Mit Trump besprochen

„Werden Sicherheit gewährleisten“: Russland offen für Selenskyj-Treffen in Moskau

Selenskyj ist nach Angaben des ukrainischen Außenministers bereit für ein Treffen mit Putin. Kreml-Berater Uschakow schlägt vor, Selenskyj könne nach Moskau reisen.

Kreml-Berater Juri Uschakow
Kreml-Berater Juri UschakowKristina Kormilitsyna/imago

Russland ist zu einem Treffen zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj bereit, solange es in Moskau stattfindet. Das erklärte der Kreml-Berater Juri Uschakow im Staatsfernsehen, wie die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass berichtete.

Putin habe wiederholt gesagt, „dass wir Selenskyj gerne in Moskau begrüßen würden, wenn er wirklich zu einem Treffen bereit ist“, fügte er hinzu. Russland habe solche Kontakte „nie abgelehnt“.

Uschakow: Trump schlug Treffen zwischen Putin und Selenskyj vor

Die Einladung erfolgt nach Äußerungen des ukrainischen Außenministers Andrij Sybiha in einem Interview mit der European Pravda, wonach Selenskyj bereit sei, Putin zu treffen, um zwei zentrale Fragen im Friedensprozess zu klären: territoriale Angelegenheiten und die Zukunft des von Russland besetzten Kernkraftwerks Saporischschja.

Uschakow erklärte mit Blick auf Selenskyj, Russland würde „seine Sicherheit und die notwendigen Arbeitsbedingungen gewährleisten“. Ein mögliches Treffen müsste aber gut vorbereitet und auf konkrete Ergebnisse ausgerichtet sein, hieß es weiter.

Die Möglichkeit eines Treffens zwischen Selenskyj und Putin sei auch in Telefonaten zwischen dem russischen Präsidenten und Trump besprochen worden, so Uschakow: „In diesen Gesprächen schlug Trump vor, diese Möglichkeit in Betracht zu ziehen.“

Beide Seiten haben in der Vergangenheit mehrfach versucht, direkte Gespräche zu arrangieren. Im vergangenen Jahr hatte es ein Spekulationen über ein mögliches Treffen in Istanbul gegeben, doch der russische Präsident lehnte ab und entsandte eine Delegation. Im Herbst 2025 hatte Putin dann Selenskyj erstmals nach Moskau eingeladen – ein Angebot, das der ukrainische Präsident ablehnte und stattdessen forderte, Putin solle nach Kiew kommen.

Neue Verhandlungen am Sonntag erwartet

Die beiden Staatschefs trafen sich zuletzt im Dezember 2019 persönlich in Paris bei Verhandlungen im sogenannten Normandie-Format unter Vermittlung Frankreichs und Deutschlands, wie der Kyiv Independent berichtete. Seit dem Beginn des Kriegs im Februar 2022 haben jedoch keine direkten Gespräche mehr stattgefunden.

Die Aussagen Uschakows finden vor dem Hintergrund erneuter Friedensbemühungen statt. Zuletzt hatten in Abu Dhabi Verhandlungen zwischen Vertretern der USA, der Ukraine und Russland stattgefunden. Die nächste Gesprächsrunde wird für den 1. Februar erwartet.