. (mit dpa)